Wie viele Menschen sind auf der Erde gestorben?

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Die Frage, wie viele menschen sind auf der erde gestorben, beantworten demografische Modelle mit etwa 101 bis 109 Milliarden Verstorbenen. Seit Entstehung des Homo sapiens vor 300.000 Jahren existierten insgesamt 109 bis 117 Milliarden Menschen. Die heute rund 8 Milliarden Lebenden machen lediglich 6 bis 7% aller jemals Geborenen aus. Auf jede lebende Person kommen somit statistisch 14 Verstorbene.
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Wie viele Menschen sind gestorben? 100+ Mrd. Tote

Die Gesamtzahl der Verstorbenen in der Menschheitsgeschichte zu verstehen, hilft das heutige Bevölkerungswachstum historisch einzuordnen. Wer die Schätzungen kennt, vermeidet Fehlannahmen über das Verhältnis von Lebenden zu Toten. Es ist wichtig, fundierte demografische Daten zu betrachten, um wie viele menschen sind auf der erde gestorben korrekt zu erfassen und Irrtümer über die globale Bevölkerungsentwicklung zu vermeiden.

Wie viele Menschen sind auf der Erde gestorben?

Die Frage nach der Gesamtzahl der Verstorbenen lässt sich nicht mit absoluter Gewissheit, aber durch fundierte demografische Modelle beantworten. Es wird geschätzt, dass seit dem Auftreten des Homo sapiens vor etwa 300.000 Jahren insgesamt zwischen 109 und 117 Milliarden Menschen geboren wurden. [1] Da heute rund 8 Milliarden Menschen leben, bedeutet das im Umkehrschluss: Weit über 100 Milliarden Menschen sind bereits verstorben.

Diese Zahl mag auf den ersten Blick überraschend hoch oder niedrig wirken, je nachdem, wie man das exponentielle Bevölkerungswachstum der letzten zwei Jahrhunderte gewichtet. Tatsächlich machen die heute Lebenden nur etwa 6 bis 7% aller Menschen aus, die jemals existiert haben.[2] Das bedeutet, dass auf jeden lebenden Menschen heute etwa 14 Verstorbene kommen.

Die Berechnung der Toten: Woher kommen die Zahlen?

Um zu schätzen, wieviele menschen haben jemals gelebt, nutzen Demografen Zeitpunkte in der Geschichte als Ankerpunkte. Der Startpunkt wird meist auf 50.000 oder 300.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gesetzt. Da es für 99% der Menschheitsgeschichte keine schriftlichen Aufzeichnungen gab, basiert die Berechnung auf Schätzungen der Lebenserwartung und der Geburtenraten in verschiedenen Epochen. In der Steinzeit war die Kindersterblichkeit extrem hoch - oft starben 40 bis 50% der Kinder vor Erreichen des Erwachsenenalters.

Betrachtet man die historische Entwicklung, wird schnell deutlich, dass das eigentliche Gewicht der Menschheit in der Vorgeschichte liegt. Es wird leicht unterschätzt, wie viele Generationen über Jahrtausende hinweg kamen und gingen, oft ohne nennenswerte Spuren zu hinterlassen. Die heutige Weltbevölkerung stellt nur einen winzigen Bruchteil einer riesigen Ahnenkette dar.

Wachstum und Sterblichkeit im Zeitverlauf

Die Geschwindigkeit, mit der Menschen geboren wurden und starben, hat sich radikal verändert. Bis zum Jahr 1 nach Christus lebten schätzungsweise nur etwa 300 Millionen Menschen weltweit.[4] Es dauerte fast die gesamte Menschheitsgeschichte, bis die Weltbevölkerung im Jahr 1804 die erste Milliarde erreichte. Heute wächst die Zahl der Verstorbenen langsamer als die der Geborenen, doch die jährliche Sterberate ist aufgrund der alternden Weltbevölkerung wieder im Anstieg begriffen.

Aktuell sterben weltweit etwa 63 Millionen Menschen pro Jahr.[3] Das entspricht etwa 178.000 Todesfällen pro Tag oder etwa zwei Todesfällen in jeder Sekunde. Diese Zahlen zeigen, wie dynamisch die Demografie unserer Spezies geworden ist. Während wir früher Jahrtausende für ein signifikantes Wachstum brauchten, verändern wir die statistik verstorbene menschen welt heute in Jahrzehnten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass das Alter und die Umstände, unter denen Menschen heute sterben, diese Statistik stärker prägen als in der Vergangenheit.

Sind wir heute mehr als die Toten? Ein weit verbreiteter Mythos

In den 1970er Jahren kursierte die Behauptung, dass 75% aller Menschen, die je gelebt haben, heute am Leben seien. Das ist jedoch ein Mythos. Er entstand durch das extrem schnelle Wachstum der Weltbevölkerung im 20. Jahrhundert, hält aber einer genaueren Überprüfung nicht stand. Um diese Behauptung wahr zu machen, müssten entweder die Geburtenraten in der Vergangenheit viel niedriger oder die Menschheitsgeschichte viel kürzer gewesen sein.

Tatsächlich ist das verhältnis lebende zu toten menschen stabil bei etwa 14 zu 1. Selbst wenn die Weltbevölkerung auf 10 oder 11 Milliarden ansteigt, werden die Verstorbenen immer noch in der überwältigenden Mehrheit bleiben. Solche Mythen entstehen oft, weil es schwerfällt, die schiere Dauer der menschlichen Existenz – Hunderte von Generationen vor der industriellen Revolution – gegen das explosive Bevölkerungswachstum der Moderne abzuwägen.

