Welche Fanggebiete sollte man meiden?

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Beim Fischkauf zeigt sich, welche fanggebiete sollte man meiden wie das FAO-Fanggebiet 61 im Nordwestpazifik wegen massiver Überfischung. Nahezu 24 Prozent der marinen Gesamtfangmenge stammen aus dieser Region. Große Raubfische weisen hohe Schadstoffbelastungen auf. Die durchschnittliche Quecksilberkonzentration bei Thunfisch liegt häufig bei etwa 290 Mikrogramm pro Kilogramm.
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Welche Fanggebiete sollte man meiden: FAO 61 im Fokus

Beim Fischkauf bestimmt die Herkunft maßgeblich die Qualität und Nachhaltigkeit. Bestimmte welche fanggebiete sollte man meiden Kriterien helfen, gesundheitliche Risiken durch Schadstoffe zu minimieren.
Ein bewusstes Konsumverhalten schützt die Meere vor Überlastung. Verbraucher tragen durch gezielte Auswahl zur Entlastung bedrohter maritimer Ökosysteme bei.

Welche Fanggebiete sollte man meiden?

Die Herkunft von Speisefisch kann sehr unterschiedliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit haben. Bestimmte maritime Regionen stehen aufgrund hoher Schadstoffbelastungen oder kritischer Überfischung im Fokus von Verbraucherschützern. Ein verantwortungsvoller Fischkauf erfordert daher oft den genauen Blick auf die sogenannten FAO-Fanggebiete auf der Verpackung.

Besonders die pazifischen Regionen fallen in Berichten zur Nachhaltigkeit immer wieder negativ auf. Unter den weltweit definierten Zonen gelten vor allem das Gebiet 61 und das Gebiet 67 im Pazifik als problematisch. Die Gründe hierfür liegen in einer Mischung aus intensiver industrieller Nutzung und ökologischen Belastungen. Aber wie schlimm steht es wirklich um diese Meeresabschnitte? Ich wollte es genau wissen und habe die aktuellen Entwicklungen analysiert.

Kritische Zonen im Pazifik: Die Gebiete 61 und 67

Das Erreichen ökologischer Grenzen ist im Pazifik kein theoretisches Szenario mehr, sondern Realität. Im Nordwestpazifik, bekannter als FAO-Fanggebiet 61, konzentriert sich die intensivste Fischerei weltweit. Nahezu 24 Prozent der globalen marinen Gesamtfangmenge stammen allein aus dieser Region. [1] Die massive Überfischung bedroht dort die natürlichen Bestände elementar (source: 2, 1.1.12).

In Kombination mit dem angrenzenden Nordostpazifik, dem FAO-Gebiet 67, zeigt sich zudem ein ernstes Problem mit Schadstoffen (source: 2, 1.1.7). Industrielle Abwässer und atmosphärische Einträge reichern sich in den Meeresorganismen an. Selten habe ich eine Region gesehen, in der Überlastung und Verschmutzung so stark Hand in Hand gehen. Fast 35.5 Prozent der weltweiten Fischbestände gelten mittlerweile als biologisch überfischt - ein Trend, der gerade in stark frequentierten Zonen wie den pazifischen Clustern eskaliert. [2]

Als ich vor zwei Jahren anfing, die Herkunftscodes auf meinen Lebensmitteln radikal zu prüfen, war ich schockiert. Ein Großteil der günstigen Tiefkühlfilets stammte direkt aus Gebiet 61. Meine Augen brannten regelrecht, als ich die Berichte über die Fangflottendichte las. Es erfordert Disziplin im Supermarkt, aber der Verzicht auf diese Herkunftsregionen ist ein mächtiger Hebel für den Umweltschutz.

Diese Fischarten sind am stärksten belastet

Neben den reinen Fanggebieten spielt die Position einer Fischart in der Nahrungskette die entscheidende Rolle bei der Schadstoffanreicherung. Große Raubfische stehen am Ende dieser Kette und nehmen über ihre Lebensdauer hinweg die Giftstoffe ihrer Beutetiere auf. Das führt zu einer massiven biologischen Akkumulation von Schwermetallen (source: 2, 1.1.5).

Besonders der fischarten mit hoher quecksilberbelastung weisen extrem hohe Durchschnittswerte auf (source: 2, 1.2.3). Während kleinere Friedfische oft kaum messbare Spuren enthalten, liegt die durchschnittliche Quecksilberkonzentration bei Thunfisch häufig bei etwa 290 Mikrogramm pro Kilogramm. Bei langlebigen Arten wie Haien oder großen Schwertfischen werden Grenzwerte im Handel regelmäßig tangiert. Auch der Aal ist durch seine bodennahe Lebensweise stark durch schadstoffbelastete fanggebiete fisch sowie Schwermetalle belastet (source: 2, 1.1.5).

Niemand sollte unbedacht Raubfisch konsumieren - zumindest nicht ohne das Bewusstsein, was sich im Gewebe befindet. Ein bekannter Koch erzählte mir einmal stolz von seinen frischen Schwertfisch-Steaks. Ich musste schlucken. Die gesundheitlichen Risiken durch Methylquecksilber sind real. Es schädigt das Nervensystem, weshalb empfindliche Personengruppen diese Arten komplett vom Speiseplan streichen sollten.

Hinweis: Schwangere, Stillende und Kleinkinder sollten auf den Verzehr von stark belasteten Raubfischen wie Thunfisch, Schwertfisch oder Hai vollständig verzichten, da bereits geringe Mengen Quecksilber die neuronale Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können.

Einkaufsratgeber: Belastung und Nachhaltigkeit im Vergleich

Wer Fisch kauft, steht vor der Wahl zwischen verschiedenen Arten und Herkunftskriterien. Die folgende Übersicht zeigt die Unterschiede bezüglich Schadstoffrisiko und Überfischung.

Große Raubfische (z.B. Thunfisch, Schwertfisch)

• Sehr hoch durch Quecksilber und Schwermetalle am Ende der Nahrungskette

• Meiden oder nur zu seltenen Ausnahmen konsumieren

• Kritisch; viele Bestände sind stark dezimiert und regenerieren sich nur langsam

Kleine pelagische Fische (z.B. Hering, Sardinen)

• Sehr gering, da sie sich von Plankton ernähren und schnell wachsen

• Aus nachhaltiger Fischerei eine gute und gesündere Alternative

• Abhängig vom Fanggebiet, aber biologisch deutlich resilienter

Fische aus zertifizierter Aquakultur (Bio / ASC)

• In der Regel sehr niedrig durch kontrollierte Futtermittel

• Gute Orientierung für den bewussten Konsum abseits von Wildfang

• Kein direkter Wildfangdruck, jedoch Relevanz von Fischmehl im Futter

Für den gesundheitsbewussten und ökologischen Einkauf ist der Verzicht auf langlebige Raubfische der effektivste Schritt. Kleinere Fischarten bieten meist ein besseres Nährstoff-zu-Schadstoff-Verhältnis und belasten die weltweiten Bestände bei nachhaltiger Führung deutlich weniger.

Verbraucher-Erfahrung: Christians Umstellung beim Fischeinkauf

Christian, ein sportlich aktiver Familienvater aus Hamburg, kaufte jahrelang zweimal wöchentlich Thunfischkonserven für seine Protein-Ernährung. Er vertraute blind den Angeboten im Supermarkt und achtete nie auf Kleingedrucktes.

Er hatte große Mühe, als seine Frau ihn auf Berichte über Quecksilber aufmerksam machte. Christian tat das zunächst als Panikmache ab und konsumierte die Dosen trotzig weiter, bis er unter diffusen Kopfschmerzen litt.

Die Wende kam nach einem Gespräch mit einem Umweltmediziner. Christian verstand die Logik der Schadstoffanreicherung bei Raubfischen und begann, die FAO-Kennzeichnungen auf den Verpackungen im Detail zu studieren.

Er stellte seine Ernährung komplett auf Hering und zertifizierten Bio-Lachs um. Seine Kopfschmerzen verschwanden nach wenigen Wochen, und die Familie spart seither Geld, während sie gleichzeitig die pazifischen Krisengebiete meidet.

Das wichtigste Ergebnis

FAO-Codes beim Einkauf prüfen

Meiden Sie gezielt Produkte aus den pazifischen Fanggebieten 61 und 67, um Überfischung und Schadstoffaufnahme zu reduzieren.

Finger weg von großen Raubfischen

Schwertfisch, Hai und Thunfisch sollten aufgrund der biologischen Quecksilber-Akkumulation selten oder gar nicht verzehrt werden.

Auf die Größe kommt es an

Bevorzugen Sie kleinere Fischarten wie Heringe oder Sardinen. Sie wachsen schneller und sind dadurch von Natur aus deutlich schadstoffärmer.

Ausnahmen

Warum sind gerade die FAO-Gebiete 61 und 67 so stark belastet?

Diese Regionen im Pazifik sind Schauplatz intensiver industrieller Schifffahrt und umgebender Schwerindustrie. Schadstoffe wie Quecksilber gelangen über die Luft und Flüsse ins Meerwasser und reichern sich durch die dort stattfindende, massive Überfischung in den verbleibenden marinen Populationen besonders schnell an.

Ist Fisch aus der Dose sicherer vor Quecksilber?

Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Der Inhalt von Thunfischdosen wird zwar oft aus jüngeren Fischen gewonnen, die tendenziell etwas weniger belastet sind als uralte Exemplare, dennoch erreichen stichprobenartige Laboruntersuchungen immer wieder Werte nahe der gesetzlichen Höchstgrenze.

Wenn Sie wissen möchten, welche Fische unbedenklich sind, lesen Sie unseren Artikel über Welche Fische kann man bedenkenlos essen?.

Welche Alternativen gibt es, um gesundes Omega-3 aufzunehmen?

Wer Schadstoffen aus dem Meer komplett entgehen möchte, kann auf hochwertige Pflanzenöle wie Leinöl oder Walnussöl zurückgreifen. Auch Algenöle bieten eine hervorragende, direkte Quelle für essenzielle Fettsäuren, ohne die marinen Ökosysteme zu belasten.

Querverweise

  • [1] Openknowledge - Nahezu 24 Prozent der globalen marinen Gesamtfangmenge stammen allein aus dieser Region.
  • [2] Fao - Fast 35.5 Prozent der weltweiten Fischbestände gelten mittlerweile als biologisch überfischt - ein Trend, der gerade in stark frequentierten Zonen wie den pazifischen Clustern eskaliert.