Kann man mit Hautausschlag Schwimmen gehen?

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Neurodermitis und Schwimmen? Kein Problem! Kühlendes Wasser lindert Juckreiz und Hitze. Vorher eine Pflegelotion auftragen schützt die Haut zusätzlich und sorgt für ungetrübten Badespaß.
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Schwimmen bei Hautausschlag: Ja oder Nein? Ein differenzierter Blick

Hautausschlag – ein weit gefasster Begriff, der unzählige Ursachen und Erscheinungsbilder umfasst. Die Frage, ob man mit einem Hautausschlag schwimmen gehen kann, lässt sich daher nicht pauschal beantworten. Sie hängt entscheidend von der Art des Ausschlags, seiner Schwere und dem jeweiligen Gewässer ab.

Wann Schwimmen empfehlenswert sein kann:

  • Neurodermitis: Wie bereits erwähnt, kann kühles Wasser den Juckreiz bei Neurodermitis lindern und die entzündete Haut beruhigen. Wichtig ist jedoch, die Haut vor dem Baden mit einer feuchtigkeitsspendenden, rückfettenden Lotion zu schützen. Nach dem Schwimmen sollte die Haut gründlich abgetrocknet und erneut mit Lotion eingecremt werden, um dem Austrocknen durch das Chlorwasser (Schwimmbad) oder Salzwasser (Meer) entgegenzuwirken. Bei stark akuten Schüben oder offenen Stellen sollte man jedoch auf das Schwimmen verzichten.

  • Sonnenbrand: Leicht geröteter Sonnenbrand kann durch kühleres Wasser gelindert werden. Allerdings sollte man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden und einen hohen Lichtschutzfaktor verwenden.

  • Hitzepickel: Kühles Wasser kann die durch Hitze und Schweiß entstandenen Pickelchen beruhigen.

Wann Schwimmen eher abzuraten ist:

  • Offene Wunden oder infizierte Stellen: Das Wasser im Schwimmbad oder See kann Bakterien und Keime enthalten, die die Wunden infizieren und den Heilungsprozess verzögern können. Auch das Chlor im Schwimmbadwasser kann die betroffenen Stellen reizen.

  • Starker, eitriger Hautausschlag: Ähnlich wie bei offenen Wunden besteht die Gefahr einer Infektion und Verschlimmerung des Ausschlags.

  • Allergischer Hautausschlag mit starkem Juckreiz: Das Wasser, insbesondere Chlorwasser, kann den Juckreiz verstärken und die Haut zusätzlich reizen.

  • Pilzinfektionen: Schwimmen kann die Ausbreitung von Pilzinfektionen begünstigen, da feuchte Umgebungen ideale Brutstätten für Pilze darstellen.

Welche Gewässer sind besser geeignet?

  • Seen: Im Allgemeinen ist Seewasser weniger reizend als Chlorwasser. Allerdings ist die Wasserqualität von Seen unterschiedlich und kann Keime enthalten.

  • Schwimmbäder: Chlorwasser kann die Haut austrocknen und reizen. Bei bestehenden Hautausschlägen sollte man daher besonders vorsichtig sein und die Haut gut schützen.

Fazit:

Ob Schwimmen bei Hautausschlag möglich ist, hängt stark von der Art und dem Schweregrad des Ausschlags ab. Im Zweifelsfall sollte man einen Arzt oder Dermatologen konsultieren. Eine gute Hautpflege vor und nach dem Schwimmen ist in jedem Fall ratsam, um die Haut zu schützen und Irritationen zu minimieren. Bei offenen Wunden oder starken Infektionen sollte man unbedingt auf das Schwimmen verzichten.