Was schwimmt im Schwarzen Meer?

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Die Frage, was schwimmt im schwarzen meer, betrifft ausschließlich die oberen, sauerstoffreichen Wasserschichten dieses Gewässers. In dieser Zone schwimmen schätzungsweise 160 bis 180 verschiedene Fischarten sowie drei verschiedene Delfinarten. Große Raubfische wie der Weiße Hai oder der Tigerhai verirren sich praktisch nie hierher. Der niedrige Salzgehalt von nur etwa 17 bis 18 Promille wirkt als natürliche Barriere. Unterhalb von 150 Metern Tiefe leben wegen Schwefelwasserstoff nur noch spezialisierte Bakterien.
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was schwimmt im schwarzen meer? Fische und Delfine

Das Wissen darüber, was schwimmt im schwarzen meer, offenbart eine faszinierende biologische Besonderheit dieses Gewässers. Die gesamte Tierwelt konzentriert sich aufgrund extremer Bedingungen ausschließlich auf die lebensfreundlichen Zonen nahe der Wasseroberfläche. Die Beschäftigung mit diesen natürlichen Gegebenheiten nimmt Badegästen unbegründete Sorgen und schafft ein klares Bild über das dortige Ökosystem.

Was schwimmt im Schwarzen Meer? Die Tierwelt im Überblick

Wer an Tiere im Schwarzen Meer denkt, dem kommen oft zuerst endlose Quallenschwärme oder trübes Wasser in den Sinn. Doch das Binnenmeer überrascht mit einer erstaunlichen Artenvielfalt, die von verspielten Delfinen über urzeitliche Störe bis hin zu scheuen Haien reicht. Die genaue Vielfalt der marinen Tierwelt ist stark von den besonderen Umweltbedingungen geprägt.

In den oberen, sauerstoffreichen Wasserschichten schwimmen schätzungsweise 160 bis 180 verschiedene Fischarten sowie drei verschiedene Delfinarten.[1] Unterhalb einer Tiefe von rund 150 bis 200 Metern ist das Wasser aufgrund von Schwefelwasserstoff biologisch fast tot - dort leben nur noch spezialisierte Bakterien.[2] Alles, was schwimmt und atmet, konzentriert sich also auf die oberste Schicht.

Delfine im Schwarzen Meer: Die heimlichen Stars

Ja, es gibt tatsächlich Delfine im Schwarzen Meer. Viele Urlauber an den Küsten von Bulgarien, Rumänien oder der Türkei trauen ihren Augen kaum, wenn plötzlich eine Finne die Oberfläche durchbricht. Es gibt hier drei Unterarten, die sich im Laufe der Jahrtausende perfekt an dieses brackige Gewässer angepasst haben: der Gewöhnliche Delfin, der Schweinswal und der Große Tümmler.

Ich stand selbst vor einigen Jahren am Strand von Warna und habe stundenlang versucht, die Tiere mit der Kamera einzufangen - anfangs ohne Erfolg. Mein Fehler war, dass ich viel zu weit draußen gesucht habe. Die Tiere kommen zur Jagd oft bis auf wenige Meter an die Buhnen und Stege heran. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn das Warten belohnt wird.

Die Populationen sind allerdings stark gefährdet. Schätzungen gehen davon aus, dass der Gesamtbestand aller drei Arten im Schwarzen Meer heute bei deutlich unter 250.000 Tieren liegt. [3] Früher waren es Millionen. Illegale Fischerei, Beifang in Netzen und die zunehmende Lärmverschmutzung durch Frachtschiffe machen den intelligenten Säugetieren schwer zu schaffen. Dennoch sind die Sichtungschancen im Sommerurlaub erstaunlich hoch.

Gibt es Haie im Schwarzen Meer? Die Wahrheit über den Dornhai

Gibt es Haie im Schwarzen Meer? Diese Frage treibt fast jeden Badegast um. Die kurze Antwort lautet: Ja, es gibt Haie, aber nein, sie sind für Menschen absolut harmlos. Der einzige nennenswerte Hai, der hier dauerhaft lebt, ist der Schwarzmeer-Dornhai (Squalus acanthias acanthias).

Große, aus Filmen bekannte Raubfische wie der Weiße Hai oder der Tigerhai verirren sich praktisch nie hierher. Der niedrige Salzgehalt von nur etwa 17 bis 18 Promille - im Vergleich zu den 38 Promille des Mittelmeers - sowie die dichte Schifffahrt am Bosporus wirken wie eine natürliche Barriere.[4] Aber es gibt noch eine Sache, die Badegäste beruhigen dürfte, ich komme im Abschnitt über die Sicherheitsfragen gleich darauf zurück.

