Wie schluckt man richtig Wasser?

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Das richtige Schlucken erfolgt in präzisen Schritten. Zuerst die Zungenspitze fest an den vorderen Gaumen hinter die Schneidezähne pressen. Danach die Lippen sanft schließen und die Flüssigkeit durch gezielten Unterdruck nach hinten bewegen. Zuletzt den Schluckreflex auslösen und das Wasser kontrolliert die Speiseröhre hinabgleiten lassen. Diese korrekte Technik verhindert das unangenehme Verschlucken.
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Wie schluckt man richtig Wasser: Technik für den Alltag

Die korrekte Bewegung beim Trinken schützt den Körper vor plötzlichem Husten und optimiert den natürlichen Schluckvorgang im Alltag. Ein bewusstes Training dieser alltäglichen Bewegung verbessert die gesamte Mundmotorik spürbar und sorgt für dauerhaft beschwerdefreies Trinken. Erfahren Sie die genauen Abläufe für wie schluckt man richtig wasser.

Wie schluckt man richtig Wasser?

Richtiges Schlucken von Wasser erfordert, dass die Zunge nach oben an den Gaumen saugt, anstatt mit Druck gegen die Zähne zu pressen. Viele Menschen trinken unbewusst mit einem falsches schlucken wasser, bei dem die Zunge gegen die Schneidezähne drückt, was langfristig zu Zahnfehlstellungen führen kann. Wenn Sie lernen möchten, wie der Schluckakt physiologisch korrekt abläuft, hilft ein genauer Blick auf die Anatomie und die einzelnen Bewegungsphasen im Mundraum.

Die vier Schritte der korrekten Schlucktechnik

Um den somatischen Schluckakt richtig auszuführen, lassen sich vier klare Phasen unterscheiden: 1. Haltung: Nehmen Sie einen kleinen Schluck Wasser in den Mund und halten Sie die Zähne leicht geschlossen. 2. Zungenposition: Legen Sie die Zungenspitze an den Gaumen hinter die oberen Schneidezähne an den sogenannten Punkt. 3. Sog erzeugen: Saugen Sie die Zunge flach nach oben an den Gaumen, wodurch ein leichter Unterdruck entsteht. 4. Schlucken: Lassen Sie das Wasser nach hinten in den Rachen fließen und schlucken Sie, ohne die zungenposition beim schlucken zu verändern.

Warum das falsche Schluckmuster so häufig ist

Im Säuglingsalter schlucken alle Menschen mit einem viszeralen Schluckmuster, bei dem die Zunge zwischen den Kiefern liegt. Während der Entwicklung sollte sich dies auf den somatischen Schluckakt umstellen. Bei einem Teil der Erwachsenen bleiben jedoch Reste dieses kindlichen Musters erhalten, oft ohne dass sie es bemerken.[1] Ich erinnere mich noch gut daran, als meine Logopädin mich darauf hinwies - jahrelang hatte ich unbewusst beim Trinken gegen meine Frontzähne gedrückt, ohne zu ahnen, dass dies Druck auf den Kiefer ausübt.

Das Problem bei diesem unbewussten Zungenpressen ist der ständige Druck auf den vorderen Zahnbogen. Studien und kieferorthopädische Beobachtungen zeigen, dass viele Patienten mit offenen Bissen oder schiefen Schneidezähnen ein persistierendes viszerales Schluckmuster aufweisen.[2] Die Zunge drückt bei jedem Schluckvorgang, der im Schnitt über 1.500 Mal am Tag stattfuft, gegen die Zähne.

So trainieren Sie das richtige Schluckmuster im Alltag

Die Umstellung des Schluckverhaltens erfordert Geduld und bewusste Wiederholung. Da das Schlucken automatisiert abläuft, müssen Sie neue Trigger setzen, um das Gehirn umzuprogrammieren. Nehmen Sie sich jeden Tag vor, ein Glas Wasser ganz bewusst zu trinken, indem Sie vor jedem Schluck die richtig schlucken zunge gaumen kontrolliert koordinieren.

