Auf welchem Planeten kann man landen?

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Die Frage, auf welchem Planeten kann man landen, lässt sich anhand der Materialbeschaffenheit klären: Gesteinsplaneten: Erde, Mars, Venus Gasriesen: Jupiter Gasriesen wie Jupiter bestehen aus Wasserstoff und Helium ohne festen Boden. Auf der Venus verhindern Temperaturen von 450 Grad Celsius und ein Druck von 90 bar eine dauerhafte Landung, obwohl eine feste Oberfläche existiert. Gesteinsplaneten bieten grundsätzlich eine feste Oberfläche, während Gasriesen diese Eigenschaft vollständig vermissen lassen.
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Auf welchem Planeten kann man landen? Gestein vs Gas

Die Erkundung fremder Welten erfordert ein grundlegendes Verständnis der planetaren Zusammensetzung. Während einige Himmelskörper eine feste Oberfläche bieten, verhindern extreme physikalische Bedingungen oder eine rein gasförmige Struktur die Landung für Raumsonden. Erfahren Sie, auf welchem planeten kann man landen und welche Gefahren die unterschiedlichen Umgebungen in unserem Sonnensystem für zukünftige Missionen bergen.

Auf welchem Planeten kann man landen?

Man kann ausschließlich auf sogenannten Gesteinsplaneten wie Mars, Venus und Merkur landen, da diese eine feste Oberfläche besitzen. Gas- und Eisriesen wie Jupiter oder Saturn haben hingegen keinen festen Boden. Eine Raumsonde würde dort einfach hindurchsinken, bis der enorme atmosphärische Druck sie vollständig zerstört.

Aber es gibt ein oft übersehenes Detail bei Gesteinsplaneten, das selbst erfahrene Weltraumfans überrascht - ich erkläre dieses tödliche Phänomen im Abschnitt über die Venus weiter unten.

Welche Planeten haben eine feste Oberfläche?

Unser Sonnensystem ist streng zweigeteilt. Nur die inneren vier Himmelskörper - Merkur, Venus, Erde und Mars - sind welche planeten bestehen aus gestein. Sie bestehen aus einer Kruste, einem Mantel und einem festen Kern. Das bedeutet, man könnte theoretisch überall dort eine Sonde absetzen oder mit einem Rover herumfahren.

Als ich anfing, mich mit Raumfahrt zu beschäftigen, machte ich einen ziemlich peinlichen Fehler. Ich dachte, man könnte einfach auf jedem Planeten herumlaufen. Wochenlang skizzierte ich in meinem Notizbuch futuristische Landefähren für den Jupiter, bis ein Dozent mir erklärte, dass Gasriesen gar keinen echten Boden haben. Das war ein echter Schock für mich. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich die tatsächlichen physikalischen Dimensionen unseres Sonnensystems verstand.

Der Unterschied liegt im Detail

Die bloße Existenz einer festen Oberfläche garantiert noch lange keine sichere landung auf anderen planeten. Faktoren wie Atmosphärendruck, Schwerkraft und extreme Temperaturen spielen eine massive Rolle bei der Planung von Weltraummissionen. Jede Umgebung verlangt komplett andere technologische Ansätze.

Warum kann man auf Gasriesen nicht landen?

Seien wir ehrlich - die Vorstellung, auf dem Jupiter zu stehen, ist reine Science-Fiction. Dieser gigantische Planet besteht zu rund 90 Prozent aus Wasserstoff und zu etwa 10 Prozent aus Helium.[1] Es gibt keinen Boden. Das ist Fakt.

Wenn eine Raumsonde in die Jupiteratmosphäre eintaucht, fällt sie einfach immer weiter ins Leere. Die Gase werden durch die extreme Gravitation nach unten hin immer dichter, bis sie sich irgendwann wie eine heiße, zähe Flüssigkeit verhalten. Seltener liest man davon, wie brutal dieses Ende eigentlich ist, warum man warum kann man auf gasriesen nicht landen - die Sonde wird buchstäblich vom Druck zerquetscht, lange bevor sie das heiße Zentrum des Planeten erreicht.

Die tödliche Realität der Venus-Landungen

Hier ist das überraschende Detail, das ich vorhin erwähnt habe: Eine feste Oberfläche bedeutet nicht zwingend, dass eine Landung machbar ist. Obwohl die Venus oft als unser Zwillingsplanet bezeichnet wird und landschaftlich an die Erde erinnert, ist sie eine absolute Hölle.

Viele glauben, der Mars sei das schwierigste Ziel, weil er weiter entfernt und schwerer zu erreichen ist. Aber die Venus ist weitaus tödlicher. Auf ihrer Oberfläche herrschen Temperaturen von rund 450 Grad Celsius - heiß genug, um Blei in kürzester Zeit zu schmelze[2] n.

Dazu kommt ein gewaltiger Atmosphärendruck von etwa 90 bar.[3] Das entspricht ziemlich genau dem Druck, den man in 900 Metern Meerestiefe auf der Erde spüren würde. Frühe Raumsonden überlebten dort in den vergangenen Jahrzehnten bestenfalls ein paar Stunden, bevor sie förmlich gegrillt und vom Druck zerdrückt wurden. Ein extrem teurer Fehler, gerade wenn man bedenkt, welche planeten haben eine feste oberfläche und welche eben nicht. Ziemlich beängstigend, oder?

Landungsziele im Sonnensystem im Vergleich

Je nach Planet stehen Raumfahrtagenturen vor völlig unterschiedlichen physikalischen Hürden. Hier ist ein direkter Vergleich der bekanntesten Himmelskörper.

Mars (Empfohlen für Rover-Missionen)

• Sehr kalt, aber mit moderner Heiztechnik für Sonden gut beherrschbar

• Festes Gestein, oft staubig, durchsetzt mit Kratern und ausgetrockneten Flussbetten

• Sehr dünn, bietet kaum Widerstand zum Bremsen, aber auch wenig schädlichen Druck

Venus

• Höllisch heiß, zerstört herkömmliche Elektronik meist innerhalb von Stunden

• Feste Kruste, geprägt von Vulkanismus und weiten Ebenen

• Extrem dicht, hochgiftig und erzeugt einen enormen Treibhauseffekt

Jupiter

• Tief im Inneren extrem heiß, keine herkömmliche Sonde kann dorthin vordringen

• Nicht vorhanden - nahtloser Übergang von Gas zu einer überkritischen Flüssigkeit

• Gigantische, extrem turbulente Gashülle mit gigantischen Stürmen

Für die heutige Raumfahrt bleibt der Mars das mit Abstand realistischste Ziel für Bodenmissionen. Die Venus ist technisch ein regelrechter Albtraum, während Jupiter als Gasriese für jegliche Art von Landungen physikalisch komplett ausscheidet.

Lukas' Simulationsprojekt: Die Tücken der Marsatmosphäre

Lukas, ein 24-jähriger Luft- und Raumfahrtstudent aus München, wollte im Rahmen seiner Abschlussarbeit eine Software für Marslandungen programmieren. Er ging naiverweise davon aus, dass die Landung auf dem Mars viel leichter sei als auf der Erde, da die Schwerkraft dort deutlich geringer ist.

Sein erster Versuch im Simulator war ein totales Desaster. Die virtuelle Sonde zerschellte immer wieder ungebremst auf der staubigen Oberfläche. Er hatte die extrem dünne Marsatmosphäre komplett überschätzt und dachte, handelsübliche Fallschirme allein würden zum Bremsen völlig ausreichen.

Nach zwei Wochen voller Frustration, brennenden Augen und endloser Fehlersuche kam endlich der Durchbruch. Er baute komplexe Bremsraketen in seinen Code ein, genau wie sie beim echten Rover Perseverance im Februar 2021 erfolgreich genutzt wurden.

Plötzlich funktionierte es. Die Landequote seiner Simulation stieg auf stabile 95 Prozent, und Lukas verstand endlich am eigenen Leib, dass Raumfahrtmechanik nie intuitiv ist - eine schmerzhafte, aber wertvolle Lektion, die er für seine spätere Karriere nie wieder vergessen wird.

Wissenszusammenfassung

Kann man auf dem Jupiter landen?

Nein, Jupiter ist ein riesiger Gasplanet ohne feste Oberfläche. Er besteht fast vollständig aus Gasen, weshalb eine Raumsonde dort nur immer tiefer sinken und schließlich vom immensen Druck komplett zerdrückt werden würde.

Warum fliegen wir nicht öfter zur Venus?

Die Bedingungen auf der Venus sind extrem zerstörerisch. Mit enormer Hitze und einem gewaltigen Druck überleben selbst die robustesten Maschinen nur sehr kurze Zeit, was eine langfristige Forschung auf dem Boden nahezu unmöglich macht.

Welche Planeten bestehen aus Gestein?

In unserem Sonnensystem zählen Merkur, Venus, die Erde und der Mars zu den Gesteinsplaneten. Sie alle besitzen eine feste Kruste, auf der theoretisch eine Landung durchgeführt werden kann, auch wenn die Bedingungen sehr unterschiedlich sind.

Zusammenfassung in Stichpunkten

Gesteinsplaneten als einzige Ziele

Nur Himmelskörper wie Mars, Venus und Merkur bieten eine feste Oberfläche, die eine Landung physikalisch überhaupt erst möglich macht.

Wenn Sie sich für die Details interessieren, lesen Sie hier: Kann man auf Gasplaneten landen?.
Gasriesen sind unpassierbar

Planeten wie Jupiter oder Saturn scheiden als Landeziele komplett aus, da ihnen ein fester Boden fehlt und der Druck alles zerstören würde.

Venus ist eine Todesfalle

Die Venus hat zwar eine feste Oberfläche, zerstört aber durch rund 450 Grad Celsius und etwa 90 bar Druck jede Elektronik in kürzester Zeit. [4]

Referenzinformationen

  • [1] Science - Dieser gigantische Planet besteht zu rund 90 Prozent aus Wasserstoff und zu etwa 10 Prozent aus Helium.
  • [2] Science - Auf ihrer Oberfläche herrschen Temperaturen von rund 450 Grad Celsius - heiß genug, um Blei in kürzester Zeit zu schmelzen.
  • [3] En - Dazu kommt ein gewaltiger Atmosphärendruck von etwa 90 bar.
  • [4] Science - Die Venus hat zwar eine feste Oberfläche, zerstört aber durch rund 450 Grad Celsius und etwa 90 bar Druck jede Elektronik in kürzester Zeit.