Wie merkt man, dass man zu viel Magnesium hat?

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Ein Zuviel an Magnesium im Körper kann zu unangenehmen Symptomen führen. Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen sind häufige Anzeichen. Muskelschwäche, niedriger Blutdruck und ein verlangsamter Herzschlag können ebenfalls auftreten.
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Zu viel Magnesium: Wann ein Überschuss gefährlich wird

Magnesium ist ein essenzielles Mineral, das für unzählige Körperfunktionen unerlässlich ist. Ein Mangel an Magnesium ist weit verbreitet und wird oft mit Müdigkeit, Muskelkrämpfen und Schlafstörungen in Verbindung gebracht. Weniger bekannt ist hingegen, dass auch ein Überschuss an Magnesium, eine Hypermagnesiämie, negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Die Symptome sind dabei oft unspezifisch und können leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Daher ist es wichtig, die Warnsignale zu kennen.

Ein erhöhter Magnesiumspiegel entsteht in der Regel nicht durch eine magnesiumreiche Ernährung, sondern meist durch eine Überdosierung von Magnesiumpräparaten, Niereninsuffizienz oder durch bestimmte Erkrankungen. Bei Nierenproblemen kann der Körper das Magnesium nicht mehr ausreichend ausscheiden, was zu einer Anhäufung führt. Auch die intravenöse Gabe von Magnesium, beispielsweise im Krankenhaus, kann zu einer Hypermagnesiämie führen, wenn die Dosierung nicht sorgfältig überwacht wird.

Welche Symptome deuten auf einen Magnesiumüberschuss hin?

Die Symptome einer Hypermagnesiämie sind vielfältig und ihre Intensität hängt vom Ausmaß des Überschusses ab. Leichte bis mittelschwere Überdosierungen können sich durch folgende Beschwerden bemerkbar machen:

  • Gastrointestinale Symptome: Dies sind oft die ersten Anzeichen. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind typisch und können mit Magen-Darm-Grippe verwechselt werden. Ein Gefühl von Völlegefühl und Bauchkrämpfen kann ebenfalls auftreten.

  • Muskelschwäche und -lähmungen: Ein erhöhter Magnesiumspiegel beeinflusst die neuromuskuläre Übertragung. Dies kann zu Muskelschwäche, verminderten Reflexen und in schweren Fällen sogar zu Lähmungen führen. Betroffene fühlen sich schlapp und kraftlos.

  • Herz-Kreislauf-Probleme: Ein Überschuss an Magnesium kann den Herzschlag verlangsamen (Bradykardie) und den Blutdruck senken (Hypotonie). In schweren Fällen kann dies zu Herzrhythmusstörungen führen.

  • Zentralnervöse Symptome: In fortgeschrittenen Stadien kann es zu Benommenheit, Verwirrtheit, Schwindel und in seltenen Fällen auch zu Koma kommen. Die Atmung kann beeinträchtigt sein.

  • Weitere Symptome: Manchmal treten auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit, Schwächegefühl und Kribbeln in den Extremitäten auf.

Was tun bei Verdacht auf einen Magnesiumüberschuss?

Sollten Sie mehrere der oben genannten Symptome bemerken, insbesondere in Verbindung mit der Einnahme von Magnesiumpräparaten oder bestehender Nierenerkrankungen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Eine Blutuntersuchung kann den Magnesiumspiegel im Blut feststellen und die Diagnose bestätigen. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Hypermagnesiämie und umfasst in der Regel das Absetzen von Magnesiumpräparaten, die Gabe von Flüssigkeiten zur Ausscheidung des Magnesiums und in schweren Fällen die unterstützende Behandlung von Herz-Kreislauf- oder Atemproblemen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich immer an einen Arzt oder Apotheker.