Wird im Flugmodus GPS ausgeschaltet?

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Die Frage, wird im flugmodus gps ausgeschaltet, lässt sich verneinen. Der Flugmodus deaktiviert Mobilfunk, WLAN und Bluetooth, aber das GPS-Modul bleibt aktiv. Da GPS ein reiner Empfangsdienst ohne eigene Sendeleistung ist, stört es die Bordelektronik nicht. Nutzer bestimmen ihren Standort auch ohne Internetverbindung weiterhin präzise. Viele Navigations-Apps erlauben die Nutzung von Offline-Karten während des Fluges.
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Wird im Flugmodus GPS ausgeschaltet? Funktion im Test

Beim Aktivieren der Profileinstellungen für den Flug fragen sich viele Smartphone-Nutzer bezüglich der Standortermittlung. Die Sorge vor heimlichen Mobilfunkverbindungen oder dem Verlust der Orientierung über den Wolken führt oft zu Verunsicherung. Ein genaues Verständnis dieser Technologie schützt vor Fehlbedienungen und sichert die Navigation auf Reisen, da wird im flugmodus gps ausgeschaltet mit einem klaren Nein beantwortet werden kann.

Wird im Flugmodus GPS ausgeschaltet? Die Antwort im Überblick

Die Annahme, dass der Flugmodus sämtliche Funkverbindungen trennt und somit auch die Standortermittlung blockiert, ist weit verbreitet. Die kurze Antwort lautet jedoch: Nein, im Flugmodus wird das GPS bei den allermeisten modernen Smartphones nicht ausgeschaltet.

Der Grund dafür liegt in der grundlegenden Funktionsweise der Technologie: Ein integrierter GPS-Chip ist ein reiner Empfänger. Er hört lediglich auf die Signale von Satelliten, die aus großer Höhe zur Erde geschickt werden, und sendet selbst keinerlei elektromagnetische Wellen aus. Da von passiven Empfängern keine Gefahr für die empfindliche Elektronik oder die Navigationssysteme im Cockpit ausgeht, bleibt die GPS-Komponente beim Aktivieren des Flugmodus standardmäßig einsatzbereit.

Wie GPS ohne Internetverbindung an Bord funktioniert

Das mobile Internet und die Verbindung zu Mobilfunkmasten werden im Flugmodus rigoros gekappt. Wer nun eine Navigations-App öffnet, steht oft vor einer leeren, grauen Ansicht. Das liegt jedoch nicht an einem deaktivierten GPS-Modul, sondern an den fehlenden Kartendaten, die normalerweise kontinuierlich über das Mobilfunknetz nachgeladen werden.

Um die Position dennoch visuell auf einer Karte zu verfolgen, müssen vor dem Abflug Offline-Karten heruntergeladen werden. Reine Standortdaten basieren auf der Berechnung von Laufzeitunterschieden der Satellitensignale. Sobald das Smartphone eine Sichtverbindung zu mindestens vier Satelliten aufgebaut hat, kann es die geografischen Koordinaten exakt bestimmen - ganz ohne Mobilfunknetz.

Das Phänomen A-GPS und die Startverzögerung im Flugzeug

Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass es im Flugmodus quälend lange dauern kann, bis der eigene Standort gefunden wird. Ich habe mich auf einem Flug von Frankfurt nach Mallorca selbst einmal darüber geärgert, als meine App minutenlang nur einen Ladekreis anzeigte. Der Grund dafür ist das Fehlen von Assisted GPS (A-GPS).

Im normalen Alltag nutzt das Handy Mobilfunkdaten, um die aktuellen Bahndaten der Satelliten (den sogenannten Almanach) innerhalb weniger Sekunden aus dem Internet zu laden. Fällt diese Abkürzung weg, muss der GPS-Chip die Daten mühsam und extrem langsam mit einer Datenrate von mageren 50 Bits pro Sekunde direkt vom Satellitensignal abgreifen. Dieser Vorgang wird als Kaltstart bezeichnet und kann unter schlechten Bedingungen bis zu 12 Minuten dauern.

