Wie heißt der Stern, der immer leuchtet?

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Bei der Frage, wie heißt der stern der immer leuchtet, ist Sirius mit einer scheinbaren Helligkeit von -1,46 mag der hellste Fixstern am Nachthimmel. Dieser 8,6 Lichtjahre entfernte Stern strahlt fast 24-mal intensiver als der Polarstern mit nur 1,97 mag. Planeten wie die Venus erreichen zwar Helligkeiten von bis zu -4,6 mag, sind jedoch ruhige Objekte und keine funkelnden Sterne.
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Wie heißt der stern der immer leuchtet? Sirius

Viele Anfänger der Astronomie fragen sich, wie heißt der stern der immer leuchtet, und verwechseln dabei echte Fixsterne mit Planeten. Die exakte Unterscheidung dieser Himmelskörper bewahrt Beobachter vor häufigen Fehlern. Ein entscheidendes Merkmal zur Bestimmung ist das charakteristische Funkeln des Lichts am Nachthimmel.

Sirius: Der hellste Fixstern an unserem Nachthimmel

Wenn Sie sich fragen, wie heißt der stern der immer leuchtet, lautet die Antwort Sirius. Er befindet sich im Sternbild Großer Hund und ist aufgrund seiner enormen Strahlkraft und relativen Nähe zur Erde kaum zu übersehen. Die Frage nach dem Stern, der immer leuchtet, ist dabei oft von dem Wunsch geprägt, einen festen Orientierungspunkt am Firmament zu finden.

Sirius ist mit einer scheinbaren Helligkeit von -1,46 mag der hellster Fixstern am Himmel. Das ist ein beeindruckender Wert, wenn man bedenkt, dass er etwa 25-mal heller strahlt als unsere eigene Sonne. Er liegt lediglich 8,6 Lichtjahre von uns entfernt [3], was ihn zu einem unserer nächsten Nachbarn im Weltall macht. Viele Menschen verwechseln ihn jedoch mit Planeten oder dem Polarstern. Einen Fehler machen dabei fast alle Anfänger bei der Beobachtung - ich erkläre diesen Stolperstein später im Abschnitt über die Planeten.

Warum wir oft den Polarstern mit dem hellsten Stern verwechseln

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu fragen: Ist der Polarstern der hellste Stern am Himmel? In Wahrheit verdankt er seinen Ruhm nicht seiner Leuchtkraft, sondern seiner Position fast exakt über dem Nordpol der Erde. Während sich alle anderen Sterne im Laufe der Nacht scheinbar um ihn drehen, bleibt er an Ort und Stelle. Das macht ihn zum perfekten Wegweiser, aber optisch ist er eher unauffällig.

Der Polarstern erreicht lediglich eine scheinbare Helligkeit von etwa 1,97 mag. [4] Im direkten Vergleich leuchtet Sirius also fast 24-mal heller als Polaris. Ich habe früher selbst ewig nach dem Polarstern gesucht und war enttäuscht, wie schwach er eigentlich funkelt. Er ist nur der 48-hellste Stern am Himmel. Wer nach dem strahlendsten Objekt sucht, wird bei Sirius fündig, nicht im Norden. Die Faszination für Sirius liegt in seinem blau-weißen Licht, das oft in allen Regenbogenfarben zu flackern scheint.

Den Hundsstern Sirius am Nachthimmel finden

In Mitteleuropa ist Sirius vor allem ein Wintergestirn. Er ist von Spätherbst bis zum Frühjahr sichtbar und dominiert dann die südliche Hemisphäre. Um ihn zu finden, gibt es einen simplen Trick. Suchen Sie zuerst das markante Sternbild Orion, das wie ein großes X am Himmel aussieht. In der Mitte finden Sie die drei eng beieinander liegenden Gürtelsterne. Ziehen Sie eine gedachte Linie durch diese drei Sterne nach links unten. Diese Linie führt Sie direkt zu Sirius.

Der Stern steht oft recht tief über dem Horizont. Das führt dazu, dass sein Licht einen langen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen muss. Dabei wird das Licht gebrochen, was das typische, starke Funkeln verursacht. Technisch nennt man das Szintillation. Für den Beobachter sieht es aus, als würde der Stern nervös blinken. Ein herber Irrtum wäre es, zu glauben, der Stern bewege sich selbst. Es ist lediglich unsere Luft, die ihn so tanzen lässt.

Sterne vs. Planeten: Wenn die Venus Sirius die Show stiehlt

Hier ist die Auflösung des Fehlers, den ich eingangs erwähnt habe: Oft halten wir ein extrem helles Objekt für Sirius, obwohl es gar kein Stern ist. Planeten wie die Venus oder der Jupiter leuchten oft deutlich intensiver als jeder Fixstern. Die Venus kann eine Helligkeit von bis zu -4,6 mag erreichen. [5] Damit ist sie fast 15-mal heller als Sirius. Der entscheidende Unterschied ist das Licht: Sterne funkeln, Planeten leuchten meist ruhig und stetig. Wenn Sie also ein helles Licht sehen, das gar nicht flackert, haben Sie wahrscheinlich einen Planeten im Visier.

