Welches Land zahlt Geld für die Einwanderung?

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Das welches land zahlt geld für die einwanderung betrifft verschiedene Regionen weltweit, die finanzielle Anreize für den Zuzug bieten. Beispielsweise zahlt das spanische Dorf Ponga 3.000 Euro Begrüßungsgeld sowie 3.000 Euro pro Kind. Die Schweizer Gemeinde Albinen bietet bis zu 25.000 Franken für neue Einwohner. Irland unterstützt die Besiedlung bestimmter Inseln mit Fördergeldern.
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Länder mit Prämien für Zuzügler

Weltweit locken zahlreiche ländliche Regionen und Gemeinden neue Bewohner mit finanziellen Prämien und Zuschüssen an, wenn man sich fragt, welches Land zahlt Geld für die Einwanderung. Das Verständnis dieser regionalen Förderprogramme hilft Auswanderern dabei, finanzielle Unterstützungen optimal für ihren Umzug zu nutzen und die lokalen Voraussetzungen zu erfüllen.

Welches Land zahlt Geld für die Einwanderung?

Einige Länder und Gemeinden zahlen finanzielle Unterstützungen oder Prämien, wenn man dorthin zieht, um dem Bevölkerungsschwund entgegenzuwirken. Diese Programme sollen vor allem abgelegene Regionen, Bergdörfer oder kleine Inseln wiederbeleben, die unter starker Abwanderung und Überalterung leiden.

Schweiz: Die Prämie im Bergdorf Albinen

In der Schweiz bietet das Bergdorf Albinen ein bekanntes Förderprogramm an. Wer beim auswandern prämie geld bekommen möchte, findet hier Beträge von bis zu rund 55.000 Euro für Ehepaare, aufgeteilt in 25.000 Franken pro Erwachsener und 10.000 Franken pro Kind.

Die Bedingungen dafür sind streng: Interessenten müssen ein Haus kaufen oder bauen mit einer Mindestinvestition von 200.000 Franken, ihren Hauptwohnsitz dorthin verlegen und sich verpflichten, mindestens 10 Jahre in dem Bergdorf zu bleiben.

Italien: Unterstützung auf Sardinien und in kleinen Regionen

Italien lockt mit verschiedenen regionalen Programmen, um verlassene Ortschaften zu retten. Auf Sardinien und in anderen Regionen gibt es eine wertvolle finanzielle hilfe beim auswandern von bis zu 15.000 Euro für den Kauf und die Renovierung von Immobilien.

Das Geld ist speziell für Gemeinden mit weniger als 3.000 Einwohnern gedacht. Einheimische Handwerker oder Firmen müssen dabei den Großteil der anfallenden Arbeit unterstützen, was die lokale Wirtschaft stärken soll.

Irland: Das Programm Our Living Islands

Irland zahlt im Rahmen des Programms Our Living Islands eine erhebliche finanzielle Unterstützung von bis zu über 80.000 Euro an neue Bewohner.

Gefördert wird hierbei der Kauf und die Sanierung von leerstehenden, älteren Immobilien auf abgelegenen, unzusammenhängenden Inseln vor der irischen Küste. Die Renovierungskosten übersteigen diese Summe in der Praxis jedoch oft, weshalb eine genaue Kalkulation ratsam ist.

USA: Das Programm Ascend WV in West Virginia

In den Vereinigten Staaten bietet West Virginia mit dem Programm Ascend WV finanzielle Anreize für Zuzügler. Als eine der Regionen und länder die geld fürs umziehen zahlen, erhalten Teilnehmer dort rund 11.000 Euro in bar sowie kostenlose Outdoor-Mitgliedschaften und Ausrüstung.

Dafür müssen sich die Bewerber verpflichten, für mindestens zwei Jahre in bestimmten Regionen wie dem New River Gorge oder dem Greenbrier Valley zu leben und von dort aus im Homeoffice beziehungsweise remote zu arbeiten.

