Wieso zieht Schwarz die Sonne an?

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Dunkle Farben absorbieren Sonnenlicht und erwärmen sich dadurch stärker als helle Farben. Dieser Effekt ist bekannt, da dunkle Oberflächen die Strahlung besser aufnehmen. Gleichzeitig strahlen sie die Wärme aber auch besser ab.
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Die Sonne anziehen? Schwarz und Licht – ein scheinbarer Widerspruch

Der alltägliche Eindruck, dass dunkle Farben Wärme absorbieren und sich dadurch stärker erwärmen, ist irreführend, wenn es darum geht, die Anziehungskraft der Sonne zu erklären. Schwarz zieht die Sonne nicht an. Die Sonne zieht alles an, was sich in ihrem Gravitationsfeld befindet, unabhängig von der Farbe. Die unterschiedliche Erwärmung durch dunkle und helle Farben ist ein Wärmeübergangsphänomen, das mit der Gravitation nichts zu tun hat.

Dunkle Oberflächen absorbieren tatsächlich mehr Sonnenstrahlung als helle. Die Energie des Lichts wird in Wärme umgewandelt, was zu einer höheren Oberflächentemperatur führt. Dieser Effekt ist gut bekannt und liegt an der unterschiedlichen Reflektion von Licht. Helle Oberflächen reflektieren einen Großteil der einfallenden Strahlung, während dunkle Oberflächen diese stärker absorbieren.

Jedoch strahlen dunkle Oberflächen die aufgenommene Wärme auch schneller wieder ab. Dieser Abgabeprozess ist ebenso wichtig wie die Absorption. Es ist daher nicht so, dass dunkle Farben die Sonne "anziehen", sondern dass die Wärmeübertragung durch die unterschiedliche Absorption und Abstrahlung unterschiedlich stark ist. Dies beeinflusst letztlich die Temperatur der Oberfläche, aber nicht die Gravitationskraft, die die Sonne auf ein Objekt ausübt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Anziehungskraft der Sonne ist eine Eigenschaft der Gravitation und nicht durch die Farbe eines Objekts beeinflusst. Der Unterschied in der Erwärmung zwischen dunklen und hellen Oberflächen liegt am unterschiedlichen Absorptions- und Abstrahlungspotential von Lichtenergie.