Ist Selbstbräuner auf Dauer schädlich?

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Selbstbräuner enthalten Dihydroxyaceton oder Erythrulose, die für die Bräunung der Haut verantwortlich sind. Diese Substanzen gelten als sicher und gut verträglich. Sie wirken auf der Hautoberfläche und dringen nicht in tiefere Schichten ein, weshalb sie als unbedenklich eingestuft werden. Bedenken bezüglich langfristiger Schäden sind daher unbegründet.
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Selbstbräuner: Braune Haut ohne Sonnenbrand – aber gibt es langfristige Risiken?

Der Wunsch nach einer gebräunten Haut ist groß, doch die Gefahren der Sonnenbestrahlung sind hinlänglich bekannt. Selbstbräuner bieten hier eine attraktive Alternative, versprechen sie doch einen sonnengeküssten Teint ohne die Risiken von UV-Strahlung. Doch die Frage bleibt: Sind Selbstbräuner tatsächlich so harmlos, wie oft behauptet wird? Die kurze Antwort lautet: Im Allgemeinen ja, aber mit einigen wichtigen Nuancen.

Die meisten Selbstbräuner enthalten Dihydroxyaceton (DHA) und/or Erythrulose als Hauptwirkstoffe. Diese Zuckerverbindungen reagieren mit den Aminosäuren in der obersten Hautschicht (Stratum corneum) und führen zu einer chemischen Reaktion, die die Haut bräunt. Dieser Prozess findet rein oberflächlich statt, die Wirkstoffe dringen nicht in tiefere Hautschichten ein. Daher wird von dermatologischer Seite gemeinhin angenommen, dass DHA und Erythrulose bei sachgemäßer Anwendung keine langfristigen Schäden verursachen. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine krebserregende oder sonstwie schädliche Wirkung dieser Substanzen auf die tieferliegenden Hautschichten.

Trotzdem gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Allergische Reaktionen: Wie bei allen Kosmetikprodukten ist auch bei Selbstbräunern die Möglichkeit einer allergischen Reaktion gegeben. Rötungen, Juckreiz oder Ausschläge können auftreten, insbesondere bei empfindlicher Haut oder bei Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen. Ein Patch-Test vor der ersten Anwendung ist daher ratsam.

  • Dehydrierung der Haut: Einige Selbstbräuner können die Haut austrocknen, vor allem, wenn sie nicht ausreichend feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe enthalten. Eine gute Hautpflege mit reichhaltigen Cremes ist daher essentiell, sowohl vor als auch nach der Anwendung.

  • Unebenmäßige Bräunung: Eine ungleichmäßige Anwendung kann zu fleckiger Bräunung führen. Eine gründliche Vorbereitung der Haut (Peeling) und eine gleichmäßige Verteilung des Produkts sind daher entscheidend für ein natürliches Ergebnis.

  • Zusatzstoffe: Neben DHA und Erythrulose enthalten viele Selbstbräuner weitere Inhaltsstoffe, die potenziell irritierend wirken können. Die Inhaltsstoffliste sollte daher sorgfältig geprüft werden. Parfümstoffe beispielsweise können bei empfindlicher Haut zu Reaktionen führen.

  • Einatmen von DHA: Beim Sprühen von Selbstbräunern besteht die Gefahr, DHA-Partikel einzuatmen. Das sollte man unbedingt vermeiden. Die Verwendung von Selbstbräunern in gut belüfteten Räumen und das Tragen einer Atemschutzmaske sind in solchen Fällen ratsam. Experten empfehlen, Selbstbräuner-Sprays von Fachpersonal auftragen zu lassen, um diese Gefahr zu minimieren.

Fazit: Selbstbräuner stellen eine im Allgemeinen sichere Alternative zur Sonnenbestrahlung dar, um einen gebräunten Teint zu erzielen. Langfristige Schäden durch DHA und Erythrulose sind nicht nachgewiesen. Allerdings sollten mögliche allergische Reaktionen, die Notwendigkeit einer guten Hautpflege und die richtige Anwendung beachtet werden, um unerwünschte Effekte zu vermeiden. Bei Unklarheiten oder Hautproblemen sollte immer ein Dermatologe konsultiert werden.