Wo findet man Kohlensäure in der Natur?
Kohlensäure in der Natur Vorkommen: Regen pH-Wert 5,6
Das Kohlensäure in der Natur Vorkommen beeinflusst die Qualität unseres Niederschlags maßgeblich. Viele Menschen unterschätzen die natürliche Säure im Regenwasser und verwechseln diese mit Umweltverschmutzung. Das Verständnis dieser natürlichen chemischen Zustände schützt vor Fehlinterpretationen ökologischer Daten. Informieren Sie sich über die exakten Werte des Wasserkreislaufs.
Wo findet man Kohlensäure in der Natur?
Kohlensäure ist weit mehr als nur das Prickeln in Ihrem Mineralwasser. In der Natur begegnet sie uns fast überall dort, wo Wasser auf Kohlendioxid (CO2) trifft – sei es tief im Vulkangestein, in jedem Regentropfen oder direkt unter unseren Füßen im Gartenboden. Chemisch gesehen ist sie ein flüchtiges Phantom: Sie entsteht, wenn sich CO2 in Wasser löst, und zerfällt fast genauso schnell wieder – ein grundlegender Teil der Kohlensäure Entstehung Natur.
Die vulkanische Spur: Tiefenquellen und Geysire
Der spektakulärste Fundort für natürliche Kohlensäure liegt tief unter der Erdoberfläche, besonders in Regionen mit (ehemaligem) Vulkanismus. Hier steigt Magma aus dem Erdmantel auf und kühlt langsam ab. Dabei gast es gewaltige Mengen Kohlendioxid aus – ein Prozess, der erklärt, wie kommt die Kohlensäure ins Mineralwasser?
Dieses Gas wandert durch Gesteinsspalten nach oben, trifft auf Grundwasser und löst sich darin unter hohem Druck. Das Ergebnis ist natürliches Mineralwasser, das bereits sprudelnd aus der Erde kommt. In Deutschland ist die Vulkaneifel das Paradebeispiel dafür. Hier gibt es hunderte sogenannter Sauerbrunnen oder Drees, wo man das kohlensäurehaltige Wasser direkt trinken kann – ein klassisches Beispiel für natürliche Quellkohlensäure Deutschland.
Klingt idyllisch? Ist es meistens auch. Aber die Kräfte dahinter sind enorm. Am Wallenden Born in der Eifel etwa schießt das Wasser durch den Gasdruck alle 35 Minuten als Kaltwassergeysir in die Höhe.
Die unsichtbare Fabrik: Kohlensäure im Boden
Sie müssen aber nicht bis zu einem Vulkan fahren, um Kohlensäure zu finden. Gehen Sie einfach in Ihren Garten. Der Boden unter uns ist eine gigantische Kohlensäure-Fabrik – ein Beispiel für das natürliche Vorkommen von CO2 im Boden.
Wie das funktioniert? Pflanzenwurzeln atmen, genau wie Milliarden von Mikroorganismen und Bodenlebewesen. Sie verbrauchen Sauerstoff und geben CO2 ab. Da der Boden nach oben hin oft durch Wasser oder Verdichtung gedeckelt ist, kann dieses Gas nicht so leicht entweichen wie in der freien Luft. Die Konzentration von CO2 in der Bodenluft kann dadurch bis zu 125-mal höher sein als in der Atmosphäre. [1]
Wenn es nun regnet, reagiert dieses gestaute CO2 mit dem Sickerwasser sofort zu Kohlensäure. Das ist für die Geologie entscheidend: Dieses saure Wasser ist aggressiv genug, um im Laufe von Jahrtausenden ganzen Kalkgebirge aufzulösen und Höhlen zu schaffen. So lässt sich auch verstehen, wo wir in der Umwelt überall natürliche Kohlensäure finden.
Warum jeder Regen "sauer" ist (ein bisschen)
Wir haben alle vom Sauren Regen als Umweltproblem gehört, aber wussten Sie, dass Regen von Natur aus nie pH-neutral ist? Chemisch reines Wasser hätte einen pH-Wert von 7. Natürlicher Regen liegt jedoch fast immer bei einem pH-Wert von etwa 5,6. [2]
Der Grund ist simpel: In unserer Atmosphäre befinden sich immer Spuren von Kohlendioxid (heute etwa 0,043%). [3] Sobald Regentropfen durch die Luft fallen, nehmen sie dieses CO2 auf. Es bildet sich Kohlensäure. Das ist völlig natürlich und war schon lange vor der Industrialisierung so. Dieser leicht saure Regen ist der Grund, warum Verwitterungsprozesse an Gebäuden und Felsen überhaupt stattfinden und erklärt auch das natürliche Kohlensäure in der Natur Vorkommen.
