Wie viele Trabanten hat Mars?

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Die Antwort auf die Frage wie viele trabanten hat mars lautet exakt zwei natürliche Monde namens Phobos und Deimos. Phobos umkreist den Planeten in nur 7 Stunden und 39 Minuten in einer sehr geringen Distanz von 6.000 Kilometern. Der deutlich kleinere Begleiter Deimos befindet sich in 23.460 Kilometern Entfernung und benötigt für eine vollständige Umrundung exakt 30,3 Stunden.
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Wie viele Trabanten hat Mars: Phobos vs Deimos

Die Klärung der Frage wie viele trabanten hat mars bietet spannende Einblicke in die Dynamik unseres Sonnensystems. Das Verständnis dieser natürlichen Satelliten schützt vor astronomischen Fehlannahmen über die Nachbarplaneten der Erde. Interessierte lernen hier die Besonderheiten der Umlaufbahnen und die physikalischen Eigenschaften der marsianischen Begleiter kennen.

Wie viele Trabanten hat Mars?

Die Frage nach der Anzahl der natürlichen Begleiter des Roten Planeten lässt sich kurz und bündig beantworten: Der Mars besitzt genau zwei Trabanten.[1] Hier erfahren Sie, wie viele monde hat der mars und was sie so besonders macht. Diese beiden Himmelskörper tragen die Namen Phobos und Deimos, was übersetzt so viel wie Furcht und Panik bedeutet.

Die Antwort auf diese Frage scheint zwar einfach, doch sie hängt stark von der Perspektive ab, wie man diese winzigen Himmelskörper eigentlich betrachtet. Im Vergleich zu unserem Erdbegleiter wirken sie eher wie eingefangene Gesteinsbrocken als wie vollwertige Monde. Aber es gibt eine Besonderheit bei diesen Begleitern, die fast unheimlich wirkt und ihre Existenz in ferner Zukunft bedroht - ich werde im Abschnitt über das Schicksal von Phobos genauer darauf eingehen.

Die Entdeckung von Phobos und Deimos

Lange Zeit glaubte man, der Mars sei ein einsamer Wanderer im All. Erst im August 1877 gelang es dem amerikanischen Astronomen Asaph Hall herauszufinden, wie viele Trabanten hat Mars, indem er die beiden winzigen Lichtpunkte identifizierte. Das Timing war kein Zufall, da sich Mars zu diesem Zeitpunkt in einer besonders günstigen Opposition zur Erde befand.

Selten hat ein Astronom so hartnäckig gesucht wie Hall. Er stand kurz davor, die Suche aufzugeben, da die blendende Helligkeit des Mars die schwachen Monde fast unsichtbar machte. Seine Frau Angelina Stickney ermutigte ihn jedoch, noch eine Nacht länger zu beobachten. In dieser Nacht entdeckte er Deimos und nur sechs Tage später Phobos. Heute trägt der größte Krater auf Phobos zu Ehren seiner Frau den Namen Stickney. Ich finde diese Geschichte faszinierend - ohne die Hartnäckigkeit einer Partnerin wüssten wir vielleicht erst Jahrzehnte später die Namen der Marsmonde.

Phobos: Der größere und dem Untergang geweihte Mond

Phobos ist der innerste der beiden Marsbegleiter und misst etwa 27 mal 22 mal 18 Kilometer. Er gleicht in seiner Form eher einer zerbeulten Kartoffel als einer perfekten Kugel. Seine Umlaufbahn ist jedoch das, was Astronomen wirklich Kopfzerbrechen bereitet.

Phobos ist nur etwa 6.000 Kilometer von der Marsoberfläche entfernt. Das ist so nah, dass er für eine Umrundung des Planeten lediglich 7 Stunden und 39 Minuten [7] benötigt. Damit überholt er den Mars dreimal an einem einzigen Tag. Er ist der einzige Mond im Sonnensystem, der seinen Planeten schneller umkreist, als dieser sich um die eigene Achse dreht. Wenn man auf dem Mars stünde, würde man Phobos im Westen aufgehen und im Osten untergehen sehen - genau umgekehrt zu unserem Mond auf der Erde.

