Wo darf man Pickel nicht ausdrücken?

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Unterirdische Pickel sind Tabu-Zone für ausgiebiges Drücken. Wer an diesen tiefliegenden Entzündungen herumhantiert, riskiert eine Verschlimmerung und unschöne Narbenbildung. Lieber die Finger davon lassen und auf sanftere Methoden zur Behandlung setzen, um langfristig reine Haut zu bewahren.
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Hände weg! Wo das Ausdrücken von Pickeln unbedingt verboten ist

Pickel – die kleinen, unliebsamen Hautunreinheiten, die uns alle schon mal zur Verzweiflung gebracht haben. Der Impuls, sie auszudrücken, ist verständlich. Doch Vorsicht! Nicht jeder Pickel verträgt die Behandlung mit den Fingern. An einigen Stellen ist das Ausdrücken sogar gefährlich und führt zu langfristigen Schäden. Dieser Artikel klärt auf, wo Sie unbedingt die Finger von Ihren Pickeln lassen sollten.

Unterirdische Pickel: Die Tabuzone

Der Klassiker: der tiefliegende, unter der Hautoberfläche schmerzende Pickel. Diese sogenannten "Blindpickel" oder "Unterhautpickel" sind besonders tückisch. Sie sind noch nicht vollständig zur Oberfläche gelangt und befinden sich in tieferen Hautschichten. Ein Versuch, sie auszudrücken, endet meist mit:

  • Verschlimmerung der Entzündung: Durch das Drücken wird die Entzündung weiter in die Haut getrieben, was zu einer stärkeren Rötung, Schwellung und Schmerzen führt. Es besteht die Gefahr der Ausbreitung der Infektion.
  • Narbenbildung: Das aggressive Manipulieren der Haut verletzt das Gewebe und kann zu dauerhaften Narben führen, die die Haut uneben und unschön erscheinen lassen. Besonders anfällig sind dabei empfindliche Hautpartien.
  • Infektionsgefahr: Die Finger tragen Bakterien, die beim Ausdrücken in die offene Wunde gelangen und die Infektion verstärken können. Dies kann zu einer deutlich längeren Heilungsphase führen.

Weitere kritische Zonen:

Neben den unterirdischen Pickeln sollten Sie auch bei folgenden Stellen besonders vorsichtig sein:

  • Pickel im Bereich der Nase und des Mundes: Diese Bereiche sind besonders empfindlich und reich an Blutgefäßen. Das Ausdrücken kann zu stärkeren Blutungen und einer erhöhten Infektionsgefahr führen. Auch die Nähe zu den Nasenhöhlen birgt das Risiko einer Infektion der Nebenhöhlen.
  • Pickel im Augenbereich: Die Haut um die Augen ist dünn und empfindlich. Ein unsachgemäßes Ausdrücken kann zu bleibenden Schäden führen, wie z.B. Verletzungen der Augenlider oder sogar Blindheit. Diese Gefahr sollte man niemals unterschätzen.
  • Akne- betroffene Stellen: Bei großflächigen Akne-Erkrankungen sollten Sie auf keinen Fall selbst Hand anlegen. Hier ist eine professionelle Behandlung durch einen Hautarzt unerlässlich. Selbstversuche verschlimmern oft den Zustand und verzögern die Heilung.
  • Pickel mit sichtbarem Eiterkopf, der sich nicht von selbst öffnet: Ein Pickel mit deutlich sichtbarem Eiterkopf scheint zwar zum Ausdrücken zu animieren. Doch wenn er sich nicht von alleine öffnet, ist die Gefahr einer vertieften Entzündung gegeben, die wiederum zu Narben führen kann. Hier ist Geduld und eine schonende Behandlung die bessere Wahl.

Fazit:

Die Versuchung, Pickel auszudrücken, ist groß. Doch die Risiken überwiegen deutlich die Vorteile. In den meisten Fällen ist es besser, die Finger davon zu lassen und auf sanfte, professionelle Behandlungsmethoden zurückzugreifen. Bei hartnäckigen oder problematischen Pickeln sollten Sie immer einen Hautarzt konsultieren. Dieser kann die richtige Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung empfehlen, um langfristig reine und gesunde Haut zu erhalten.