Wann steht die Sonne senkrecht zur Erde?
Wann steht die Sonne senkrecht zur Erde? Termine im Jahr
Wann steht die Sonne senkrecht zur Erde ist eine faszinierende astronomische Frage, deren genaue Kenntnis für das Verständnis globaler Klimazonen unerlässlich ist. Wer diese kosmischen Zusammenhänge richtig deutet, begreift die Entstehung von Jahreszeiten und vermeidet gängige geografische Missverständnisse. Erfahren Sie im Folgenden die exakten Daten dazu.
Wann steht die Sonne senkrecht zur Erde?
Der Zeitpunkt, an dem die Sonne senkrecht zur Erde steht, kann je nach geografischem Standort auf der Welt variieren und ist stark an den Rhythmus unserer Jahreszeiten gekoppelt. Grundsätzlich steht die sonne senkrecht über wendekreis datum am 21. Juni am nördlichen Wendekreis sowie am 21. Dezember am südlichen Wendekreis im Zenit. In den Regionen direkt am Äquator geschieht dieses Phänomen exakt zweimal pro Jahr, jeweils zu den Zeitpunkten der Tagundnachtgleichen im März und September.
Als ich im Geografieunterricht das erste Mal von der scheinbaren Wanderung der Sonne hörte, dachte ich wie viele andere auch, die Sonne müsste doch eigentlich überall auf der Welt einmal im Jahr senkrecht am Himmel stehen. Aber das ist ein Trugschluss. Die physikalischen Gegebenheiten unserer Erde setzen diesem Himmelsereignis ganz klare Grenzen, die wir in Mitteleuropa niemals live im eigenen Garten erleben können.
Der exakte Verlauf des Zenitstandes im Jahreskreis
Die Sonne erreicht im Laufe eines Jahres nur in den tropischen Zonen einen Einfallswinkel von exakt 90 Grad. Durch die Neigung der Erdachse verschiebt sich dieser subsolare Punkt kontinuierlich zwischen zwei Extrempunkten hin und her.
In der Praxis wandert die Sonne nach folgendem zeitlichen Zyklus durch den Zenit:
März-Äquinoktium (ca. 20. März): Die Sonne steht genau senkrecht über dem Äquator und leitet den astronomischen Frühling ein. Nördliche Sonnenwende (ca. 21. Juni): Der nördlichste Punkt auf der Erde wird erreicht. Die sonne 90 grad winkel erde datum steht senkrecht über dem nördlichen Wendekreis. September-Äquinoktium (ca. 23. September): Auf ihrem Weg nach Süden überquert die Sonne den Äquator ein zweites Mal senkrecht. Südliche Sonnenwende (ca. 21. Dezember): Der Wendekreis des Steinbocks markiert das südliche Ende der Reise.
Überall außerhalb dieses exakt definierten Tropengürtels - also auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz - klettert die Sonne zu keinem Zeitpunkt im Jahr auf die vollen 90 Grad am Mittagshimmel. Ein kleiner Schatten bleibt in unseren Breitengraden am Mittag also immer sichtbar.
Das Phänomen des fehlenden Schattens in den Tropen
Wenn die sonne wann steht die sonne im zenit mittags exakt senkrecht am Himmel steht, geschieht etwas optisch Verwirrendes: Senkrechte Objekte wie Ampelmasten, Schilder oder stehende Flaschen werfen für einen kurzen Moment überhaupt keinen sichtbaren Schatten auf den Boden. Der Schatten verschwindet nicht wirklich im Nichts, sondern er zieht sich direkt unter das jeweilige objekt zurück. In manchen Teilen der Erde wird dieses Ereignis als ein lokales Highlight gefeiert, das an verfälschte Computergrafiken erinnert.
Um diesen Effekt optimal zu beobachten, muss man sich zur richtigen Minute am richtigen Ort befinden. Schon eine winzige Schräglage eines Gegenstandes kann den optischen Eindruck eines völlig schattenlosen Augenblicks zerstören, da sofort ein kleiner Schattenkeil zur Seite ausbricht.
