Sieht Krätze aus wie Pickel?

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Krätze manifestiert sich durch winzige, pickelartige Knötchen auf der Haut, die oft mit starkem Juckreiz einhergehen. Diese Hautveränderungen entstehen durch die grabende Aktivität der Krätzmilben. Charakteristisch ist, dass sich der Juckreiz bei Wärme intensiviert, was Krätze von herkömmlichen Pickeln unterscheidet.
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Krätze: Pickelähnliche Erscheinungen mit schwerwiegenden Unterschieden

Krätze, medizinisch als Skabies bezeichnet, ist eine hochansteckende Hautkrankheit, die durch die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei) verursacht wird. Die Symptome ähneln oberflächlich betrachtet Pickeln, was zu Verwechslungen und Verzögerungen bei der Diagnose führen kann. Ein genauerer Blick auf die Unterschiede ist jedoch unerlässlich, um eine effektive Behandlung sicherzustellen.

Der erste Eindruck: Tatsächlich zeigen sich bei Krätze kleine, oft pickelartige Knötchen auf der Haut. Diese sind jedoch in ihrer Verteilung und Beschaffenheit von gewöhnlichen Pickeln deutlich zu unterscheiden. Während Akne eher im Gesicht, auf dem Rücken und der Brust auftritt, bevorzugt die Krätzmilbe spezifische Körperstellen wie die Fingerzwischenräume, Handgelenke, Ellenbeugen, Achselhöhlen, Genitalien und die Fußsohlen. Auch die Hautfalten an den Brustwarzen und den Hüften sind oft betroffen.

Die Knötchen selbst sind bei Krätze oft kleiner und weniger entzündet als typische Pickel. Charakteristisch ist der intensive Juckreiz, der vor allem nachts verstärkt auftritt und durch die allergische Reaktion auf die Milbenkot und -sekrete ausgelöst wird. Dieser Juckreiz ist bei Krätze deutlich stärker und anhaltender als bei Akne. Auch die Wärme verstärkt den Juckreiz bei Krätze – ein Merkmal, welches Akne in der Regel nicht aufweist.

Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das Vorhandensein von sogenannten Krätzemilbgängen. Diese winzigen, leicht erhabenen Linien auf der Haut sind die Spuren, die die Milben beim Graben ihrer Gänge hinterlassen. Diese Gänge sind mit bloßem Auge oft nur schwer zu erkennen und erfordern gegebenenfalls eine Lupe oder dermatologische Untersuchung.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Während Krätze oberflächlich betrachtet pickelartige Veränderungen aufweist, ist die Erkrankung durch den starken, nächtlich verstärkten Juckreiz, die typische Lokalisation der Hautveränderungen, das Vorhandensein von Milbengängen und die Wärmeempfindlichkeit des Juckreizes deutlich von Akne abzugrenzen. Ein Verdacht auf Krätze sollte unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden, da eine frühzeitige Diagnose und Behandlung die Weiterverbreitung der Erkrankung verhindert und den Juckreiz effektiv lindert. Eine Selbstbehandlung ist nicht empfehlenswert und kann die Diagnose erschweren.