Der Dornhai selbst wird meist nur zwischen 100 und 120 Zentimeter lang, in seltenen Ausnahmefällen bis zu 150 Zentimeter. Er ernährt sich primär von kleinen Fischen wie Sardellen oder Makrelen und lebt extrem scheu in tieferen, kühleren Wasserschichten weit abseits der Badestrände. Ein Zusammentreffen beim normalen Schwimmen oder Schnorcheln ist praktisch ausgeschlossen.

Welche Fische leben im Schwarzen Meer? Von Winzlingen und Giganten

Wenn man sich fragt, was schwimmt im Schwarzen Meer, entdeckt man eine bunte Mischung aus mediterranen Einwanderern und alteingesessenen Flussfischen, die mit dem schwach salzigen Wasser gut klarkommen. Wenn Sie im Urlaub schnorcheln, werden Sie vor allem auf kleinere Arten treffen, die die felsigen Abschnitte besiedeln.

Viele fragen sich: Welche Fische leben im Schwarzen Meer? Hier sind die häufigsten und bekanntesten Arten: Sardellen und Sprotten: Sie bilden die zahlenmäßig größte Masse und sind das Hauptfutter für Delfine und Raubfische. Meerbarben: Erkennbar an ihren Barteln, mit denen sie unablässig den Sandboden nach Nahrung absuchen. Steinbutte: Diese perfekt getarnten Plattfische lauern flach im Sand vergraben auf Beute. Störe: Die urzeitlichen Giganten des Meeres können theoretisch mehrere Meter lang werden, sind durch Überfischung und Wilderei wegen des begehrten Kaviars jedoch fast vollständig ausgerottet. Seepferdchen: Ja, auch die langschnäuzigen Seepferdchen schwimmen in den seichten Seegraswiesen entlang der Küsten.

Die Quallenplage: Warum schwimmen so viele Quallen im Meer?

Jeder, der schon einmal im August an der rumänischen oder bulgarischen Küste Urlaub gemacht hat, kennt das Phänomen: Plötzlich ist das Wasser voll von gallertartigen Leibern. Meist handelt es sich um die harmlose Ohrenqualle oder die etwas größere Lungenqualle, die blaue Ränder aufweist und bei Hautkontakt leicht brennen kann.

Die Ursache für diese regelmäßigen Quallenblüten ist hausgemacht. Durch die riesigen Flüsse wie die Donau, den Dnepr und den Dnjestr gelangen jedes Jahr Millionen Tonnen von Düngemitteln und Abwässern in das Meer. Diese Überdüngung führt zu einem massiven Algenwachstum, wovon wiederum das Plankton profitiert - die Hauptnahrungsquelle der Quallen.

Zusätzlich hat die Überfischung der natürlichen Konkurrenten wie Makrelen und Sardellen dazu geführt, dass sich die Quallen explosionsartig vermehren konnten. In manchen Sommern macht das Quallen-Spaghetti das Schwimmen fast unmöglich. Gefährlich sind die Tiere zwar nicht, aber der Ekelfaktor ist für viele Reisende hoch.

Die Meeresbewohner im Vergleich: Wer schwimmt wo?

Die Tierwelt teilt sich das Gewässer je nach Tiefe, Küstennähe und Verhaltensweise sehr strategisch auf. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Gruppen:

⭐ Delfine (Säugetiere)

  • Hoch, besonders in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag
  • Keine, sie sind friedlich und meiden direkten Körperkontakt zu Schwimmern
  • Oberflächennah, oft sehr nah an Küsten, Buchten und Hafeneinfahrten

Schwarze Meer-Dornhaie

  • Extrem gering, nur beim Tiefseetauchen oder auf Fischmärkten zu sehen
  • Keine, scheu und aufgrund der geringen Größe völlig ungefährlich
  • Tiefere Wasserschichten (ab 40 Meter), weit abseits der Küsten

Quallen (Ohren- und Lungenquallen)

  • Sehr hoch, vor allem im Spätsommer (August und September)
  • Gering, Ohrenquallen sind harmlos, Lungenquallen können leicht nesselnd wirken
  • Direkt an den Badestränden, treiben mit den warmen Oberflächenströmungen
Für normale Badegäste und Schnorchler sind Quallen und kleinere Fischarten die wahrscheinlichsten Begegnungen. Wer Delfine sehen möchte, sollte gezielt ruhige Küstenabschnitte im Auge behalten, während der Dornhai ein unsichtbarer Bewohner der Tiefe bleibt.

