Wann im Zyklus am meisten Pickel?
Hormonelle Schwankungen beeinflussen die Talgproduktion und begünstigen so Hautunreinheiten. Die meisten Pickel erscheinen oft eine Woche vor bis während der Periode, um nach deren Ende wieder abzuklingen. Starke Neigung zu Hormonakne erfordert gegebenenfalls eine dermatologische Beratung.
Der Hormon-Pickel: Wann im Zyklus schlägt er am meisten zu?
Pickel sind lästig, und besonders ärgerlich, wenn sie scheinbar ohne ersichtlichen Grund auftreten. Oftmals steckt hinter dem plötzlichen Ausbruch von Hautunreinheiten ein komplexes Zusammenspiel hormoneller Schwankungen, die im weiblichen Zyklus regelmäßig auftreten. Wann genau im Zyklus die Pickel am meisten zuschlagen, ist zwar von Frau zu Frau unterschiedlich, doch ein Muster lässt sich oft erkennen.
Die Hauptverantwortlichen für die hormonell bedingte Akne sind die Androgene, männliche Geschlechtshormone, die auch im weiblichen Körper vorkommen. Während des Zyklus unterliegen diese – und damit auch die Talgproduktion – erheblichen Schwankungen. Talg ist ein natürlicher Hautfettsaft, der die Haut geschmeidig hält. Eine übermäßige Talgproduktion kann jedoch die Poren verstopfen und so Entzündungen, Mitesser und Pickel begünstigen.
Der kritische Zeitraum liegt häufig in der zweiten Zyklushälfte, etwa eine Woche vor bis während der Menstruation. Der Grund dafür ist der Anstieg des Progesteronspiegels nach dem Eisprung. Progesteron fördert zwar nicht direkt die Talgproduktion, beeinflusst aber indirekt den Androgenhaushalt und kann so zu einem verstärkten Wachstum von Talgdrüsenzellen führen. Gleichzeitig sinkt der Östrogenspiegel kurz vor der Periode, was die Haut anfälliger für Entzündungen macht. Diese Kombination aus erhöhtem Progesteron und sinkendem Östrogen stellt somit einen idealen Nährboden für die Entstehung von Pickeln dar.
Es ist wichtig zu betonen, dass dieser Zeitraum lediglich eine Tendenz darstellt. Die Intensität und der genaue Zeitpunkt des Pickel-Ausbruchs variieren stark je nach individueller Hormonlage, genetischer Veranlagung und weiteren Faktoren wie Stress, Ernährung und Schlafmangel. Bei manchen Frauen zeigen sich die Hautunreinheiten auch schon direkt nach dem Eisprung, andere leiden weniger stark unter hormoneller Akne oder bemerken gar keinen Zusammenhang mit ihrem Zyklus.
Was tun bei starker Hormonakne?
Leiden Sie unter stark ausgeprägter Akne, die deutlich mit Ihrem Zyklus zusammenhängt und Ihre Lebensqualität beeinträchtigt, sollten Sie unbedingt einen Hautarzt oder Dermatologen aufsuchen. Dieser kann die Ursache der Akne genauer untersuchen und Ihnen eine individuelle Therapie empfehlen. Mögliche Behandlungsoptionen reichen von topischen Cremes und Salben über orale Medikamente bis hin zu hormonellen Kontrazeptiva. Eine frühzeitige Behandlung kann langfristige Narbenbildung vermeiden.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Obwohl der Zusammenhang zwischen hormonellen Schwankungen und Akne deutlich ist, gibt es keine allgemeingültige Aussage, wann im Zyklus die meisten Pickel auftreten. Eine Woche vor bis während der Periode ist jedoch ein häufiger Zeitraum. Bei starker oder anhaltender Problematik ist der Besuch eines Dermatologen ratsam, um eine geeignete Therapie zu finden und die Hautgesundheit nachhaltig zu verbessern.
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