Wie kann man Hunde reanimieren?

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Bei der Reanimation kleiner Hunde legt man Daumen links, Zeige- und Mittelfinger rechts an den Brustkorb und drückt 10-15 mal kräftig. Größere Hunde benötigen beide Hände für die Herzdruckmassage. Nach den Kompressionen folgen 2-3 Beatmungen.
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Hunde-Reanimation: Erste Hilfe für den Vierbeiner

Ein medizinischer Notfall beim Hund kann jeden Besitzer treffen. Schneller und richtiger Einsatz von Erster Hilfe kann lebensrettend sein. Dieser Artikel konzentriert sich speziell auf die Reanimation (CPR - Cardiopulmonale Reanimation) und erklärt, wie Sie Ihrem Hund im Ernstfall helfen können.

Bevor Sie mit der Reanimation beginnen, ist es entscheidend, zu überprüfen, ob der Hund atmet und einen Herzschlag hat. Legen Sie Ihre Hand an die Brust hinter dem linken Vorderbein. Spüren Sie den Herzschlag? Halten Sie Ihre Hand vor die Nase des Hundes. Spüren Sie Atemluft?

Wenn der Hund nicht atmet und keinen fühlbaren Herzschlag hat, müssen Sie sofort mit der Reanimation beginnen.

1. Vorbereitung des Hundes:

  • Legen Sie den Hund auf die rechte Seite auf eine feste Unterlage.
  • Strecken Sie Kopf und Hals, so dass die Atemwege frei sind. Die Zunge sollte aus dem Maul gezogen werden.
  • Überprüfen Sie erneut Atmung und Puls.

2. Herzdruckmassage:

Die Positionierung der Hände für die Herzdruckmassage ist abhängig von der Größe des Hundes:

  • Kleine Hunde (unter 10 kg): Umschließen Sie den Brustkorb direkt hinter den Vorderbeinen mit Daumen und Fingern. Der Daumen liegt dabei auf der linken Brustkorbseite, Zeige- und Mittelfinger auf der rechten. Drücken Sie den Brustkorb 100-120 Mal pro Minute rhythmisch und kräftig ein. Das entspricht etwa dem Rhythmus des Bee Gees Songs "Stayin' Alive".
  • Mittlere bis große Hunde (über 10 kg): Legen Sie eine Handfläche auf die breiteste Stelle des Brustkorbs. Die zweite Hand legen Sie darüber. Strecken Sie die Ellenbogen und drücken Sie den Brustkorb mit dem Gewicht Ihres Oberkörpers etwa 5-6 cm tief ein. Auch hier gilt die Frequenz von 100-120 Kompressionen pro Minute.

3. Beatmung:

Nach jeweils 30 Kompressionen folgen zwei Beatmungen. Schließen Sie das Maul des Hundes und umschließen Sie die Schnauze mit Ihren Händen. Atmen Sie zwei Mal in die Nase des Hundes ein, so dass sich der Brustkorb sichtbar hebt.

4. Fortsetzung der Reanimation:

Setzen Sie die Reanimation im Verhältnis 30:2 (30 Kompressionen, 2 Beatmungen) fort, bis der Hund wieder selbstständig atmet oder bis professionelle Hilfe eintrifft. Kontrollieren Sie alle 2 Minuten Puls und Atmung.

Wichtig:

  • Zögern Sie nicht, die Reanimation zu beginnen. Falsch durchgeführte Reanimation ist immer noch besser als gar keine.
  • Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf, auch wenn der Hund wieder zu atmen beginnt. Er benötigt dringend weitere medizinische Versorgung.
  • Üben Sie die Reanimation an einem Stofftier oder einem Erste-Hilfe-Kurs für Hunde. So sind Sie im Ernstfall besser vorbereitet.

Dieser Artikel dient nur als Erste-Hilfe-Anleitung und ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Im Zweifel kontaktieren Sie immer einen Tierarzt oder den tierärztlichen Notdienst.