Welche Wäsche darf man nicht schleudern?

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Erfahren Sie, Welche Wäsche darf man nicht schleudern und wie Sie empfindliche Textilien wie Wolle und Seide schützen. Zwei horizontale Striche unter dem Waschbottich zeigen an, dass Sie die Kleidung keinesfalls maschinell schleudern oder stark wringen sollten. Starke Drehbewegungen beschädigen feine Fasern und lassen empfindliche Gewebe dauerhaft einlaufen oder reißen.
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Welche Wäsche darf man nicht schleudern: Symbole

Die richtige Pflege Welche Wäsche darf man nicht schleudern schützt vor Beschädigungen und verlängert die Lebensdauer Ihrer Lieblingsstücke erheblich. Ein Blick auf das Etikett verrät, welche Materialien besonders feinfühlig behandelt werden müssen, um unschöne Risse im Gewebe zu verhindern. Lernen Sie die wichtigsten Pflegesymbole kennen.

Welche Wäsche darf man nicht schleudern?

Empfindliche Stoffe und Kleidungsstücke mit feinen Verzierungen dürfen nicht oder nur extrem schonend geschleudert werden, da die mechanische Belastung in der Trommel die Fasern dauerhaft beschädigt oder verformt. Hier ist eine Übersicht der Materialien und Kleidungsstücke, die du vor dem Schleudergang schützen solltest.

Diese Textilien dürfen niemals geschleudert werden

Manchmal meint man es zu gut mit dem Waschkram und wirft einfach alles rein. Das geht schief.

Feine Wolle und Edelhaare wie Kaschmir, Mohair, Angora und reine Schurwolle verfilzen und laufen extrem schnell ein.

Echte Seide ist im nassen Zustand sehr brüchig, weshalb Schleudern zu Knitterfalten führt, die sich kaum noch entfernen lassen, und die Struktur nachhaltig stört.

Kleidung mit Verzierungen wie Pailletten, Perlen, groben Stickereien oder Bügelbildern kann in der Trommel Kleidung mit Pailletten waschen oder die Maschine beschädigen. Formstabile Kleidungsstücke wie BHs mit Bügeln, Korsagen und Schulterpolster verlieren komplett ihre Form. Auch Kleidungsstücke aus Leder, Kunstleder, beschichteten Stoffen oder echtem Pelz müssen draußen bleiben.

Diese Textilien nur stark reduziert schleudern

Manche Sachen vertragen eine Runde, aber eben nur mit angezogener Handbremse. Pflegeleichte Synthetik wie Polyester, Nylon und Polyamid knittern bei hohen Umdrehungen extrem stark.

Viskose und Modal sind in nassem Zustand sehr empfindlich und können reißen oder ihre Form verlieren. Funktions- und Outdoorkleidung mit Membranen wie Gore-Tex sowie spezielle Imprägnierungen werden durch zu starkes Schleudern schlichtweg zerstört.

Für all diese Materialien gilt: Maximal 400 bis 600 Umdrehungen einstellen, um empfindliche Textilien Schleuderdrehzahl zu schützen. Ehrlich gesagt, manchmal vergesse ich das selbst und ärgere mich dann über das Ergebnis. Deswegen lohnt sich der Blick auf den Drehzahlregler.

So erkennst du es auf dem Pflegeetikett

Schaue vor dem Waschen auf das quadratische Wäschesymbol, also den Waschbottich. Zwei Striche unter dem Bottich stehen für den Spezialschonwaschgang, bei dem du das Schleudern komplett ausschalten oder auf ein Minimum reduzieren solltest.

Ein durchgestrichener Kreis im Quadrat weist oft darauf hin, dass das Kleidungsstück extrem empfindlich gegenüber Hitze und Reibung ist. Eine durchgestrichene Hand oder ausgewrungene Wäsche bedeutet schlicht, dass das Kleidungsstück weder ausgewrungen noch geschleudert werden darf.

