Welchen Druck sollte mein Ausdehnungsgefäß haben?

44 Aufrufe
Ausdehnungsgefäße stabilisieren den Druck in Heizungsanlagen. Der Vordruck im Gefäß, oft im Kessel integriert, sollte idealerweise 1 bar betragen. Dies gewährleistet einen optimalen Ausgleich von Volumenschwankungen durch Temperaturänderungen des Heizwassers. Ein korrekter Vordruck schützt das System vor Überdruck und erhöht die Lebensdauer der Anlage.
Kommentar 0 Gefällt mir

Richtiger Druck im Ausdehnungsgefäß: Wie viel ist ideal?

Meine Therme, ein alter Viessmann aus 1998, hatte immer so um den 1,2 bar Druck. Im März letzten Jahres, plötzlich nur noch 0,8 bar! Panik! Der Heizungsbauer (kostete 150€) sagte, das Ausdehnungsgefäß sei defekt. Er tauschte es aus – der Druck ist seither stabil bei 1 bar.

Also, ideal? Für mich? 1 bar. Mein alter Viessmann lief ja jahrelang damit. Andere Werte hab ich nie gesehen.

Das Ausdehnungsgefäß? Ein Behälter, gleich einem Luftballon im Kessel. Er gleicht Druckschwankungen aus, wenn Wasser sich ausdehnt oder zusammenzieht. Ohne den Behälter, wäre der Druck unkontrollierbar.

Wie hoch ist der Druck im Ausgleichsbehälter?

Also, Ausgleichsbehälter... Druck, ja? Irgendwas zwischen 0,5 und 1,0 bar, das hab ich mal aufgeschnappt. Aber Moment, da war doch noch was.

  • Irgendwie hing das vom Systemdruck ab, oder?
  • Ach ja, meistens so 0,3 bar weniger als im ganzen Heizungskreislauf. Warum eigentlich?

Ich glaub, das hat mit dem Ausdehnungsvolumen zu tun, wenn das Wasser warm wird. Muss nochmal nachlesen. 0,3 bar weniger – das merk ich mir.

Was passiert, wenn ein Ausdehnungsgefäß zu viel Druck hat?

Oktober 2023. Die alte Öl-Heizung in meinem Reihenhaus in München-Schwabing spinnt wieder. Schon den ganzen Morgen gluckert und poltert es unaufhörlich aus dem Heizungskeller. Ich, kein Heizungs-Experte, fühlte mich hilflos und zunehmend panisch. Der Druck war offensichtlich zu hoch. Die Wasserpumpe heulte wie ein verletztes Tier.

Der Installateur, Herr Gruber, erklärte mir später das Problem. Zu viel Druck im Ausdehnungsgefäß. Er zeigte mir das Gerät – ein kleiner, unscheinbarer Stahlzylinder – und erklärte mir die Funktion:

  • Druckausgleich: Das Gefäß gleicht Druckschwankungen im Heizungssystem aus, die durch Erwärmung und Abkühlung des Wassers entstehen.
  • Membran: Eine Membran trennt das Heizungswasser von einem mit Gas gefüllten Raum. Dieser Gasdruck hält das Wasser in Schach.

Bei zu hohem Druck:

  • Membran blockiert: Die Membran kann den Wassereintritt in den Gasraum nicht mehr kompensieren. Das Wasser wird zurückgedrängt.
  • Gefahr von Schäden: Überdruck gefährdet das gesamte Heizungssystem, Leitungen und Armaturen können platzen.

Herr Gruber musste das Überdruckventil öffnen, um den Druck abzulassen. Der leise Zischlaut war für mich eine immense Erleichterung. Die Panik wich einer Mischung aus Erleichterung und Ärger über die defekte Anlage. Die Reparatur schlug mit 300 Euro zu Buche - eine teure Lektion.

Bei zu geringem Druck hingegen:

  • Druckausgleich fehlt: Das Heizungswasser strömt ungehindert in das Gefäß.
  • System instabil: Das System verliert an Stabilität, kann zu unerwünschten Druckschwankungen führen.