Angesichts dieser globalen Zahlen fragen Sie sich vielleicht: Wie hoch ist die Sterberate in Deutschland?

Vergleich der Epochen: Geburten und Tode

Die Verteilung der Menschen, die jemals gelebt haben, ist über die Zeiträume sehr ungleichmäßig verteilt. Hier sehen Sie, wie sich die Verhältnisse verschoben haben.

Frühe Menschheit (Vorgeschichte)

  • Durchschnittlich 10 bis 12 Jahre aufgrund extremer Kindersterblichkeit
  • Stellt den größten Teil der historischen Geburten dar (über 80 Mrd.)
  • Sehr gering; kleine Gruppen von Jägern und Sammlern

Moderne Ära (nach 1900)

  • Anstieg auf global über 72 Jahre bis 2026
  • Relativ geringer Anteil, da die meisten Menschen dieser Ära noch leben
  • Massives Wachstum von 1,6 Mrd. auf 8 Mrd. Menschen
Obwohl die Moderne durch eine enorme Anzahl an gleichzeitig Lebenden besticht, dominiert die Vorgeschichte die Gesamtzahl der jemals Verstorbenen. Der Hauptfaktor ist die Zeitspanne von mehreren hunderttausend Jahren im Vergleich zu den nur etwa 120 Jahren der Moderne.

Die Suche nach den Ahnen: Ein genealogisches Experiment

Thomas, ein Informatiker aus München, versuchte seinen Stammbaum so weit wie möglich zurückzuverfolgen. Er wollte begreifen, wie viele Vorfahren nötig waren, damit er heute existiert. Nach sechs Monaten intensiver Recherche stieß er jedoch an eine digitale Mauer im 17. Jahrhundert.

Er stellte fest, dass Kirchenbücher oft lückenhaft waren oder durch Kriege zerstört wurden. Seine Frustration wuchs, als er realisierte, dass 90% seiner direkten Ahnenkette namenlos bleiben würden. Er fühlte sich wie ein kleiner Punkt am Ende eines riesigen, unsichtbaren Fächers.

Der Durchbruch kam, als er aufhörte, nach Namen zu suchen, und anfing, mit Wahrscheinlichkeiten zu rechnen. Er begriff, dass er mathematisch gesehen von fast jedem Europäer abstammt, der vor 1.000 Jahren lebte und überlebende Nachkommen hatte.

Diese Erkenntnis veränderte seine Sichtweise radikal: Er war nicht mehr nur Thomas, sondern das Ergebnis von zehntausenden erfolgreichen Überlebenskämpfen. Sein Projekt endete mit der Akzeptanz, dass die Anonymität der 100 Milliarden Verstorbenen keine Leere ist, sondern das Fundament seiner eigenen Existenz.

Fragensammlung

Werden Fehlgeburten in dieser Statistik mitgezählt?

In den gängigen demografischen Modellen, wie denen des Population Reference Bureau, werden üblicherweise nur Lebendgeburten gezählt. Fehlgeburten oder Totgeburten sind in den Schätzungen von 109 bis 117 Milliarden Menschen also nicht enthalten.

Wie viele Menschen sterben pro Sekunde?

Statistisch gesehen sterben weltweit etwa zwei Menschen pro Sekunde. Gleichzeitig werden jedoch etwa vier bis fünf Kinder geboren, was dazu führt, dass die Weltbevölkerung trotz der hohen Zahl an Todesfällen weiterhin wächst.

Könnten wir jemals mehr Lebende als Tote haben?

Das ist extrem unwahrscheinlich. Da jeder lebende Mensch irgendwann stirbt, erhöht er die Zahl der Toten. Damit die Zahl der Lebenden die der Toten einholt, müsste die Bevölkerung in einem Tempo wachsen, das die Ressourcen der Erde bei weitem übersteigt.

Die wichtigsten Punkte

Die Toten überwiegen bei weitem

Auf jeden lebenden Menschen kommen statistisch gesehen etwa 14 Verstorbene. Insgesamt sind über 100 Milliarden Menschen bereits gegangen.

Hohe Kindersterblichkeit prägte die Geschichte

In der Vergangenheit erreichte fast die Hälfte der geborenen Menschen nie das Erwachsenenalter, was die Gesamtzahl der Geborenen massiv in die Höhe trieb.

Die Weltbevölkerung ist ein junges Phänomen

Mehr als 50% des gesamten Bevölkerungswachstums der Menschheit fand in den letzten 200 Jahren statt, was das Verhältnis zwischen Lebenden und Toten kurzzeitig verzerrt hat.

Informationsquellen

  • [1] Prb - Es wird geschätzt, dass seit dem Auftreten des Homo sapiens vor etwa 300.000 Jahren insgesamt zwischen 109 und 117 Milliarden Menschen geboren wurden.
  • [2] Prb - Tatsächlich machen die heute Lebenden nur etwa 6 bis 7% aller Menschen aus, die jemals existiert haben.
  • [3] Ourworldindata - Aktuell sterben weltweit etwa 65 Millionen Menschen pro Jahr.
  • [4] En - Bis zum Jahr 1 nach Christus lebten schätzungsweise nur etwa 300 Millionen Menschen weltweit.