Herausforderungen beim GPS-Empfang in der Flugzeugkabine

Selbst wenn die Technik aktiv ist, gleicht der gps empfang im flugzeug oft einem Geduldsspiel. Die Flugzeughaut wirkt wie eine massive Barriere. Da die Signale der Satelliten ohnehin sehr schwach am Boden beziehungsweise in der Luft ankommen, führt die Abschirmung durch die Aluminiumhülle zu einer enormen Signaldämpfung.

Messungen zur Signalabschirmung bei Verkehrsflugzeugen zeigen deutliche Werte: Aluminium-Rumpf: Verursacht im Durchschnitt eine Dämpfung der Funksignale um 15 bis 24 Dezibel. Dieser massive Signalverlust führt dazu, dass im Inneren der Kabine oft kein stabiler Satelliten-Lock zustande kommt.

Sitzposition: Während Passagiere am Gang so gut wie nie ein Signal empfangen, steigen die Chancen an einem Fensterplatz rapide. Wer das smartphone gps flugmodus direkt an die Scheibe hält, nutzt das Kunststofffenster als sprichwörtliches Sichtfenster für die Satellitensignale. Moderne Verbundwerkstoffe: Flugzeuge wie die Boeing 787 oder der Airbus A350 bestehen zu großen Teilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Diese modernen Materialien schirmen elektromagnetische Wellen weniger stark ab als klassisches Aluminium, was den GPS-Empfang im Innenraum spürbar verbessert.

Der versteckte Akku-Fresser: GPS im Flugmodus richtig nutzen

Manchmal liest man den Rat, GPS im Flugmodus zu deaktivieren, um den Akku zu schonen. Aber stimmt das überhaupt? Das Aktivieren der Standortdienste verbraucht im Leerlauf - also wenn keine App aktiv Daten anfordert - so gut wie keine Energie. Der reine GPS-Chip benötigt im aktiven Betrieb etwa 25 bis 176 Milliwatt. Das ist im Vergleich zum Display, das locker 1.000 bis 1.500 Milliwatt verschlingt, verschwindend gering.

Warum schrumpft die Prozentanzeige des Akkus bei der Navigation im Flugzeug dann trotzdem so schnell? Es gibt eine einfache Erklärung, die viele Nutzer übersehen: Wenn eine Navigations-App im Hintergrund versucht, eine Verbindung zu Satelliten aufzubauen, blockiert dies die Tiefschlaf-Phasen des Smartphone-Prozessors. Die CPU muss permanent auf Hochtouren laufen, um die eintreffenden Datenpakete zu dekodieren. Schließen Sie die App daher komplett, sobald Sie Ihre Flughöhe oder die standortbestimmung im flugmodus überprüft haben.

Verbindungstypen im Flugmodus im direkten Vergleich

Der Flugmodus regelt die verschiedenen Sende- und Empfangseinheiten eines Smartphones restriktiv, behandelt die Technologien jedoch völlig unterschiedlich.

GPS-Modul

Ermittlung von Position, Flughöhe und Geschwindigkeit

Nein, funktioniert autark über Satellitensignale

Bleibt standardmäßig aktiv und empfangsbereit

Reiner Signalempfang aus dem All (passiv)

Mobilfunk (LTE/5G)

Keine Funktion, da die Suche nach Masten den Akku leert

Ja, stellt die primäre Datenverbindung bereit

Wird sofort und vollständig deaktiviert

Aktives Senden und Empfangen zu Bodenstationen

WLAN & Bluetooth

Nutzung von In-Flight-Internet oder kabellosen Kopfhörern

WLAN optional für Bord-Entertainment, Bluetooth nein

Wird initial abgeschaltet, darf manuell reaktiviert werden

Aktiver Datenaustausch auf kurzen Distanzen

Während jegliche Senderarchitektur (Mobilfunk) zum Schutz der Flugzeugelektronik gekappt wird, bleibt die passive GPS-Technik unangetastet. WLAN und Bluetooth nehmen eine Sonderrolle ein, da sie für Services an Bord nachträglich wieder eingeschaltet werden dürfen.

