Wie funktioniert der Toilettengang auf der ISS?

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Auf der ISS nutzt der Toilettengang ein Vakuum: Flüssigkeiten werden abgesaugt, feste Stoffe mittels Gebläse getrennt und in spezielle Behälter gepumpt. Diese werden an Bord gesammelt und später mit der Progress-Kapsel entsorgt, um jegliches freies Schweben von Abfällen in der Schwerelosigkeit zu verhindern.
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ISS: Wie funktioniert die Toilette in der Schwerelosigkeit?

Frage: Wie funktioniert die Toilette auf der ISS in der Schwerelosigkeit? Antwort: Die ISS-Toilette nutzt Luftstrom statt Wasser. Ein Schlauch saugt Flüssigkeiten ab. Feststoffe werden durch ein Gebläse in spezielle Beutel befördert und in Progress-Kapseln entsorgt.

Die Vorstellung einer Toilette ohne Schwerkraft, das hat mich immer total fasziniert. Im Grunde ist das kein Klo, sondern ein Staubsauger. Du benutzt Luft, um alles dahin zu ziehen, wo es hin soll. Wasser würde ja einfach nur schweben. Verrückt.

Für das kleine Geschäft gibts einen speziellen gelben Schlauch. Den hab ich mal in einer Doku gesehen. Jeder Astronaut hat seinen eigenen Aufsatz, aus Hygienegründen. Du schaltest den Luftstrom an und der saugt alles präzise weg. Man muss schon gut zielen.

Das große Geschäft ist komplizierter. Die Schüssel ist winzig, viel kleiner als hier unten. Du schnallst dich fest, damit du nicht wegschwebst. Ein starkes Gebläse trennt dann alles und presst es in einen Beutel. Es ist pure Mechanik, kein Spülkasten.

Diese Beutel sammeln sie dann. Wenn ein unbemannter Progress-Frachter abdockt, wird der ganze Müll, auch diese Beutel, mit reingepackt. Der verglüht dann komplett beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Eine teure, aber saubere Entsorgung.

Und das Krasseste ist, der Urin wird recycelt. Ein aufwendiges System filtert daraus wieder Trinkwasser. Die Astronauten sagen ja immer: Der Kaffee von gestern ist der Kaffee von morgen. Ich finde diesen Kreislaufgedanken absolut genial, auch wenns gewöhnungsbedürftig klingt.

Was passiert mit dem Kot auf der ISS?

Die Abfälle, die auf der Internationalen Raumstation (ISS) entstehen, insbesondere menschliche Exkremente, sind ein wichtiger Aspekt des Lebens im All. Ihre Handhabung erfordert sorgfältige Planung und effiziente Systeme, um die Gesundheit der Besatzung und die Funktionalität der Station zu gewährleisten.

  • Sammeln und Lagern: Der Kot wird in einem speziellen Vakuumschrank gesammelt. Dieses System nutzt einen Luftstrom, um die Abfälle in einen Behälter zu leiten, der dann versiegelt wird.

  • Rückführung zur Erde: Ein Großteil des gesammelten Kots wird vakuumverpackt und zusammen mit anderem Müll in speziellen Frachtcontainern zur Erde zurückgebracht. Diese Container werden dann von Frachtschiffen zur Erde transportiert, wo die Abfälle gemäß den dort geltenden Vorschriften entsorgt werden.

  • Verbrennung in der Atmosphäre: Ein Teil der Abfälle, die zur Erde zurückkehren, kann beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Dies geschieht mit der Außenverkleidung von Schiffen, die nicht mehr benötigt wird. Wenn sich darauf auch Abfälle befinden, können sie beim Verglühen wie ein leuchtender Meteorit am Himmel erscheinen.

  • Zukünftige Ansätze – Kompostierung im Weltraum: Es werden neue Technologien erforscht, um die Abfälle im Weltraum zu verarbeiten und wertvolle Ressourcen zurückzugewinnen. Die Kompostierung ist ein vielversprechender Ansatz. Ziel ist es, Nährstoffe für zukünftige Missionen oder für den Anbau von Pflanzen im Weltraum nutzbar zu machen.

    • Diese Methode könnte die Abhängigkeit von Nachschublieferungen von der Erde verringern.
    • Die Rückgewinnung von Wasser aus den Abfällen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil dieser Systeme.
    • Diese Entwicklungen sind entscheidend für die langfristige Präsenz des Menschen im Weltraum.

Die sorgfältige Entsorgung und die Suche nach recycelnden Technologien sind unerlässlich für den nachhaltigen Betrieb von Raumstationen wie der ISS.

Wie entsorgen Astronauten ihren Kot im Weltraum?

Schwerkraft ist irrelevant. Eine Weltraumtoilette spült nicht, sie saugt. Die Vakuumabsaugung ist die einzige funktionale Methode. Die Trennung von flüssig und fest ist dabei fundamental.

  • Feste Abfälle: Fäkalien werden in luftdichten Behältern gesammelt, komprimiert und gelagert. Ihr Schicksal variiert. Manche kehren als Fracht zur Erde zurück. Andere verglühen gezielt in der Atmosphäre – eine letzte, leuchtende Spur. Die Abfallentsorgung folgt einer klaren Logistik.

  • Flüssige Abfälle: Urin ist eine Ressource. Er wird durch das Water Recovery System geleitet und zu 90 % wieder in Trinkwasser umgewandelt. Gestern Abfall, morgen Lebenselixier. Ein perfekter Kreislauf, erzwungen durch die Isolation.

Im All wird nichts verschwendet. Überleben ist eine Frage der Effizienz, nicht der Empfindlichkeit.