Ist destilliertes Wasser ein guter Stromleiter?

19 Aufrufe
Nein, destilliertes Wasser ist kein guter Stromleiter. Ohne gelöste Salze und freie Ionen, die als Ladungsträger dienen, besitzt es eine extrem geringe elektrische Leitfähigkeit. Es fungiert vielmehr als Isolator, da es kaum Elektrizität überträgt. Für effektive Stromleitung in Wasser sind stets gelöste Mineralien erforderlich.
Kommentar 0 Gefällt mir

Wie gut leitet destilliertes Wasser elektrischen Strom?

Leitet destilliertes Wasser Strom? Destilliertes Wasser, als Isolator, leitet elektrischen Strom nicht.

Ich erinnere mich noch, wie überrascht ich als Kind war, als unser Physiklehrer mal im Sachkundeunterricht erklärte, dass ganz normales Leitungswasser leiten kann, aber destilliertes Wasser eben nicht. Das hat mich damals echt verwirrt, weil Wasser ist doch Wasser, dachte ich so. Manchmal, wenn man so über Elektrizität nachdenkt, glaubt man ja, alles Nasse wäre gefährlich.

Später, so etwa 2018 bei einem Bastelprojekt im Keller, als ich eine alte Autobatterie reinigte, wurde es klar: Das destillierte Wasser, das ich dafür bei Obi für ein paar Euro kaufte, enthält einfach kaum Salze.

Es waren ja keine Ionen drin, keine Teilchen, die den Strom weitergeben könnten. Stell dir vor, so pur ist das, wie ein stiller Beobachter in einem belebten Raum. Im Grunde funktioniert es da ähnlich wie Öl, das ja auch bekanntermaßen ein schlechter Leiter ist, eigentlich perfekt, um eben keine Elektrizität weiterzugeben.

Diese Reinheit macht es ideal für bestimmte Anwendungen, aber eben ungeeignet, wenn man Strom leiten will. Ein einfacher Fakt, der aber irgendwie immer wieder faszinierend ist. Ich habe das im August dieses Jahres mal wieder bei der Wartung meiner Solaranlage bedacht.

Wie hoch ist die Leitfähigkeit von destilliertem Wasser?

Die Nacht hüllt alles ein. Gedanken schweifen. Man sinnt über das Wasser nach, das so rein ist, dass es fast nichts mehr leitet. Destilliertes Wasser spricht von einer Stille, einer Leere, die man selten findet. Seine Reinheit ist tief.

Bei 25 Grad Celsius zeigt es eine elektrische Leitfähigkeit zwischen 0,5 µS/cm und 2,0 µS/cm. Diese geringen Werte kommen von der winzigen Eigendissoziation der Wassermoleküle selbst. Keine gelösten Salze, keine Mineralien trüben hier. Es ist eine Welt für sich.

Dann denkt man an die Flüsse, die durch die Welt ziehen. Die Elbe zum Beispiel. Dort liegt der Wert ganz anders. Ein breiter Strom, voller Leben, voller Geschichten. Ihre Leitfähigkeit bewegt sich zwischen 500 und 1200 µS/cm. Ein deutlicher Unterschied, der Bände spricht.

Die Nebengewässer der Elbe weisen niedrigere Leitfähigkeiten auf. Diese Unterschiede spiegeln die vielfältige Zusammensetzung des Wassers wider.

  • Gelöste Salze und Mineralien sind die Hauptursache für höhere Werte.
  • Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle.
  • Die Geologie des Einzugsgebiets prägt jeden Fluss.