Zenitstand nach geografischen Regionen
Je nachdem, auf welchem Breitengrad Sie sich befinden, verändert sich die Häufigkeit und das exakte Kalenderdatum des senkrechten Sonnenstandes dramatisch.Der Äquator (0 Grad Breite)
- Um den 20. März und um den 23. September
- Globale Tagundnachtgleiche mit gleicher Tages- und Nachtlänge
- Zweimal pro Kalenderjahr im Zenit
Die Wendekreise (23,5 Grad Nord/Süd)
- 21. Juni (nördlich) oder 21. Dezember (südlich)
- Sommer- bzw. Wintersonnenwende mit extremen Tageslängen
- Nur ein einziges Mal pro Kalenderjahr
Die Tropenzone (Zwischen den Wendekreisen)
- Abhängig von der exakten Nähe zum Äquator
- Das subsolare Zentrum wandert kontinuierlich hin und her
- Exakt zweimal pro Jahr an wechselnden Tagen
Für Regionen außerhalb der Wendekreise bleibt die Sonne das gesamte Jahr über in einem Winkel unter 90 Grad geneigt. Je näher man jedoch an den Äquator herankommt, desto regelmäßiger wandert die Sonne über den absoluten Zenit.Die Entdeckung des schattenlosen Mittags
Michael, ein reisebegeisterter Fotograf aus München, plante im Juli eine Fototour durch Hawaii, um die dortigen Vulkanlandschaften bei hellem Mittagslicht einzufangen. Er hatte in Blogs flüchtig über ein schattenloses Phänomen gelesen, schenkte dem Ganzen vorab jedoch wenig Beachtung.
An seinem ersten Tag in Honolulu stellte er sich pünktlich um kurz vor halb eins neben eine Reihe von Absperrpfosten, um ein Testbild zu schießen. Er war frustriert, weil seine Kameraoptik seltsame Kontraste lieferte und die Objekte wie schlecht in den Asphalt retuschiert wirkten.
Anstatt die Tour genervt abzubrechen, realisierte er plötzlich das Datum. Es war Mitte Juli, die Zeit des sogenannten Lahaina Noon, bei dem die Sonne in dieser tropischen Region genau im 90-Grad-Winkel steht.
Die Pfosten warfen für wenige Minuten absolut keinen seitlichen Schatten auf den Betonboden. Dieses surreale Bild wurde zum erfolgreichsten Motiv seiner gesamten Galerie und lehrte ihn, den lokalen Sonnenstand bei der Reiseplanung künftig exakt einzukalkulieren.
Nächste Schritte
Zenitgrenzen verstehenEin senkrechter Sonnenstand von exakt 90 Grad existiert ausschließlich in den Tropen zwischen den beiden Wendekreisen.
Fixe Termine merkenAn den äußeren Wendekreisen steht die Sonne nur einmal im Jahr am Tag der jeweiligen Sonnenwende senkrecht.
Schatteneffekt nutzenBeim echten Zenitstand zieht sich der Schatten vollständig unter das Objekt zurück und erzeugt eine schattenlose Kulisse.
Schnelle Zusammenfassung
Kann die Sonne in Deutschland jemals senkrecht stehen?
Nein, das ist physikalisch unmöglich. Da Deutschland weit nördlich des Wendekreises liegt, erreicht die Sonne selbst am längsten Tag des Jahres im Juni in Süddeutschland nur einen maximalen Höchststand von etwa 65 bis 66 Grad am Mittagshimmel.
Was versteht man unter dem Begriff Lahaina Noon?
Das ist die traditionelle Bezeichnung auf Hawaii für den exakten Tag, an dem die Sonne den Zenit kreuzt. Übersetzt bedeutet es in etwa grausamen Sonne, da zu dieser Zeit kein einziger schattenspendender Baum Schutz vor der vertikalen Strahlung bietet.
Warum verschiebt sich dieser vertikale Punkt im Jahr?
Der Grund liegt in der Neigung unserer Erdachse um rund 23,5 Grad. Während der Umrundung der Sonne kippt die Erde quasi abwechselnd mit der Nord- und Südhalbkugel zum Licht, wodurch der senkrechte Einfallspunkt wandert.
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