Das Schicksal von Phobos

Hier ist die düstere Realität, die ich anfangs ansprach: Phobos nähert sich seinem Planeten unaufhaltsam an. Jedes Jahrhundert verringert sich sein Abstand zum Mars um etwa 1,8 bis 2 Meter. [5] In etwa 30 bis 50 Millionen Jahren wird er die sogenannte Roche-Grenze erreichen. An diesem Punkt werden die Gezeitenkräfte des Mars so stark, dass sie den locker aufgebauten Mond buchstäblich in Stücke reißen.

Was dann passiert, ist Stoff für Science-Fiction. Die Trümmer von Phobos werden sich wahrscheinlich in einer Scheibe um den Mars anordnen und ihm für einige Millionen Jahre einen Ring geben, ähnlich wie bei Saturn. Ein Teil der Trümmer wird jedoch auch auf die Oberfläche stürzen und gewaltige Einschlagkrater hinterlassen. Ein Ende mit Schrecken. Ich finde den Gedanken traurig, dass wir den Mars in einer Ära beobachten, in der er noch zwei Monde hat, während zukünftige Beobachter vielleicht nur noch einen fernen Begleiter und einen Trümmerring sehen werden.

Deimos: Der winzige, äußere Begleiter

Deimos ist der kleinere der beiden Monde und mit einem durchschnittlichen Durchmesser von nur 12,6 Kilometern [3] ein echtes Leichtgewicht. Er umkreist den Mars in einer deutlich größeren Entfernung von rund 23.460 Kilometern. Aufgrund dieser Distanz benötigt er etwa 30,3 Stunden für einen Umlauf.

Nennen wir es beim Namen: Deimos sieht durch ein Teleskop kaum anders aus als ein gewöhnlicher Stern. Er ist so klein, dass er von der Marsoberfläche aus eher wie ein heller Punkt am Firmament wirkt und keine sichtbare Scheibe wie unser Erdmond bildet. Seine Oberfläche ist zudem viel glatter als die von Phobos, da eine dicke Schicht aus Regolith - feiner Gesteinsstaub - viele seiner Krater ausgefüllt hat.

Rätselhafte Herkunft: Woher kommen die Marsbegleiter?

Die Wissenschaft ist sich bis heute nicht ganz einig, wie der Mars zu seinen Trabanten kam. Es gibt zwei vorherrschende Theorien, die beide ihre Schwachstellen haben.

Theorie 1: Eingefangene Asteroiden

Aufgrund ihrer Form und Zusammensetzung - sie bestehen aus kohlenstoffreichem Gestein - ähneln Phobos und Deimos Mars stark den Asteroiden des Typs C oder D aus dem Asteroidengürtel. Die Theorie besagt, dass die Schwerkraft des Jupiters sie aus ihren Bahnen gelenkt und Mars sie eingefangen hat. Das Problem dabei? Ihre fast perfekt kreisförmigen Bahnen direkt über dem Äquator sind für eingefangene Objekte mathematisch extrem unwahrscheinlich.

Theorie 2: Die Trümmerscheibe

Einige Forscher glauben, dass vor Milliarden von Jahren ein gewaltiger Protoplanet mit dem Mars kollidierte - ähnlich wie bei der Entstehung unseres Mondes. Aus der resultierenden Trümmerscheibe könnten sich dann die beiden kleinen Monde geformt haben. Dies würde die äquatorialen Bahnen erklären, aber nicht die asteroidenähnliche Zusammensetzung. In meiner Zeit als Hobbyastronom habe ich oft darüber nachgedacht: Wie viele Monde hat der Mars eigentlich im Vergleich zu anderen Gesteinsplaneten?

Phobos, Deimos und der Erdmond im Vergleich

Um die Dimensionen der Marsbegleiter besser zu verstehen, hilft ein Blick auf die harten Fakten im Vergleich zu unserem bekannten Mond.