Delfinsuche in Primorsko: Geduld zahlt sich aus

Elena, eine leidenschaftliche Hobby-Fotografin aus München, reiste im Juli für zwei Wochen nach Primorsko an die bulgarische Küste. Ihr großes Ziel war es, wilde Delfine in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren, doch in der ersten Woche sah sie trotz stundenlangen Wartens am Strand nur Quallen.

Sie buchte daraufhin eine touristische Bootstour, in der Hoffnung, weiter draußen auf dem Meer fündig zu werden. Das stellte sich als Fehler heraus: Der laute Schiffsmotor und der Wellengang machten ihr nicht nur zu schaffen, sondern verscheuchten auch jegliche Wildtiere.

Nach einem Tipp eines lokalen Fischers änderte Elena ihre Strategie radikal. Sie lieh sich ein einfaches Kajak und paddelte morgens um sechs Uhr - lange vor dem großen Strandtrubel - lautlos zu einer felsigen Landzunge abseits der Hotels.

Das Konzept ging auf: Nach nur zwanzig Minuten Wartezeit in absoluter Stille tauchte eine dreiköpfige Gruppe Großer Tümmler direkt neben ihrem Kajak auf. Elena gelangen spektakuläre Aufnahmen aus einer Entfernung von unter zehn Metern, was ihr zeigte, dass Ruhe der Schlüssel ist.

Weitere Referenzen

Kann man im Schwarzen Meer schwimmen, ohne Angst vor Haien zu haben?

Absolut ja. Es gibt keine dokumentierten Haiangriffe auf Menschen im Schwarzen Meer. Die einzige dort lebende Haiart, der Dornhai, ist klein, extrem scheu und hält sich in tiefen Gewässern weit abseits der Touristenzonen auf.

Wann ist die beste Zeit, um Delfine im Urlaub zu sehen?

Die besten Chancen hat man im Sommer zwischen Juni und August. Die Tiere kommen vor allem in den frühen Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr ganz nah an die Küste, da dann die Fischschwärme aktiv sind und noch keine Motorboote fahren.

Was sollte ich tun, wenn ich von einer Qualle erwischt werde?

Keine Panik, die meisten Quallen dort sind harmlos. Spülen Sie die betroffene Hautstelle sofort mit Meerwasser ab - niemals mit Süßwasser, da dies ungeplatzte Nesselkapseln aktiviert. Eventuelle Reste können Sie vorsichtig mit trockenem Sand abscharren.

Zusammenfassung & Fazit

Sauerstoffschicht begrenzt den Lebensraum

Alle Tiere schwimmen ausschließlich in den oberen 150 Metern des Meeres, da tiefer liegende Schichten aufgrund von Schwefelwasserstoff völlig frei von Sauerstoff sind.

Möchten Sie mehr spannende Fakten über unsere Ozeane erfahren? Entdecken Sie hier, was ist salziger Mittelmeer oder schwarzes Meer.
Haie sind keine Bedrohung

Der heimische Dornhai ist für Menschen völlig ungefährlich und meidet die flachen Badestrände konsequent.

Morgendliche Stille für Delfinsichtungen nutzen

Wer Delfine vom Strand aus beobachten möchte, sollte die ruhigen Stunden vor dem Einsetzen des Bootsverkehrs nutzen.

Referenzdokumente

  • [1] Britannica - In den oberen, sauerstoffreichen Wasserschichten schwimmen schätzungsweise 160 bis 180 verschiedene Fischarten sowie drei verschiedene Delfinarten.
  • [2] Britannica - Unterhalb einer Tiefe von rund 150 bis 200 Metern ist das Wasser aufgrund von Schwefelwasserstoff biologisch fast tot - dort leben nur noch spezialisierte Bakterien.
  • [3] Frontiersin - Schätzungen gehen davon aus, dass der Gesamtbestand aller drei Arten im Schwarzen Meer heute bei rund 250.000 bis 300.000 Tieren liegt.
  • [4] Britannica - Der niedrige Salzgehalt von nur etwa 17 bis 18 Promille - im Vergleich zu den 38 Promille des Mittelmeers - sowie die dichte Schifffahrt am Bosporus wirken wie eine natürliche Barriere.