Offline-Navigation in der Praxis: Lukas' Flug nach Asien

Lukas, ein begeisterter Individualreisender aus München, wollte während seines elfstündigen Langstreckenflugs nach Bangkok seine genaue Flugroute auf dem Smartphone mitverfolgen, um die Geografie der überflogenen Länder kennenzulernen. Er aktivierte pünktlich beim Boarding den Flugmodus und öffnete seine vorbereitete Karten-App.

Sein erster Versuch endete in einer Enttäuschung: Da er einen Sitzplatz direkt am Gang gebucht hatte, zeigte die App auch nach zehn Minuten Wartezeit keinen Standort an. Die dicken Kabinenwände blockierten die Satellitensignale fast vollständig, und ohne mobiles Internet konnte das Gerät keine Hilfsdaten laden.

Lukas bat seine Sitznachbarin am Fenster höflich darum, das Smartphone kurz an die Scheibe halten zu dürfen. Zudem erinnerte er sich daran, dass er den Fehler gemacht hatte, die App erst an Bord zu öffnen, wodurch der GPS-Chip einen langwierigen Kaltstart ohne Vorab-Almanach durchführen musste.

Nach etwa vier Minuten direkt am Kabinenfenster bekamen die GPS-Sensoren endlich stabilen Kontakt zu fünf Satelliten. Lukas konnte fortan den Flug über das Himalaja-Gebirge in Echtzeit auf seinen vorab lokal gespeicherten Offline-Karten mitverfolgen und die genaue Fluggeschwindigkeit von 910 km/h ablesen.

Wenn du wissen möchtest, was sonst noch möglich ist, erfährst du hier mehr: Welche Apps kann man im Flugmodus nutzen?

Das Wichtigste im Überblick

GPS bleibt im Flugmodus voll funktionsfähig

Da GPS-Komponenten reine Signalempfänger sind und keine verbotenen Funksignale aussenden, werden sie vom Flugmodus standardmäßig nicht blockiert.

Offline-Karten sind für die Flugroute zwingend notwendig

Ohne mobile Datenverbindung können Navigations-Apps keine Karten streamen. Laden Sie die Regionen vor der Reise im heimischen WLAN herunter.

Ein Fensterplatz ist für den Empfang entscheidend

Die metallische Flugzeughaut dämpft Satellitensignale um bis zu 24 Dezibel. Nur am Fenster ist die Chance auf einen stabilen GPS-Fix gegeben.

Vermeiden Sie unnötigen Akku-Drain

Die permanente Satellitensuche bei schlechtem Empfang hindert die Smartphone-CPU am Energiesparen. Schließen Sie Navigations-Apps nach der Nutzung vollständig.

Zusätzliche Informationen

Kann ich Google Maps im Flugmodus im Flugzeug nutzen?

Ja, das ist problemlos möglich, sofern Sie den entsprechenden Kartenausschnitt vor der Reise als Offline-Karte auf Ihrem Smartphone gespeichert haben. Da das GPS-Modul aktiv bleibt, wird Ihr Standort als blauer Punkt auf der Karte angezeigt, allerdings fehlen ohne Internetverbindung aktuelle Live-Informationen oder Störungsmeldungen.

Darf man GPS im Flugzeug überhaupt einschalten?

Ja, die Nutzung von GPS ist an Bord von Verkehrsflugzeugen absolut erlaubt. Da Smartphones im reinen GPS-Betrieb keine Funksignale aussenden, sondern nur Signale empfangen, kommt es zu keinerlei Wechselwirkungen oder Störungen mit der Bordelektronik oder den Kommunikationsanlagen der Piloten.

Warum findet mein Handy im Flugmodus keinen GPS-Standort?

Das liegt meistens an der Abschirmung durch den Flugzeugrumpf, besonders wenn Sie nicht am Fenster sitzen. Zudem fehlt im Flugmodus die Unterstützung durch das Mobilfunknetz (A-GPS), wodurch die Signalsuche statt weniger Sekunden mehrere Minuten dauern kann. Gehen Sie nah an ein Fenster und geben Sie dem Gerät etwas Zeit.