Was ist der Unterschied zwischen einem Altersfleck und einem Muttermal?

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Pigmentflecken, umgangssprachlich Leberflecke genannt, sind nichts anderes als Muttermale. Die Bezeichnung „Leberfleck ist irreführend und basiert auf einem längst widerlegten medizinischen Irrtum. Beide Begriffe beschreiben gutartige Hautverfärbungen, deren Entstehung nichts mit der Leber zu tun hat.
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Altersflecken vs. Muttermale: Ein genauer Blick auf Hautverfärbungen

Pigmentflecken auf der Haut – wer kennt sie nicht? Doch hinter der umgangssprachlichen Bezeichnung „Leberfleck“ verbirgt sich oft Unsicherheit über die tatsächliche Natur dieser Verfärbungen. Tatsächlich ist der Begriff „Leberfleck“ irreführend, denn er suggeriert einen Zusammenhang mit der Leber, der medizinisch widerlegt ist. Die Unterscheidung zwischen Altersflecken und Muttermalen ist jedoch wichtig, denn trotz ihrer Ähnlichkeit in der Erscheinung unterscheiden sie sich in ihrer Entstehung und ihrem Aussehen.

Altersflecken (Lentigines solares): Diese hyperpigmentierten Hautstellen entstehen durch chronische Sonneneinstrahlung. Die UV-Strahlung der Sonne schädigt die Melanozyten, die Zellen, die das Pigment Melanin produzieren. Dadurch wird vermehrt Melanin produziert und abgelagert, was zu den typischen bräunlichen, meist flachen Flecken führt. Altersflecken treten bevorzugt an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Händen, Dekolleté und Armen auf und entwickeln sich in der Regel erst im Erwachsenenalter, daher der Name. Ihre Größe variiert, sie können von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern Durchmesser erreichen. Die Ränder sind meist scharf abgegrenzt und die Farbe reicht von hellbraun bis dunkelbraun. Altersflecken sind in der Regel gutartig und bedürfen keiner Behandlung, es sei denn, sie stören aus kosmetischen Gründen.

Muttermale (Nävi): Im Gegensatz zu Altersflecken sind Muttermale bereits angeborene oder frühkindlich erworbene Veränderungen der Haut. Sie entstehen durch eine Vermehrung von Melanozyten in der Haut. Muttermale können unterschiedlich aussehen: flach oder erhaben, glatt oder rau, klein oder groß, und in verschiedenen Brauntönen. Auch ihre Form ist variabel – von rund bis unregelmäßig. Es gibt verschiedene Arten von Muttermalen, wie zum Beispiel die dysplastischen Nävi, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs aufweisen können. Eine regelmäßige Kontrolle durch einen Hautarzt ist daher wichtig, insbesondere bei auffälligen Veränderungen wie Größenzunahme, Farbänderung oder Juckreiz.

Zusammenfassend: Während Altersflecken durch Sonneneinstrahlung entstehen und im Laufe des Lebens vermehrt auftreten, sind Muttermale angeboren oder früh erworben. Beide sind meist gutartig, jedoch sollte bei Veränderungen von Muttermalen immer ein Hautarzt aufgesucht werden. Der Begriff „Leberfleck“ sollte vermieden werden, da er irreführend ist und keine Aussage über die Art der Hautveränderung trifft. Eine sichere Diagnose kann nur durch einen Facharzt erfolgen. Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorgeuntersuchung ist unerlässlich, um frühzeitig Veränderungen zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten.