In welche Richtung weht ein Südwind?

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Ein reiner Südwind weht aus südlicher Richtung nach Norden und entspricht im Azimut exakt 180 Grad auf dem Kompass. Für Profis und Hobbymeteorologen wird die Windrichtung in Grad angegeben, dem sogenannten Azimut. Abweichungen von nur 5 bis 10 Grad erfordern sogar schon große Kurskorrekturen in der Luftfahrt und Schifffahrt.
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In welche Richtung weht ein Südwind? 180 Grad

Ein Südwind weht aus dem Süden in Richtung Norden. Die genaue Kenntnis der in welche richtung weht ein südwind ist für Piloten und Kapitäne überlebenswichtig, da bereits geringe Abweichungen von der Südrichtung (180 Grad Azimut) um 5 bis 10 Grad zu großen Kurskorrekturen zwingen.

Die goldene Regel: Woher kommt der Südwind?

Ein Südwind weht immer aus Richtung Süden nach Norden. In der Meteorologie ist die Bezeichnung des Windes untrennbar mit seiner Herkunft verbunden - ein Prinzip, das oft für Verwirrung sorgt, wenn man an Meeresströmungen oder Fahrtrichtungen denkt. Wenn Sie also im Wetterbericht von in welche richtung weht ein südwind hören, bedeutet das, dass die Luftmassen im Süden gestartet sind und sich in Richtung Norden bewegen.

Diese Logik zieht sich durch alle Windbezeichnungen. Ein Ostwind kommt aus dem Osten, ein Nordwind aus dem Norden. Interessanterweise geben viele Menschen bei spontanen Umfragen zunächst die falsche Richtung an,[1] weil sie die windrichtung einfach erklärt als Zielrichtung interpretieren.

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Segelstunden - ich dachte ständig, ein Westwind würde mich nach Westen bringen. Das Ergebnis? Ich landete fast am völlig falschen Ufer, bevor mir mein Lehrer den Kopf wusch. Wind ist eben wie ein alter Freund: Er wird nach dem Ort benannt, von dem er zu Besuch kommt, nicht nach dem Ort, an den er geht.

Südwind in Grad und auf der Wetterkarte

Für Profis und Hobbymeteorologen wird die Windrichtung oft in Grad angegeben, dem sogenannten Azimut. Ein reiner windrichtung grad südwind entspricht dabei exakt 180 Grad auf dem Kompass.[2] Diese präzise Messung ist entscheidend für die Luftfahrt und Schifffahrt, wo Abweichungen von nur 5 bis 10 Grad bereits große Kurskorrekturen erfordern können.

Auf Wetterkarten erkennen Sie die Windrichtung an den Windpfeilen oder kleinen Fähnchen. Aber Vorsicht - und das ist ein Punkt, den viele übersehen: Der Pfeil fliegt mit dem Wind. Das bedeutet, die Spitze des Pfeils zeigt dorthin, weht südwind nach norden, während das Ende mit den kleinen Strichen (den Windfedern) dort liegt, wo der Wind herkommt (im Süden).

Man kann sich das wie einen echten Pfeil vorstellen, den man abschießt. Er fliegt weg von der Quelle hin zum Ziel. Wer das einmal verstanden hat, liest jede Wetterkarte im Schlaf. Aber es gibt da noch eine Sache mit den Meeresströmungen, die alles wieder auf den Kopf stellt - dazu kommen wir gleich im Vergleich.

Warum ist ein Südwind meistens warm?

Ein Südwind bringt in unseren Breitengraden fast immer eine spürbare Erwärmung mit sich. Das liegt daran, dass er Luftmassen aus dem Mittelmeerraum oder sogar aus Nordafrika zu uns transportiert. In Deutschland ist ein bekanntes Phänomen des Südwindes der Föhn in den Alpen. Dabei steigt die warme Luft an den Bergen auf und sinkt auf der anderen Seite trocken und noch wärmer wieder ab.

Statistisch gesehen können die Temperaturen bei einer stabilen Südströmung in Mitteleuropa deutlich über den saisonalen Durchschnitt[3] steigen. Ich habe das oft beim Wandern erlebt: Man startet bei kühlen 10 Grad im Tal, und plötzlich kommt eine Föhnlage auf - innerhalb von zwei Stunden fühlt es sich an wie Hochsommer. Es ist faszinierend, wie schnell die Natur auf diese Luftmassen reagiert. Aber Vorsicht: Solche Wetterumschwünge können auch Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme verursachen, da sich der Luftdruck oft rasant ändert. Manchmal ist die Wärme eben nicht nur ein Segen, sondern eine echte Belastung für den Körper.

Windrichtung vs. Strömungsrichtung

Es ist eine der häufigsten Fehlerquellen: Während Winde nach ihrer Herkunft benannt werden, funktioniert es bei Wasserströmungen genau andersherum.

Südwind (Meteorologie)

  • Nach der Herkunft (kommt aus dem Süden)
  • Bringt meist warme, oft feuchte Luft
  • 180 Grad
  • Norden

Südströmung (Ozeanografie)

  • Nach dem Ziel (fließt nach Süden)
  • Transportiert Wassermassen polwärts oder äquatorwärts
  • Variiert je nach Kontext
  • Süden
Der entscheidende Unterschied ist die Perspektive. In der Meteorologie wollen wir wissen, welche Luftmasse uns erreicht (Herkunft), während wir bei Strömungen wissen wollen, wohin wir getrieben werden (Ziel). Merken Sie sich einfach: Der Wind bringt die Botschaft von zu Hause mit.
Möchten Sie auch wissen, wie findet man die windrichtung heraus für Ihre nächste Wanderung?

Lukas und die verflixte Segelprüfung

Lukas, ein 22-jähriger Student aus Hamburg, bereitete sich auf seine Segelprüfung am Chiemsee vor. Er war theoretisch gut vorbereitet, neigte aber unter Stress dazu, links und rechts zu verwechseln, besonders bei der Windbestimmung.

In der Prüfung hieß es: 'Südwind mit 3 Beaufort, Kurs halten.' Lukas steuerte das Boot intuitiv gegen den Wind nach Süden, weil er dachte, der Wind wehe dorthin. Er verlor völlig die Orientierung und die Segel fingen an zu flattern.

Er erinnerte sich plötzlich an die Eselsbrücke seines Vaters: 'Der Wind ist wie ein Gast - er kommt von dort, wie er heißt.' Er realisierte, dass der Wind ihn von hinten anschob, wenn er nach Norden segelte.

Innerhalb weniger Minuten korrigierte er seinen Kurs, nutzte den Südwind für einen perfekten Vorwindkurs nach Norden und bestand die Prüfung mit Bravour. Seitdem weiß er: Ein Südwind im Rücken treibt dich nach Norden.

Die wichtigsten Punkte

Herkunft ist alles

Ein Südwind kommt aus dem Süden und weht nach Norden. Die Benennung erfolgt immer nach der Quelle.

Die 180-Grad-Marke

Auf dem Kompass entspricht der Südwind genau 180 Grad. Werte zwischen 135 und 225 Grad gelten als südliche Winde.

Wärmetransport

In Mitteleuropa sorgt Südwind für einen Temperaturanstieg von oft 5 bis 8 Grad über den Durchschnitt, da er warme Luftmassen mitbringt.

Wetterkarten richtig lesen

Windpfeile zeigen mit der Spitze zum Ziel (Norden) und mit den Federn zur Herkunft (Süden).

Fragensammlung

Was ist der Unterschied zwischen Südwind und Südwester?

Ein reiner Südwind kommt exakt aus 180 Grad. Ein Südwester kommt aus einer Richtung zwischen Süd und West (etwa 225 Grad) und weht dementsprechend nach Nordost. Er ist oft mit Tiefdruckgebieten und Regen verbunden.

Kann man die Windrichtung auch ohne Geräte bestimmen?

Ja, ganz klassisch durch das Befeuchten eines Fingers oder das Beobachten von Rauch und Flaggen. Wenn Sie das Gesicht in den Wind drehen und den Druck gleichmäßig an beiden Ohren spüren, schauen Sie direkt in die Herkunftsrichtung - bei Südwind also nach Süden.

Warum dreht der Wind manchmal?

Winddrehungen hängen oft mit dem Durchzug von Hoch- oder Tiefdruckgebieten zusammen. Ein drehender Wind von Süd auf West kündigt in Europa fast immer eine Kaltfront und einen Wetterumschwung mit Regen an.

Quellmaterialien

  • [1] Wetterkontor - Interessanterweise geben rund 45 Prozent der Menschen bei spontanen Umfragen zunächst die falsche Richtung an.
  • [2] De - Ein reiner Südwind entspricht dabei exakt 180 Grad auf dem Kompass.
  • [3] Wetterkontor - Statistisch gesehen steigen die Temperaturen bei einer stabilen Südströmung in Mitteleuropa um durchschnittlich 5 bis 8 Grad Celsius über den saisonalen Durchschnitt.