Vergleich der Einwanderungsprogramme nach Ländern

Die verschiedenen Förderprogramme unterscheiden sich stark in Höhe der Prämie, den Investitionskosten und den persönlichen Verpflichtungen vor Ort.

Schweiz (Albinen)

- Mindestinvestition von 200.000 Franken in Immobilien

- Mindestens 10 Jahre Hauptwohnsitz im Dorf

- Bis zu ca. 55.000 Euro für Paare plus Kinderbonus

Italien (Sardinien & Regionen)

- Kauf und Renovierung in Gemeinden unter 3.000 Einwohnern

- Lokale Handwerker müssen den Großteil der Arbeit leisten

- Bis zu 15.000 Euro Zuschuss

Irland (Our Living Islands)

- Sanierung von leerstehenden Immobilien auf abgelegenen Inseln

- Langfristige Bewohnung der erworbenen Insel-Immobilie

- Bis zu über 80.000 Euro

USA (West Virginia)

- Nachweis einer Remote-Arbeitsstelle von außerhalb

- Mindestens zwei Jahre Aufenthalt vor Ort

- Rund 11.000 Euro in bar plus Freizeitausrüstung

Während die Schweiz und Irland sehr hohe Investitionen in Immobilien verlangen, setzen die USA eher auf den Zuzug von ortsunabhängigen Arbeitskräften. Italien unterstützt gezielt die Sanierung verlassener Häuser in kleinen Gemeinden.
Möchtest du wissen, wo es sich noch lohnt? Erfahre mehr darüber: In welchem Land kriegt man Geld fürs Auswandern?.

Der Traum vom Neuanfang in den Bergen

Thomas und Lisa suchten nach einer Möglichkeit, dem lauten Stadtleben zu entfliehen und stießen dabei auf die Berggemeinde Albinen in der Schweiz.

Die Hürden waren hoch - sie mussten feststellen, dass die geforderte Mindestinvestition von 200.000 Franken für den Hauskauf ihr Erspartes extrem beanspruchte.

Nach reiflicher Überlegung und dem Verkauf ihrer Stadtwohnung wagten sie den Schritt und bauten ein älteres Haus im Dorf um.

Heute leben sie seit über drei Jahren dort, genießen die Ruhe der Alpen und haben die strenge Zehnjahresbindung als machbar empfunden, solange die berufliche Existenzgrundlage im Homeoffice gesichert ist.

Weitere Fragen

Welche Voraussetzungen gelten für die Einwanderung in diese Länder?

Die Voraussetzungen variieren je nach Staat. Neben EU-Bürgerschaft oder gültigen Visa verlangen die Programme meist den Nachweis ausreichender finanzieller Mittel, den Kauf spezifischer Immobilien oder eine feste Bindung an den Wohnort.

Muss man das Geld nach dem Umzug wieder zurückzahlen?

In der Regel müssen Sie das Geld nicht zurückzahlen, sofern Sie alle Vertragsbedingungen erfüllen. Wenn Sie jedoch die Mindestwohndauer von beispielsweise 2 oder 10 Jahren vorzeitig abbrechen, drohen saftige Rückzahlungsstrafen.

Gibt es versteckte Kosten bei diesen Programmen?

Ja, vor allem bei Programmen mit Renovierungspflicht in Italien oder Irland übersteigen die tatsächlichen Baukosten oft den Zuschuss deutlich. Eine realistische Pufferkalkulation ist unerlässlich.

Wichtige Stichpunkte

Gezielte Bekämpfung von Leerstand

Finanzielle Prämien für die Einwanderung werden meist von strukturschwachen oder überalterten Regionen gezahlt, um Dörfer und Inseln zu retten.

Hohe Eigeninvestitionen erforderlich

Die Zuschüsse sind fast immer an strenge Bedingungen wie den Kauf und die kostspielige Sanierung von Altbauten geknüpft.

Bindungsfristen beachten

Wer vor Ablauf der vertraglich festgelegten Mindestwohndauer auszieht, muss die erhaltenen Gelder in der Regel komplett zurückzahlen.