Phobos

  • 7,6 Stunden
  • ca. 22,2 km (Durchschnitt)
  • Nähert sich dem Planeten an
  • 9.377 km

Deimos

  • 30,3 Stunden
  • ca. 12,6 km (Durchschnitt)
  • Entfernt sich sehr langsam
  • 23.460 km

Erdmond

  • 27,3 Tage
  • 3.474 km
  • Perfekte Kugelform
  • 384.400 km
Der Größenunterschied ist gewaltig. Der Erdmond ist fast 150-mal größer als Phobos. Während unser Mond den Himmel dominiert, sind die Marsmonde winzige Begleiter, die eher an fliegende Berge erinnern.
Möchten Sie mehr über die Geheimnisse unseres Sonnensystems erfahren? Dann lesen Sie auch: Wie viele Trabanten hat der Mars?

Der Traum vom eigenen Blick: Michaels Teleskop-Challenge

Michael, ein leidenschaftlicher Hobbyastronom aus München, wollte unbedingt die beiden Marsmonde mit seinem eigenen 20-Zentimeter-Spiegelteleskop sehen. Er wusste, dass sie extrem lichtschwach sind und vom Mars überstrahlt werden, was viele Amateure zur Verzweiflung bringt.

In seiner ersten Nacht versuchte er es direkt, doch Mars war so hell, dass er im Okular nur einen leuchtenden Fleck sah. Er war frustriert - die Monde waren mathematisch da, aber visuell unauffindbar. Er dachte kurz daran, dass sein Teleskop einfach zu schwach sei.

Dann kam ihm der Durchbruch: Er baute sich eine Okularblende (Occulting Bar), um das helle Licht des Planeten abzuschirmen. Er wartete, bis Phobos seine größte Elongation erreichte, also den scheinbar weitesten Abstand zum Mars.

Nach zwei Stunden geduldigen Wartens blitzte ein winziger, schwacher Punkt am Rand der Blende auf. Es war Phobos. Michael beschrieb diesen Moment als einen der emotionalsten seiner Astronomie-Karriere - ein winziges Stück Geschichte, das er mit eigenen Augen eingefangen hatte.

Nützliche Tipps

Zwei winzige Begleiter

Mars hat genau zwei Trabanten, Phobos und Deimos, die beide kleiner als viele irdische Großstädte sind.

Unterschiedliche Umlaufbahnen

Phobos umkreist Mars dreimal am Tag in nur 6.000 km Höhe, während Deimos weiter entfernt und langsamer ist.

Dem Untergang geweiht

Phobos nähert sich dem Mars um 1,8 Meter pro Jahrhundert und wird in 30 bis 50 Millionen Jahren zerstört werden.

Ursprung bleibt rätselhaft

Ob es eingefangene Asteroiden oder Trümmer einer Kollision sind, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.

Weitere Vorschläge

Kann man die Marsmonde von der Erde aus sehen?

Mit bloßem Auge sind sie unsichtbar. Man benötigt ein mittelgroßes Teleskop mit mindestens 20-25 cm Öffnung und sehr gute atmosphärische Bedingungen, um sie als winzige Lichtpunkte neben dem hellen Mars auszumachen.

Warum sind die Marsmonde nicht rund?

Phobos und Deimos haben zu wenig Masse, um eine ausreichende Schwerkraft zu erzeugen, die sie in eine Kugelform pressen könnte. Erst Himmelskörper ab einem Durchmesser von etwa 400-500 Kilometern erreichen das hydrostatische Gleichgewicht für eine Kugelform.

Haben Marsmonde eine Atmosphäre?

Nein, sie besitzen keinerlei Atmosphäre. Da sie so winzig sind, ist ihre Schwerkraft viel zu schwach, um Gase festzuhalten. Phobos hat nur etwa ein Tausendstel der Schwerkraft der Erde.

Anmerkungen

  • [1] En - Der Mars besitzt genau zwei Trabanten.
  • [3] En - Deimos hat einen durchschnittlichen Durchmesser von nur 12,6 Kilometern.
  • [5] Science - Jedes Jahrhundert verringert sich der Abstand von Phobos zum Mars um etwa 1,8 bis 2 Meter.
  • [7] En - Phobos benötigt für eine Umrundung des Planeten lediglich 7 Stunden und 39 Minuten.