Wie geht man im All aufs Klo?

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In der Schwerelosigkeit funktioniert wie geht man im All aufs klo mithilfe eines starken Luftzugs und Vakuums, das Flüssigkeiten und feste Abfälle sicher absaugt. Astronauten nutzen spezielle, körpergerechte Halterungen und Schläuche mit Trichtern. Dieser Unterdruck ersetzt die Schwerkraft und verhindert das Herumschweben von Ausscheidungen im Raumschiff.
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Wie geht man im All aufs Klo: Vakuumsystem erklärt

Die Nutzung einer Toilette im Weltall erfordert spezielle Techniken und Technologien, um den Herausforderungen der Schwerelosigkeit zu begegnen. Das Verständnis dieser Abläufe gewährt spannende Einblicke in den astronautischen Alltag und die Lebenserhaltungssysteme an Bord von Raumstationen. Entdecken Sie die faszinierenden Mechanismen hinter der weltraumtauglichen Sanitärtechnik.

Wie geht man im All aufs Klo?

Astronauten nutzen auf der Internationalen Raumstation (ISS) spezielle Hightech-Weltraumtoiletten, die ohne Schwerkraft mit einem künstlichen Luftzug beziehungsweise Unterdruck arbeiten.

Im Weltraum schwebt alles frei herum, wenn es nicht festgehalten wird. Das gilt natürlich auch für die Ausscheidungen des menschlichen Körpers. Ohne die richtige Technik würde der Gang zur wie geht man im all aufs klo zu einem echten hygienischen Albtraum werden.

Urin-Absaugung im schwerelosen Raum

Für flüssige Ausscheidungen kommt ein flexibles Schlauchsystem mit einem speziellen Trichter zum Einsatz. Durch einen starken Luftzug wird der Urin sofort abgesaugt, damit keine Tropfen im Raum umherschweben.

Das Geniale an diesem System ist die Wiederverwertung. Auf der ISS wird der gefilterte Urin in einer hochmodernen Aufbereitungsanlage gereinigt und zu frischem Trinkwasser sowie Sauerstoff verarbeitet.

Das große Geschäft in der Schwerelosigkeit

Feste Ausscheidungen erfordern eine noch ausgeklügeltere Vorrichtung. Die Toilette besitzt einen winzigen Toilettensitz mit einer Öffnung von nur etwa 13 Zentimetern, was anfangs sicher etwas Gewöhnung erfordert.

Weil man in der Schwerelosigkeit sofort von der Brille abheben würde, müssen sich die Astronauten mit Oberschenkel-Haltern und einem Gurt fest anschnallen. Ein starkes Vakuum zieht die festen Ausscheidungen direkt in einen darunterliegenden Behälter.

Wenn ein Behälter voll ist, wird er luftdicht verschlossen und später in ein unbemanntes Frachtschiff geladen. Dieses verglüht beim späteren Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vollständig.

Herausforderungen und Alltag im Weltraumklo

Zugegeben, anfangs mochte man denken, dass die Notdurft im Weltall äußerst kompliziert und furchteinflößend ist. Tatsächlich haben die Ingenieure jedoch alles extrem sorgfältig konstruiert, damit Astronauten keine unerwarteten Pannen erleben.

Obwohl das Absaugsystem sehr effizient arbeitet, ist es gar nicht so einfach, in der Schwerelosigkeit exakt die 13 Zentimeter breite Öffnung zu treffen. Die Raumfahrer müssen diese Abläufe daher vor dem Start zur ISS intensiv auf der Erde trainieren.

Darüber hinaus besitzt jeder Mensch auf der Raumstation einen individuell angepassten Trichter, um Verwechslungen auszuschließen und ein Austreten von Abfällen in die Kabinenluft zu verhindern.

Wie machen Astronauten das vor dem Start oder im Raumanzug?

Vor dem Start oder während eines Außeeinsatzes (EVA) im klobigen Raumfahrtanzug sieht die Sache noch einmal ganz anders aus. Da man den Anzug für einen stundenlangen Spaziergang im All nicht einfach ausziehen kann, nutzen Astronauten spezielle Windeln.

Diese hochentwickelten Absorptionskleidungsstücke, oft als Maximum Absorbency Garment bezeichnet, fangen Flüssigkeiten zuverlässig auf, damit die Mission nicht wegen eines dringenden Bedürfnisses abgebrochen werden muss.

Vergleich: Toilettengang auf der Erde vs. im Weltall

Während auf der Erde die Schwerkraft die gesamte Arbeit für uns erledigt, erfordert der Toilettengang im Orbit modernste Vakuumtechnik.

Toilettengang auf der Erde

Nutzt die natürliche Schwerkraft zum Abtransport von Ausscheidungen

Standardmäßige Haushaltskeramik mit normaler Sitzfläche

Verbraucht mehrere Liter Frischwasser pro Spülung

Weltraumtoilette auf der ISS

Nutzt künstlichen Unterdruck und einen starken Luftzug (Vakuum)

Mini-Sitz mit nur 13 cm Öffnung und Haltegurten gegen Wegschweben

Komplette Aufbereitung von Urin zu Trinkwasser und Sauerstoff

Im All ist jede Ressource kostbar, weshalb das Kreislaufsystem der Weltraumtoilette den Urin zu 98 Prozent recycelt, während auf der Erde Wasser einfach im Kanal verschwindet.

Die Eingewöhnung von Astronaut Thomas im All

Thomas, ein europäischer Raumfahrer, trat seine erste Mission zur ISS an und machte sich im Vorfeld große Sorgen wegen alltäglicher Dinge wie dem Gang zur Toilette in der Schwerelosigkeit.

Beim ersten Versuch lief natürlich nicht alles glatt. Ohne die gewohnte Anziehungskraft verlor er kurzzeitig das Gleichgewicht und traf den winzigen Trichter nicht richtig, was zu einer kleinen chaotischen Situation in der Kabine führte.

Nach einer Woche gezieltem Training und dem strikten Befolgen der Anschnall-Techniken hatte er den Dreh raus und konnte den Unterdruckmechanismus intuitiv bedienen.

Am Ende seiner viermonatigen Mission fand er den Blick aus dem Weltraumfenster während des Toilettengangs sogar entspannender als manches irdische Badezimmer.

Kurzfassung

Hightech-Vakuumtechnik

Weltraumtoiletten ersetzen die fehlende Schwerkraft durch künstlichen Luftzug und Unterdruck.

Nachhaltiges Recycling

Flüssigkeiten gehen im Orbit nicht verloren, sondern werden zu Trinkwasser recycelt.

Ausführlichere Details

Wie gehen Astronauten im All aufs Klo ohne Schwerkraft?

Sie nutzen spezielle Vakuumtoiletten, die den Urin über einen flexiblen Schlauch absaugen und feste Ausscheidungen mithilfe eines starken Luftzugs in einen Behälter ziehen.

Wohin verschwinden die Ausscheidungen der Astronauten?

Feste Ausscheidungen werden in luftdichten Behältern gesammelt und in einem Frachtschiff verstaut, das beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht.

Wird der Urin auf der ISS wirklich wiedergetrunken?

Ja, das Abwassersystem filtert und reinigt den Urin so gründlich, dass er wieder zu sauberem Trinkwasser und Sauerstoff aufbereitet wird.

Fragst du dich jetzt noch, wie andere biologische Prozesse da oben ablaufen? Erfahre hier mehr dazu: Wie funktioniert Stuhlgang im All?.