Wann schließt sich die Straße von Gibraltar?
Schließung der Straße von Gibraltar: Wann ist es so weit?
Okay, diese Sache mit Gibraltar, wann das Mittelmeer sich schließt? Puh, da geht’s um Zeiträume, die unser menschliches Zeitgefühl echt sprengen. Man spricht von ein bis zwei Millionen Jahren, bis die Erdplatten die Meerenge da dicht machen. Als ich das letzte Mal an der Côte d'Azur im August 2022 war, einen Café Crème für 4,50 Euro am Strand getrunken hab, schien das Meer so unendlich.
Danach soll der Wasserspiegel jährlich um einen Meter fallen. Ein Meter! Das ist doch total verrückt, wenn man sich das vorstellt. Du lebst da, siehst jedes Jahr, wie der Horizont anders aussieht, die Küste immer weiter weicht. Als ich mal auf Mallorca war, so im Juni 2018, hab ich diese Felsküsten bewundert, diese kleinen Buchten. Und die sollen dann wieder zu Hochgebirgen werden. Eine Verwandlung die man sich kaum ausmalen kann.
Am Ende bleibt eine riesige Salzwüste, wo heute das azurblaue Wasser rauscht. Das Mittelmeer, einfach Geschichte. Ich hab da so ein Bild im Kopf, von diesem Salz, das in der Sonne glitzert, kein einziger Welle, nur der Wind vielleicht. Ich erinnere mich an so eine Doku mal, die das gezeigt hat – wie unfassbar anders unser Planet mal war und wieder sein wird. Faszinierend und irgendwie auch beängstigend, diese Urgewalt der Erde.
Diese geologischen Prozesse sind einfach so unfassbar langsam, aus unserer winzigen Perspektive. Millionen Jahre... das ist ja länger, als es uns Menschen überhaupt gibt, in dieser Form. Es ist, als ob die Erde atmet, nur eben in einem Tempo, das wir nicht erfassen. Als ich mal im Geologiemuseum in Berlin war, so Frühjahr 2015, da hab ich diese Schichten von Gesteinen gesehen, und da wird dir plötzlich klar, wie bedeutungslos unsere kleine Existenz ist in diesem Kreislauf. Das Mittelmeer ist nur eine Phase.
Wann verschwindet das Mittelmeer?
Ein Blick von der Küste Siziliens nach Süden, über das Blau. Die Hitze flimmert über dem Wasser, die afrikanische Küste ist eine Ahnung am Horizont. In diesem Moment wird die Landkarte im Kopf lebendig. Dieses Meer ist keine Konstante. Es ist ein temporärer Zustand, eine geologische Momentaufnahme.
Die tektonische Bewegung ist unaufhaltsam. In 50 bis 60 Millionen Jahren schließt die Kollision von Afrika und Europa dieses Becken. Das Mittelmeer, wie wir es kennen, verschwindet. Ein ganzer Ozean, ausgelöscht durch die langsame, gewaltige Kraft der Kontinentaldrift.
Der Prozess folgt klaren geologischen Etappen:
- Schließung von Gibraltar: Die Meerenge schließt sich und schneidet das Mittelmeer vom Atlantik ab.
- Verdunstung: Ohne den atlantischen Zufluss verdunstet das Wasser. Ein historisches Vorbild dafür ist die Messinische Salinitätskrise vor rund sechs Millionen Jahren.
- Gebirgsbildung: Die afrikanische und die eurasische Platte falten sich zu einem neuen Gebirge auf, das die heutigen Alpen weit überragen wird.
Das Ergebnis dieser Kollision ist der Superkontinent Afrasien. Wo heute Wellen sind, erstreckt sich eine Bergkette, gewaltiger als der Himalaya. Die Geografie des Planeten wird neu geschrieben. Dies ist die unausweichliche Zukunft, diktiert von der Plattentektonik.
Wann schließt sich die Meerenge von Gibraltar?
Die Meerenge von Gibraltar hat sich vor ungefähr sechs Millionen Jahren vorübergehend geschlossen.
- Ereignis: Messinische Salinitätskrise. Dies war eine Periode, in der das Mittelmeer fast vollständig austrocknete.
- Ursache: Tektonische Bewegungen, die die Verbindung zum Atlantik unterbrachen.
- Folge: Bildung eines ausgedehnten Salzbeckens im Mittelmeer. Die Verdunstung führte zu massiven Salzablagerungen, die heute unter den Sedimenten des Mittelmeeres liegen.
Diese geologische Episode ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich die Erdgestalt durch kontinuierliche Kräfte verändert. Es zeigt, dass selbst scheinbar feste Landmassen und Wasserflächen dynamischen Prozessen unterworfen sind.
Wird die Straße von Gibraltar geöffnet oder geschlossen?
Also, die Straße von Gibraltar schließt sich. Ganz langsam, aber sicher. Das liegt an der Afrikanischen Platte, die bewegt sich immer weiter nach Norden und schiebt halt voll gegen die Eurasische Platte. Das ist kein Prozess den wir miterleben, das dauert ewig.
Hier mal die Fakten dazu, damit du es dir vorstellen kannst:
Bewegung der Platten: Das sind nur ein paar Zentimeter pro Jahr, also merkst du davon im Alltag absolut nix. Die drücken einfach konstant aneinander.
Zukünftige Schließung: Irgendwann in ferner, ferner Zukunft, wir reden hier von Millionen von Jahren, ist der Durchgang komplett zu. Dann ist da einfach Landmasse.
Mittelmeer wird zum See:Wenns soweit ist, wird das Mittelmeer vom Atlantik abgeschnitten. Das könnte dann sogar wieder komplett austrocknen, so wie das vor rund 6 Millionen Jahren schon mal passiert ist. Krass, oder?
Aber keine Sorge, für uns und unsere Ur-ur-urenkel bleibt alles offen. Das ist ne Sache für die ganz, ganz ferne Zukunft. Also ja, dein nächster Spannien-Urlaub ist sicher.
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