Was tun gegen Übelkeit von Kaffee?

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Bei Kaffeeunverträglichkeit können säurearme Kaffeesorten Linderung verschaffen. Empfehlenswert sind hochwertige Kaffees, entkoffeinierte oder gedämpfte Varianten, Bio-Kaffee und Getreidekaffee. Ein Wechsel der Kaffeesorte oder Zubereitungsmethode kann ebenfalls hilfreich sein.
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Kaffee und flaues Gefühl im Magen? Was Sie gegen Übelkeit nach dem Kaffeetrinken tun können

Für viele ist Kaffee der perfekte Start in den Tag oder ein wichtiger Begleiter durch den Nachmittag. Doch für manche Menschen endet der Kaffeegenuss mit einem unangenehmen flauen Gefühl im Magen, Übelkeit oder sogar Sodbrennen. Was tun, wenn der geliebte Muntermacher zum Quälgeist wird?

Die Ursachen für Übelkeit nach dem Kaffeetrinken sind vielfältig. Oft spielt die Säure im Kaffee eine entscheidende Rolle. Diese Säure kann die Magenschleimhaut reizen und zu Beschwerden führen. Aber auch Koffein, Gerbstoffe und andere Inhaltsstoffe können Auslöser sein. Faktoren wie ein empfindlicher Magen, Stress oder die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten können die Symptome zusätzlich verstärken.

Glücklicherweise gibt es verschiedene Strategien, um die Übelkeit nach dem Kaffeetrinken zu lindern oder sogar ganz zu vermeiden:

1. Die richtige Kaffeesorte wählen:

  • Säurearme Kaffeesorten: Achten Sie beim Kauf auf Bezeichnungen wie "schonend geröstet" oder "säurearm". Diese Kaffeesorten werden in der Regel länger geröstet, was dazu führt, dass mehr Säure abgebaut wird.
  • Arabica statt Robusta: Arabica-Bohnen enthalten im Allgemeinen weniger Säure als Robusta-Bohnen.
  • Hochwertiger Kaffee: Billiger Kaffee enthält oft mehr Säure und Bitterstoffe. Investieren Sie in qualitativ hochwertigere Bohnen, um Ihren Magen zu schonen.

2. Entkoffeinierter Kaffee:

  • Die Alternative für Koffeinempfindliche: Koffein kann die Magensäureproduktion anregen und so Übelkeit verursachen. Entkoffeinierter Kaffee bietet den Geschmack ohne die negativen Nebenwirkungen.
  • Achten Sie auf das Verfahren: Einige Entkoffeinierungsverfahren sind schonender als andere. Fragen Sie Ihren Händler nach den Details.

3. Gedämpfter Kaffee (Swiss Water Process):

  • Schonende Entkoffeinierung: Das Swiss Water Process ist ein Verfahren zur Entkoffeinierung, das ohne chemische Lösungsmittel auskommt. Dadurch bleibt der Kaffeegeschmack weitestgehend erhalten und der Kaffee ist für empfindliche Mägen oft besser verträglich.

4. Bio-Kaffee:

  • Weniger Pestizide, weniger Reizstoffe: Bio-Kaffee wird ohne synthetische Pestizide und Düngemittel angebaut. Diese Stoffe könnten möglicherweise die Magenschleimhaut reizen.

5. Getreidekaffee:

  • Die koffeinfreie Alternative: Getreidekaffee wird aus geröstetem Getreide, Zichorie oder anderen pflanzlichen Bestandteilen hergestellt und enthält kein Koffein. Er ist eine gute Alternative für alle, die Kaffee grundsätzlich schlecht vertragen oder auf Koffein verzichten möchten.

6. Die Zubereitung macht den Unterschied:

  • Filterkaffee statt Espresso: Espresso enthält mehr Säure und Konzentration. Filterkaffee ist in der Regel milder.
  • Cold Brew: Die Zubereitung mit kaltem Wasser extrahiert weniger Säure und Bitterstoffe aus dem Kaffee.
  • Richtige Wassertemperatur: Zu heißes Wasser kann den Kaffee bitter machen und die Säurebildung fördern. Achten Sie auf eine Temperatur von ca. 90-95°C.

7. Was Sie außerdem beachten sollten:

  • Kaffee nicht auf nüchternen Magen: Essen Sie vor oder während des Kaffeetrinkens etwas. Lebensmittel können die Säure im Magen neutralisieren.
  • Milch oder Sahne: Milchprodukte können die Säure im Kaffee abmildern.
  • Langsames Trinken: Trinken Sie Ihren Kaffee langsam und in kleinen Schlucken.
  • Ausreichend Wasser trinken: Kaffee entwässert. Trinken Sie ausreichend Wasser, um Ihren Körper hydriert zu halten und die Säure zu verdünnen.
  • Stress vermeiden: Stress kann die Magensäureproduktion anregen und die Symptome verstärken.
  • Ärztlicher Rat: Wenn die Übelkeit nach dem Kaffeetrinken regelmäßig auftritt und sich nicht durch die oben genannten Maßnahmen bessert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen.

Fazit:

Kaffee muss nicht zwangsläufig zu Übelkeit führen. Durch die Wahl der richtigen Kaffeesorte, die Anpassung der Zubereitung und das Beachten einiger einfacher Tipps können Sie den Kaffeegenuss wieder unbeschwert genießen. Probieren Sie verschiedene Strategien aus, um herauszufinden, was für Sie am besten funktioniert. Und denken Sie daran: Jeder Körper ist anders. Was dem einen hilft, muss nicht unbedingt auch für den anderen gelten.