Sind 25.000 Wörter für ein Buch gut?
Also 25.000 Wörter... hmm, für ein Buch? Ehrlich gesagt, kommt mir das irgendwie... kurz vor. Ich meine, klar, für so eine kleine, feine Geschichte, so eine Novelle, vielleicht. Oder wenn man mehrere Kurzgeschichten zusammenpackt, warum nicht? Ich hab mal so eine Sammlung gelesen, lauter kleine, skurrile Geschichten, da hat das sicher auch so hingehauen. Aber ein richtiges Buch, ein Roman? Da fehlt doch was, oder?
90.000 Wörter, hab ich mal irgendwo gelesen, so im Durchschnitt für Belletristik. Klingt erstmal viel, oder? Aber wenn man mal drüber nachdenkt… Man will ja die Charaktere kennenlernen, in die Welt eintauchen. Bei 25.000 Wörtern ist man doch kaum warm geworden, schon ist es vorbei! Wie so ein schneller Kaffee am Bahnhof, zack, weg. Wo ist da die Gemütlichkeit?
Sachbücher, da soll's wohl so um die 50.000 Wörter sein. Auch deutlich mehr. Ich kann mir vorstellen, warum. Wenn man was erklären will, braucht man halt Platz. Meine Oma hat mal ein Kochbuch geschrieben, mit ganz vielen Familienrezepten und Geschichten dazu. Das war dick! Sicher keine 25.000 Wörter, eher mehr. Und das war auch gut so, jedes Rezept ein kleines Erlebnis.
Also, wenn ich jetzt ein Buch schreiben würde… (und wer weiß, vielleicht mach ich das ja irgendwann mal…) dann wären 25.000 Wörter mir definitiv zu wenig. Da hätte ich das Gefühl, ich hätte gar nicht richtig angefangen. Es sei denn, es wäre so eine ganz besondere, kurze, intensive Geschichte. Aber so ein richtiger Schmöker? Nee, da brauch ich mehr. Viel mehr.
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