Tipp für tropfnasse Wäsche: Drücke die Stücke nach dem Waschen nur vorsichtig in einem Handtuch aus und lasse sie liegend auf dem Wäscheständer trocknen.

Schleuder-Eignung im Vergleich

Welche Textilgruppen wie behandelt werden sollten, zeigt dieser direkte Überblick über Drehzahl und Schutzmaßnahmen.

Empfindliche Naturfasern (Wolle, Seide)

Niemals schleudern

Liegend im Handtuch ausdrücken

Verfilzung, Einlaufen, extreme Knitterbildung

Funktionskleidung & Viskose

Nur stark reduziert (400-600 U/min)

Lufttrocknen auf dem Bügel

Beschädigung von Membranen, Reißen der nassen Fasern

Robuste Baumwolle

Normal bis zu 1200-1600 U/min

Leine oder Trockner je nach Etikett

Gering, normales Einlaufen bei zu hoher Hitze

Wer die Schleuderzahl an den Stoff anpasst, verlängert die Lebensdauer seiner Kleidung spürbar. Vor allem feine Materialien danken es dir, wenn du den Regler bewusst bedienst.

Das Drama mit dem Kaschmirpullover

Lena hatte sich im Winter einen teuren Kaschmirpullover gekauft und ihn aus Versehen im Normalprogramm bei 1200 Umdrehungen mitgewaschen. Das Ergebnis war ein Desaster.

Der Pullover war nach dem Waschgang auf Puppengröße geschrumpft und völlig verfilzt. Die Fasern hatten sich durch die starke Reibung unlösbar ineinander verkeilt.

Nach etwas Recherche lernte sie, dass feine Wolle absolut keine mechanische Schleuderbelastung verträgt. Sie musste das gute Stück schweren Herzens aussortieren.

Seitdem wäscht sie Kaschmir nur noch per Hand oder im speziellen Wollprogramm ohne Schleudern, drückt ihn sanft im Handtuch aus und legt ihn flach hin.

Weiterführende Lektüre

Was passiert, wenn man empfindliche Wäsche trotzdem schleudert?

Durch die hohen Fliehkräfte in der Trommel reiben die nassen Fasern permanent aneinander und an der Trommelwand. Das führt bei Wolle zu starkem Verfilzen, bei Seide zu irreparablen Knitterfalten und bei Funktionskleidung zur Zerstörung der atmungsaktiven Membranen.

Kann man Kleidung mit Pailletten im Schonwaschgang schleudern?

Kleidung mit Pailletten, Perlen oder aufwendigen Stickereien sollte gar nicht oder nur bei minimaler Drehzahl geschleudert werden. Die Verzierungen können abreißen, den Stoff einreißen oder im schlimmsten Fall die Waschmaschinentrommel beschädigen.

Warum dürfen BHs mit Bügeln nicht geschleudert werden?

Das Schleudern bei hohen Drehzahlen biegt die Metallbügel in Form und kann dazu führen, dass sie durch den Stoff stoßen. Dadurch verliert der BH komplett seine Passform und im worst case nimmst du sogar deine Waschmaschine übel mit.

Die wichtigsten Dinge

Niemals schleudern

Wolle, Kaschmir, Seide und Kleidung mit harten Verzierungen oder BH-Bügeln gehören nicht in den Schleudergang, da sie verfilzen, einlaufen oder brechen.

Reduzierte Drehzahl nutzen

Synthetik, Viskose und Outdoorkleidung vertragen maximal 400 bis 600 Umdrehungen, um Fasern und Membranen intakt zu halten.

Wenn du wissen möchtest, wie man den Schleudergang richtig anpasst, erfährst du hier mehr: Wie deaktiviert man den Schleudergang?
Etiketten richtig deuten

Zwei Striche unter dem Waschbottich oder ein durchkreuztes Handsymbol zeigen dir sofort an, wann Handarbeit und null Schleudern angesagt sind.