Hilfreich ist es auch, Zettel als Erinnerung an den Monitor oder den Kühlschrank zu kleben. Seien wir ehrlich: Am Anfang vergisst man es ständig und drückt die Zunge reflexartig wieder nach vorne. Das ist völlig normal. Nach etwa 3 bis 4 Wochen konsequenter Übung fängt das neue Bewegungsmuster an, sich natürlich anzufühlen.

Vergleich der Schluckmuster

Zwischen dem falschen viszeralen und dem korrekten somatischen Schluckmuster gibt es gravierende Unterschiede in der Muskeltätigkeit.

Viszerales Schluckmuster (Falsch)

- Begünstigt Zahnfehlstellungen, offenen Biss und logopädische Probleme

- Liegt flach oder presst aktiv gegen die oberen und unteren Schneidezähne

- Die Backenzähne sind oft nicht fest aufeinander, die Lippen spannen sich an

Somatisches Schluckmuster (Richtig) ⭐

- Schützt die Zahnstellung, entlastet den Kiefer und fördert eine stabile Muskulatur

- Ruht fest am Gaumenpunkt hinter den oberen Schneidezähnen

- Erzeugt einen Unterdruck, der Flüssigkeit und Nahrung nach hinten saugt

Während das falsche Muster den Kiefer langfristig durch Dauerdruck verformt, sorgt die korrekte Saug-Schluck-Technik für eine physiologische Balance im gesamten Mund- und Gesichtsfeldbereich.

Minhs Weg zur Korrektur des Schluckmusters

Minh, ein 29-jähriger Angestellter in Ho-Chi-Minh-Stadt, bemerkte bei einem Zahnarztbesuch, dass sich seine Schneidezähne im Laufe der Jahre leicht nach vorne verschoben hatten.

Der Kieferorthopäde stellte fest, dass Minh eine starke Zungenpresse beim Schlucken hatte, wodurch bei jedem Schluckakt Druck auf die Frontzähne ausgeübt wurde. Minh versuchte sofort, sein Trinkverhalten zu ändern, scheiterte jedoch anfangs, weil er in Stresssituationen in alte Verhaltensmuster zurückfiel.

Er begann daraufhin, kleine Klebezettel an seinen Laptop zu heften, um sich stündlich an die korrekte Zungenposition am Gaumen zu erinnern.

Nach knapp zwei Monaten konsequenten Trainings lief das richtige Schluckmuster fast automatisch ab, und der Druck auf die Zähne verschwand vollständig.

Zusätzliche Fragen

Wororan erkenne ich, ob ich falsch schlucke?

Achten Sie darauf, ob Ihre Lippen beim Schlucken stark verkrampfen oder ob Ihre Zunge gegen die Zähne drückt. Wenn Sie beim Schlucken die Zähne auseinanderlassen und die Zungenspitze gegen die Zähne presst, liegt meist ein falsches Muster vor.

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Kann man das Schluckmuster als Erwachsener noch umtrainieren?

Ja, auch im Erwachsenenalter lässt sich das Schluckmuster durch gezieltes Training und myofunktionelle Therapie erfolgreich umstellen. Es erfordert allerdings Geduld und tägliche Konsequenz, da sich eingeprägte Gewohnheiten nur langsam verändern.

Abschließende Bewertung

Die richtige Zungenposition

Die Zungenspitze gehört beim Schlucken an den Gaumen hinter die Schneidezähne, niemals gegen die Zähne.

Unterdruck statt Druck

Ein korrekter Schluckakt arbeitet über einen Sogeffekt, der Flüssigkeiten nach hinten in den Rachen leitet.

Geduld bei der Umstellung

Die Automatisierung eines neuen Schluckmusters dauert mehrere Wochen regelmäßiger bewusster Wiederholung.

Quellen

  • [1] Leipzig-logopaedie - Bei einem Teil der Erwachsenen bleiben Reste dieses kindlichen Musters erhalten, oft ohne dass sie es bemerken.
  • [2] Zm-online - Studien und kieferorthopädische Beobachtungen zeigen, dass viele Patienten mit offenen Bissen oder schiefen Schneidezähnen ein persistierendes viszerales Schluckmuster aufweisen.