In meiner Zeit als Hobby-Astronom habe ich unzählige Nächte mit kalten Fingern am Teleskop verbracht und mich anfangs oft von Jupiter täuschen lassen. Man starrt gebannt auf das Licht und wundert sich, warum die Orientierung nicht passt. Es dauerte Monate, bis ich lernte, das ruhige Leuchten eines Planeten vom nervösen Funkeln eines fernen Sterns zu unterscheiden. Sirius bleibt der König der Fixsterne, aber im Sonnensystem gibt es hellere Gäste.

Vergleich der hellsten Himmelskörper

Nicht alles, was nachts am Himmel strahlt, ist ein Stern. Hier sehen Sie die Unterschiede in der Leuchtkraft und Funktion auf einen Blick.

Sirius (Fixstern)

Starkes blau-weißes Funkeln durch Szintillation

-1,46 mag (Hellster Fixstern)

Wandert im Laufe der Nacht über den Südhimmel

Polarstern (Fixstern)

Steht fast exakt über dem Himmelsnordpol

1,97 mag (Eher unauffällig)

Bleibt als einziger Stern scheinbar unbeweglich

Venus (Planet)

Ruhiges, stetiges Licht ohne Funkeln

Bis zu -4,6 mag (Extrem hell)

Nur morgens oder abends in Horizontnähe sichtbar

Sirius ist der hellste echte Stern, während der Polarstern nur durch seine feste Position besticht. Wer ein extrem helles, ruhiges Licht sieht, blickt meist auf den Planeten Venus.

Lukas und die Suche nach dem Nordstern in Hamburg

Lukas, ein Student aus Hamburg, wollte seiner Freundin bei einem nächtlichen Alster-Spaziergang den Polarstern zeigen. Er suchte nach dem hellsten Punkt am wolkenfreien Himmel und deutete auf ein strahlendes Objekt im Südwesten.

Er war überzeugt, den Polarstern gefunden zu haben, wunderte sich aber, warum dieser so extrem hell flackerte. Seine Freundin nutzte eine App und stellte fest: Er zeigte direkt auf Sirius im Sternbild Großer Hund.

Lukas erkannte, dass er Helligkeit mit Bedeutung verwechselt hatte. Er lernte an diesem Abend, dass der echte Polarstern viel schwächer leuchtet und man ihn nur findet, wenn man das Sternbild Großer Wagen als Hilfe nutzt.

Nach 30 Minuten Orientierung fanden sie beide Sterne. Lukas berichtete später, dass Sirius zwar schöner anzusehen war, der Polarstern ihnen aber die korrekte Richtung nach Norden wies - eine Lektion in Himmelskunde, die er nicht mehr vergaß.

Für eine bessere Orientierung am Nachthimmel erfahren Sie hier mehr: Welcher Stern ist immer sichtbar?.

Kernbotschaft

Sirius ist die Nummer eins

Mit -1,46 mag ist er der hellste Fixstern. Er leuchtet 25-mal stärker als unsere Sonne.

Polarstern ist kein Helligkeitswunder

Er dient zur Orientierung, ist aber mit 1,97 mag nur durchschnittlich hell.

Achten Sie auf das Funkeln

Sterne wie Sirius flackern nervös, während Planeten wie Venus ein ruhiges Licht abgeben.

Orion als Wegweiser nutzen

Folgen Sie der Linie der Gürtelsterne nach links unten, um Sirius sicher zu identifizieren.

Empfohlene Lektüre

Ist Sirius der hellste Stern im ganzen Universum?

Nein, Sirius ist nur der hellste Stern, den wir von der Erde aus sehen können. Es gibt Sterne, die Millionen Mal leuchtstärker sind, aber aufgrund ihrer riesigen Entfernung von uns nur als schwache Punkte erscheinen.

Warum flackert Sirius in verschiedenen Farben?

Das liegt an der Erdatmosphäre. Da Sirius oft tief steht, muss sein Licht durch dichte Luftschichten. Diese brechen das Licht wie ein Prisma in Regenbogenfarben auf, was besonders bei unruhiger Luft auffällt.

Kann man Sirius auch im Sommer sehen?

In Mitteleuropa ist Sirius ein klassisches Wintergestirn. Im Sommer steht er zusammen mit der Sonne am Taghimmel und wird von deren Licht überstrahlt, weshalb er nachts nicht sichtbar ist.

Anmerkungen

  • [3] En - Er liegt lediglich 8,6 Lichtjahre von uns entfernt.
  • [4] En - Der Polarstern erreicht lediglich eine scheinbare Helligkeit von etwa 1,97 mag.
  • [5] En - Die Venus kann eine Helligkeit von bis zu -4,6 mag erreichen.