Wie viele Lichtjahre ist der nächste bewohnbare Planet entfernt?
Wie weit ist bewohnbarer Planet entfernt?
Wie weit ist der nächste bewohnbare Planet entfernt? Der Exoplanet Proxima Centauri b ist 4,2 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er befindet sich in der habitablen Zone seines Sterns.
Das war im Spätsommer 2016. Ich saß in Berlin im Friedrichshain auf so ner Bank, scrollte durch die Nachrichten und da stand es.
4,2 Lichtjahre. Diese Zahl, die hat sich in meinen Kopf gebrannt. Das ist ja nicht wie nach Hamburg fahren. Das ist eine Entfernung, die man gar nicht fassen kann, so unendlich weit. Eine ganze Welt, vielleicht mit Wasser, nur einen kosmischen Katzensprung entfernt und doch unerreichbar.
Und die haben den Planeten nicht mal direkt gesehen. Nur am leichten Wackeln seines Sterns erkannt. Das fand ich fast noch krasser als die Entdeckung selbst.
Ein paar Wochen später, es war der 15. September, war ich im Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg. Die Show kostete 9 Euro. Ich starrte in diese künstliche Kuppel und dachte nur an dieses kleine Pünktchen, Proxima b, das da irgendwo da draußen ist.
Diese Nähe ist eine Illusion. Und trotzdem, der Gedanke tröstet.
Wie weit entfernt ist der nächste bewohnbare Planet?
Der nächste potenzielle Kandidat für einen galaktischen Urlaub, der Mini-Neptun K2-18b, hockt gemütliche 124 Lichtjahre entfernt. Das ist quasi ein Katzensprung, wenn man mit Warp-Geschwindigkeit rechnet und keine Blase hat. Dieser Exoplanet könnte ein echtes Schnäppchen für zukünftige interstellare Immobilienhaie sein.
Wissenschaftler, die ja bekanntlich immer für eine poetische Wortschöpfung gut sind, haben diese neue Planetenklasse als hyzeanisch getauft. Das ist eine Mischung aus "Hydrogen" für Wasserstoff und "Ozeanisch". Stell dir vor, ein Planet, der sich in eine dicke Wasserstoffdecke kuschelt, unter der sich ein ganzer Ozean aus flüssigem Wasser versteckt – das ideale Setting für ein kosmisches Tauchabenteuer.
Die Vorstellung von "bewohnbar" ist hier nicht ganz so, als würde man einen Gartenzwerg aufstellen können. Vielmehr deutet es darauf hin, dass unter diesem massiven Druck und in der speziellen chemischen Umgebung Leben in mikrobieller Form gedeihen könnte. Das ist, als würde man behaupten, eine Sauna sei bewohnbar, wenn man nur eine bestimmte Spezies von Hitze liebenden Bakterien ist.
Dort soll sich eine Atmosphäre tummeln, die so dicht ist, dass man sie wohl mit dem Buttermesser schneiden könnte, und randvoll mit Wasserstoff. Darunter ein brodelnder Ozean, tiefer als die meisten Eheprobleme. Perfekt für Lebensformen, die auf Sauerstoff pfeifen und stattdessen eine H2-Kur bevorzugen.
Wichtige Fakten für angehende Weltraumpiloten:
- K2-18b: Ein Mini-Neptun, der uns mit seinen potenziellen Ozeanen lockt.
- 124 Lichtjahre: Eine Distanz, für die man besser eine gute Playlist dabeihat.
- Hyzeanisch: Die offizielle Bezeichnung für diese neue Sorte von Planeten, die aus Wasserstoff und Wasser bestehen könnten.
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