Wie viel Druck im Ausdehnungsgefäß Trinkwasser?

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Beim Druck Ausdehnungsgefäß Trinkwasser einstellen liegt der Vordruck bei einem Leitungsdruck von 4,0 bar idealerweise bei 3,5 bar. Der Vordruck bleibt dabei stets unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils. Dieses Sicherheitsventil löst bei 6, 8 oder 10 bar aus. Ein zu hoher Vordruck verhindert den Schutz vor unzulässigem Druck im System.
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Druck Ausdehnungsgefäß Trinkwasser: 3,5 bar bei 4 bar

Die korrekte Einstellung beim Druck Ausdehnungsgefäß Trinkwasser einstellen verhindert Schäden an der Anlage. Ein falscher Vordruck gefährdet die Sicherheit des gesamten Systems bei hohen Leitungsdrücken. Verstehen Sie die Zusammenhänge zwischen Gefäßdruck und Sicherheitsventil, um teure Reparaturen zu vermeiden und die Langlebigkeit Ihrer Trinkwasserinstallation sicherzustellen.

Druck Ausdehnungsgefäß Trinkwasser einstellen: Die Grundlagen

Der Vordruck des Trinkwasser-Ausdehnungsgefäßes muss etwa 0,2 bis 0,5 bar unter dem Ruhedruck Ihrer Kaltwasserleitung liegen. Diese präzise Abstimmung ist entscheidend, damit das Gefäß die Volumenänderungen beim Erwärmen des Trinkwassers im Speicher korrekt aufnehmen kann. Haben Sie den Leitungsdruck falsch ermittelt, drohen Funktionsstörungen im gesamten System.

Warum der Vordruck so wichtig ist

Ein korrekt eingestellter Vordruck verhindert, dass unnötig Wasser über das Sicherheitsventil abfließt. Ist der Vordruck zu niedrig gewählt, nimmt das Gefäß kaum Wasser auf und das Ventil tropft ständig. Ist er hingegen zu hoch, kann das Gefäß seinen Zweck nicht erfüllen. Es ist ein schmaler Grat.

In einem typischen Haushalt mit einem Leitungsdruck von 4,0 bar sollte der Vordruck des Gefäßes bei etwa 3,5 bar liegen. Dabei darf der Vordruck niemals den Ansprechdruck des Sicherheitsventils übersteigen, der meist bei 6, 8 oder 10 bar liegt. Sonst verlieren Sie den Schutz vor unzulässigem Druck.

Anleitung: Gefahrlos den Druck prüfen und anpassen

Die Prüfung des Vordrucks darf niemals bei unter Druck stehendem System erfolgen, da das Messergebnis sonst verfälscht wird. Sie müssen das Gefäß wasserseitig absperren und den Inhalt komplett entleeren. Nur so messen Sie den reinen Gasdruck (Stickstoffpolster) im Inneren.

Schritt-für-Schritt Vorgehensweise

Gehen Sie für eine sichere Wartung Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß nach diesen Schritten vor: 1. Absperrventil vor dem Ausdehnungsgefäß schließen. 2. Wasser am Entleerventil des Gefäßes vollständig ablassen, bis kein Druck mehr anliegt. 3. Prüfen Sie mit einem Manometer am Ventil des Gefäßes den Stickstoffdruck. 4. Korrigieren Sie den Druck mit einer Luftpumpe oder einem Stickstoff-Füllset. 5. Nach der Einstellung das Entleerventil schließen und das Absperrventil langsam wieder öffnen.

Hygienische Aspekte: Stagnation unbedingt vermeiden

In Trinkwasseranlagen ist Hygiene das oberste Gebot. Ein klassisches Ausdehnungsgefäß wird oft zur Keimfalle, wenn das Wasser darin nicht regelmäßig ausgetauscht wird. Stagnationswasser ist eine Einladung für Bakterien. Deshalb müssen Sie zwingend zugelassene Durchströmungsarmaturen einsetzen, die das Wasser im Gefäß bei jeder Entnahme aktiv umwälzen.

Sicherheitsventil versus Ausdehnungsgefäß

Beide Bauteile schützen Ihre Trinkwasseranlage, arbeiten jedoch mit unterschiedlichen Zielsetzungen zusammen.

Ausdehnungsgefäß

- Aufnahme der Volumenausdehnung bei Erwärmung

- Durchströmung ist zwingend erforderlich

- Reguliert den Druckaufbau kontinuierlich

Sicherheitsventil

- Not-Überdruckschutz bei Defekten

- Wartung nötig, kein direkter Wasserfluss

- Löst nur im absoluten Grenzwertfall aus

Das Gefäß dient der normalen Betriebssicherheit, während das Ventil als letzte Sicherheitsebene fungiert. Ein perfekt eingestelltes Gefäß entlastet das Ventil massiv.

Herausforderung bei einem Einfamilienhaus in Berlin

Ein Hausbesitzer in Berlin hatte ständig Wasserverluste am Sicherheitsventil, obwohl die Anlage erst zwei Jahre alt war. Die erste Vermutung: Das Ventil ist defekt.

Beim Vor-Ort-Termin stellte sich heraus: Der installierte Vordruck des Ausdehnungsgefäßes war mit 2,0 bar deutlich zu niedrig angesetzt für den herrschenden Leitungsdruck von 4,5 bar.

Nachdem das System entleert und der Vordruck auf die korrekten 4,0 bar angehoben wurde, blieb das Sicherheitsventil dauerhaft trocken.

Der Besitzer lernte, dass eine einfache Druckprüfung den Austausch des teuren Sicherheitsventils erspart hätte.

Das sollten Sie mitnehmen

Das 0,2 bis 0,5 bar Prinzip

Stellen Sie den Vordruck stets 0,2 bis 0,5 bar unter dem gemessenen Ruhedruck der Leitung ein, um eine korrekte Funktion zu gewährleisten.

Druckprüfung nur im entleerten Zustand

Messungen bei anstehendem Leitungsdruck liefern falsche Werte; das Gefäß muss vor der Prüfung immer wasserseitig drucklos sein.

Hygiene hat Vorrang

Nutzen Sie für Trinkwasser immer Durchströmungsarmaturen, um Stagnation und damit verbundene Keimbildung im Ausdehnungsgefäß sicher zu verhindern.

Das sollten Sie noch wissen

Wie oft muss ich den Druck prüfen?

Es wird empfohlen, den Vordruck mindestens einmal jährlich während der Wartung der Anlage zu prüfen. So stellen Sie sicher, dass keine Luft über die Membrane entweicht.

Kann ich normale Luft zum Befüllen nutzen?

Technisch ist das möglich, jedoch führt normale Luft mit ihrer Feuchtigkeit zu schnellerer Korrosion im Inneren der Stahlblase. Stickstoff ist für eine lange Lebensdauer des Gefäßes vorzuziehen.

Was passiert bei einem Defekt der Membrane?

Wenn die Membrane reißt, füllt sich das Gefäß komplett mit Wasser und der Vordruck fällt auf Null. Sie merken dies oft daran, dass das Sicherheitsventil bei jedem Aufheizvorgang Wasser ablässt.

Wenn Sie unsicher bei der Wartung sind, erfahren Sie hier: Wie hoch muss der Vordruck im Ausdehnungsgefäß sein?