Vergleich: Natürliche Quellkohlensäure vs. Technische Kohlensäure
Viele Verbraucher glauben, 'Mineralwasser' enthalte immer natürliche Kohlensäure. Das ist ein Irrtum. Hier sind die Unterschiede.Natürliche Quellkohlensäure
- Vulkanischen Ursprungs, steigt aus tiefen Erdschichten auf
- Wird direkt an der Quelle aufgefangen und ggf. wieder zugesetzt
- Muss nicht aufwändig gereinigt werden, gilt als besonders rein
- Darf als 'Quellkohlensäure' auf dem Etikett beworben werden
Technische (Industrielle) Kohlensäure
- Oft Nebenprodukt chemischer Prozesse (z.B. Ammoniakherstellung) oder Verbrennung
- Wird in Fabriken abgeschieden, gereinigt und verflüssigt
- Chemisch identisch (CO2 ist CO2), aber emotional weniger 'wertvoll'
- Steht meist nur als 'Kohlensäure zugesetzt' auf der Flasche
Chemisch gesehen gibt es keinen Unterschied – CO2 ist immer CO2. Wer jedoch Wert auf ein zu 100% naturbelassenes Produkt legt, sollte auf den Zusatz 'Quellkohlensäure' achten. Ökologisch betrachtet ist technische Kohlensäure oft sinnvolles Recycling eines Abfallprodukts.Thomas' Entdeckung am Wallenden Born
Thomas, ein Hobby-Wanderer aus Köln, wollte unbedingt 'echtes' vulkanisches Wasser erleben. Er fuhr zum Wallenden Born in die Vulkaneifel, erwartend, dort eine Art heißen Geysir wie in Island zu finden.
Erste Enttäuschung: Das Wasser war eiskalt und roch leicht schwefelig. Als er vorsichtig einen Schluck aus dem nahen Bachlauf nahm, schmeckte es fade und metallisch, überhaupt nicht wie der spritzige Sprudel aus der Flasche.
Dann der Moment der Erkenntnis: Ein Einheimischer erklärte ihm, dass die Kohlensäure im offenen Wasser sofort entweicht. Man muss es direkt an der Austrittsstelle 'zapfen'. Thomas hielt seine Hand in das aufwallende Wasser kurz vor dem Ausbruch.
Das Kribbeln war intensiv – wie tausend kleine Nadelstiche. Er begriff: Die Natur liefert das Gas, aber erst der Druck in der Erde (oder in der Flasche) hält die Kohlensäure stabil. Ohne Druck ist sie in Sekunden weg.
Strategiezusammenfassung
Vulkane sind die HauptquelleIn Deutschland liefert vor allem die Vulkaneifel durch aufsteigendes Magma-Gas die bekannte natürliche Quellkohlensäure.
Bodenluft ist CO2-reicher als AtemluftDurch Wurzelatmung und Mikroben ist die CO2-Konzentration im Boden oft vielfach höher als in der Atmosphäre, was zur Bildung von Kohlensäure im Grundwasser führt.
Regen ist natürlich sauerSchon bevor er den Boden berührt, hat Regen durch atmosphärisches CO2 einen pH-Wert von etwa 5,6 – ganz ohne Umweltverschmutzung.
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Ist Regenwasser wegen der Kohlensäure gefährlich?
Nein, überhaupt nicht. Der natürliche pH-Wert von 5,6 ist für Menschen völlig unbedenklich und sogar wichtig für die Bodenbildung. Gefährlich wird es erst bei 'Saurem Regen' durch Industrieabgase (Schwefel), der pH-Werte unter 4,5 erreichen kann.
Warum schmeckt Quellwasser manchmal nicht so spritzig wie gekauftes?
Kohlensäure ist ein flüchtiges Gas. Sobald das Wasser an die Oberfläche kommt und der Umgebungsdruck sinkt, entweicht das CO2 sofort in die Luft. Mineralwasserhersteller fangen dieses Gas oft separat auf und pumpen es unter Druck zurück in die Flasche.
Kann ich natürliche Kohlensäure im Garten herstellen?
Indirekt ja. Ein gesunder Komposthaufen produziert durch die Arbeit von Mikroorganismen riesige Mengen CO2. Wenn Sie diesen gießen, entsteht im Sickerwasser Kohlensäure – allerdings nicht genug, um damit Limonade zu sprudeln.
Referenzquellen
- [1] Umfis - Die Konzentration von CO2 in der Bodenluft kann dadurch bis zu 125-mal höher sein als in der Atmosphäre.
- [2] Umwelt - Natürlicher Regen liegt jedoch fast immer bei einem pH-Wert von etwa 5,6.
- [3] Co2 - In unserer Atmosphäre befinden sich immer Spuren von Kohlendioxid (heute etwa 0,043%).
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