Wie entstehen abstehende Muttermale?

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Überschüssiges Bindegewebe unter der Hautoberfläche führt zur Ausbildung von erhabenen Muttermalen. Diese zeigen sich oft dunkler pigmentiert als die umgebende Hautpartie und sind ein häufiges, meist harmloses Hautphänomen. Ihre Entstehung ist im Einzelnen noch nicht vollständig geklärt.
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Abstehende Muttermale: Ein Überblick über Entstehung und Besonderheiten

Abstehende Muttermale, auch papillomatöse Nävi genannt, erheben sich von der umgebenden Haut und wirken dadurch dreidimensional. Sie variieren in Größe, Form und Farbe und können hellbraun, dunkelbraun, schwarz oder auch rötlich pigmentiert sein. Häufiger als flache Muttermale zeigen sie eine dunklere Färbung. Während die meisten Menschen einige Muttermale auf ihrer Haut tragen, sind abstehende Exemplare etwas seltener. Ihre Entstehung ist komplex und noch nicht vollständig entschlüsselt.

Ein wichtiger Faktor für die Ausbildung abstehender Muttermale ist die Anhäufung von Bindegewebe unter der Epidermis. Dieses überschüssige Gewebe drückt die darüberliegende Haut nach außen und erzeugt so die charakteristische Erhebung. Die genaue Ursache für diese Bindegewebsvermehrung ist jedoch Gegenstand aktueller Forschung. Verschiedene Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen:

  • Genetische Prädisposition: Die Neigung zur Bildung von Muttermalen, auch der erhabenen Variante, ist teilweise genetisch bedingt. Familien, in denen viele Muttermale vorkommen, haben ein erhöhtes Risiko, auch abstehende Muttermale zu entwickeln.
  • Hormonelle Einflüsse: Hormonelle Schwankungen, beispielsweise während der Pubertät oder Schwangerschaft, können die Entwicklung von Muttermalen beeinflussen. Auch eine Hormontherapie kann die Entstehung begünstigen.
  • UV-Strahlung: Obwohl die Verbindung zwischen UV-Strahlung und der Entstehung abstehender Muttermale weniger klar ist als bei flachen Muttermalen, wird ein Einfluss vermutet. Die Sonne kann die Melanozyten, die Pigmentzellen der Haut, stimulieren und so das Wachstum von Muttermalen fördern.
  • Mechanische Reizung: An Stellen, die häufig Reibung ausgesetzt sind, wie beispielsweise unter dem BH-Träger oder am Hosenbund, können sich bestehende Muttermale verändern und erhaben werden. Dies ist jedoch eher eine Veränderung eines bereits vorhandenen Muttermals als die Entstehung eines neuen.

Obwohl abstehende Muttermale in der Regel harmlos sind, ist es wichtig, sie regelmäßig zu beobachten und Veränderungen zu dokumentieren. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Veränderungen in Größe, Form, Farbe, Oberfläche und Konsistenz. Juckreiz, Blutungen oder Schmerzen sollten ebenfalls Anlass für einen Besuch beim Dermatologen sein. Dieser kann das Muttermal untersuchen und gegebenenfalls eine Entfernung empfehlen, um die Möglichkeit einer Entartung auszuschließen. Die Entfernung erfolgt in der Regel durch eine einfache chirurgische Exzision.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass abstehende Muttermale durch eine komplexe Wechselwirkung verschiedener Faktoren entstehen, wobei die Vermehrung von Bindegewebe eine zentrale Rolle spielt. Eine regelmäßige Selbstkontrolle und fachärztliche Untersuchung sind empfehlenswert, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.