Was tun, wenn das Kind Antibiotika ausspuckt?
Das Kind spuckt das Antibiotikum aus – Was tun?
Die Verabreichung von Antibiotika an Kinder ist oft eine Herausforderung. Besonders ärgerlich ist es, wenn das Kind die Medizin ausspuckt oder kurz nach der Einnahme erbricht. Panik ist jedoch fehl am Platz – richtiges Handeln ist entscheidend. Dieser Artikel erläutert, wie Sie in solchen Situationen richtig reagieren sollten und wann ärztlicher Rat unbedingt erforderlich ist.
Die Situation: Ausgespuckt oder Erbrochen
Es ist wichtig zu unterscheiden, ob das Kind das Antibiotikum direkt nach der Einnahme ausspuckt oder ob es erst nach einer gewissen Zeit zum Erbrechen kommt.
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Direktes Ausspucken: Wenn Ihr Kind die gesamte oder einen Großteil der Medikamentendosis direkt nach der Einnahme ausspuckt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass kaum Wirkstoff aufgenommen wurde. Versuchen Sie in diesem Fall, die Situation ruhig zu betrachten und das Kind zu beruhigen. Warten Sie einige Zeit ab und versuchen Sie, die Einnahme erneut, gegebenenfalls mit einer anderen Methode (siehe unten).
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Erbrechen nach der Einnahme: Erbricht sich Ihr Kind innerhalb von etwa 30 Minuten nach der Einnahme des Antibiotikums, ist die Situation kritischer. Ein Teil des Medikaments könnte bereits aufgenommen worden sein, jedoch ist unklar, wie viel. In diesem Fall ist eine erneute Verabreichung der vollen Dosis unbedingt zu vermeiden! Eine Überdosierung kann schwere gesundheitliche Folgen haben.
Was tun?
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Ruhe bewahren: Panik hilft weder Ihnen noch Ihrem Kind. Versuchen Sie, die Situation ruhig zu beurteilen.
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Zeitpunkt des Ausspuckens/Erbrechens beachten: Notieren Sie sich, wann genau das Kind das Medikament ausgespuckt oder sich erbrochen hat. Diese Information ist wichtig für den Arzt.
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Menge des ausgespuckten/erbrochenen Medikaments schätzen: Versuchen Sie abzuschätzen, wie viel des Medikaments Ihr Kind tatsächlich eingenommen hat. War es nur ein kleiner Teil oder ein Großteil der Dosis?
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Alternative Verabreichungsmethoden: Bei Flüssigkeiten kann ein Medikamentenlöffel oder eine Spritze ohne Nadel verwendet werden. Für Kapseln oder Tabletten gibt es die Möglichkeit, diese (falls vom Arzt zugelassen) zu zerkleinern und in Apfelmus oder Joghurt zu mischen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach geeigneten Methoden, bevor Sie diese anwenden.
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Ärztlichen Rat einholen: Besonders bei Erbrechen innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme oder bei Unsicherheit, ob eine ausreichende Menge des Medikaments aufgenommen wurde, ist ein Anruf beim Arzt oder in der Notaufnahme zwingend erforderlich! Der Arzt kann die Situation beurteilen und Ihnen weitere Anweisungen geben. Er wird entscheiden, ob eine erneute Verabreichung oder eine Anpassung der Behandlung notwendig ist. Eine eigenständige Anpassung der Dosierung ist unbedingt zu vermeiden.
Prävention:
- Positive Einnahme-Atmosphäre schaffen: Verbinden Sie die Einnahme des Medikaments mit positiven Erlebnissen (z.B. Lieblingsgetränk danach).
- Ablenkungstechniken: Lenken Sie das Kind während der Einnahme ab (z.B. mit einem Buch oder Spiel).
- Kleine Dosen: Teilen Sie größere Dosen in kleinere Portionen auf, um die Einnahme zu erleichtern.
- Arzt über mögliche Probleme informieren: Sprechen Sie mit dem Arzt über Schwierigkeiten bei der Medikamentengabe und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.
Zusammenfassend: Ruhe bewahren, den Zeitpunkt und die Menge dokumentieren, alternative Verabreichungsmethoden in Betracht ziehen und bei Unsicherheit immer den Arzt konsultieren – das sind die wichtigsten Schritte, wenn ein Kind Antibiotika ausspuckt oder erbricht. Die Gesundheit Ihres Kindes steht an erster Stelle!
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