Welche Länder haben das Rote Meer?

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Die Frage, welche Länder haben das Rote Meer als Grenze, lässt sich durch sechs Anrainerstaaten beantworten. Ägypten, Sudan und Eritrea liegen am westlichen Ufer dieses Gewässers. Saudi-Arabien und Jemen begrenzen das Meer auf der östlichen Seite. Zudem hat Jordanien einen kleinen Zugang im Norden.
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Welche Länder haben das Rote Meer? Sechs Anrainerstaaten

Die Geografie dieser Region fasziniert viele Reisende und Geografieliebhaber gleichermaßen. Das Verständnis der geografischen Lage schützt vor Missverständnissen bei der Reiseplanung im Nahen Osten. Wer sich intensiv mit den Küstenregionen beschäftigt, profitiert von einer besseren Orientierung. Erfahren Sie jetzt alle wichtigen Details über diese bedeutende maritime Welche Länder haben das Rote Meer.

Welche Länder haben das Rote Meer? Ein geografischer Überblick

Insgesamt grenzen sechs primäre Anrainerstaaten direkt an das Hauptbecken des Roten Meeres. Diese Nationen teilen sich die langen Küstenlinien dieses strategisch und ökologisch bedeutsamen Gewässers, das die Grenze zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel bildet. Geografisch lassen sich Länder am Roten Meer ganz einfach in eine östliche und eine westliche Gruppe einteilen, je nachdem, auf welcher Seite des Meeres sie liegen.

Auf der östlichen Seite (Asien) liegen Saudi-Arabien und der Jemen. Die westliche Seite (Afrika) wird von Ägypten, dem Sudan, Eritrea und Dschibuti gesäumt. Wer die Geografie dieses Meeres ganz präzise betrachten möchte, muss jedoch über das Hauptbecken hinausblicken - aber dazu weiter unten mehr.

Die sechs direkten Küstenstaaten am Hauptbecken

Wer an das Rote Meer denkt, dem kommen meist sofort weite Wüstenlandschaften und spektakuläre Korallenriffe in den Sinn. Die Verteilung der Küstenlängen ist dabei extrem ungleich gewichtet. Saudi-Arabien besitzt mit großem Abstand den längsten Küstenabschnitt am Roten Meer - dieser erstreckt sich über eine Länge von rund 1.830 Kilometern. Das entspricht fast der gesamten östlichen Flanke des Meeresbeckens und prägt die maritime Wirtschaft der Region entscheidend.

Am südöstlichen Ende schließt sich der Jemen an, der die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab kontrolliert. Auf der afrikanischen Westseite zieht sich die Küstenlinie von Ägypten im Norden (mit etwa 800 Kilometern) über den Sudan und Eritrea bis hinunter zum kleinen Staat Dschibuti, der den südlichsten Ankerpunkt bildet. Zusammengenommen bilden diese sechs Staaten den Kern der politischen und wirtschaftlichen Landschaft rund um das Gewässer.

Die erweiterte Perspektive: Der Golf von Aqaba

Hier stoßen viele Reisende und Geografie-Interessierte auf eine klassische Falle. Schaut man sich eine Karte ganz genau an, stellt man fest, dass zwei weitere welche staaten grenzen an das rote meer haben. Israel und Jordanien grenzen zwar nicht an das breite Hauptbecken, besitzen aber wichtige Küstenstreifen am Golf von Aqaba. Dieser schmale nordöstliche Meeresarm ist eine direkte Verlängerung des Roten Meeres.

Jordanien verfügt im Grunde nur über einen winzigen Küstenstreifen von etwa 26 Kilometern rund um die Hafenstadt Aqaba. Dennoch ist dieses Zugang für das Land als einziger Seehafen von unschätzbarem wirtschaftlichen Wert. Direkt nebenan hat Israel bei der Stadt Eilat ebenfalls einen kleinen Küstenzugang. Wenn man diese beiden Staaten hinzurechnet, erhöht sich die Gesamtzahl der Anrainerstaaten Rotes Meer von sechs auf acht.

Ich stand selbst einmal an der Küste von Eilat und war fasziniert - innerhalb weniger Augenblicke wandert der Blick über vier Ländergrenzen hinweg. Man sieht Ägypten im Westen, Israel und Jordanien direkt vor sich und die Berge Saudi-Arabiens im Osten. Das verdeutlicht, wie eng diese Region geografisch miteinander verwoben ist.

Direkte Anrainer vs. Erweiterte Ausläufer

Je nach Definition und geografischer Genauigkeit unterscheidet man zwischen den Staaten am eigentlichen Hauptbecken und den Ländern an den nördlichen Ausläufern.

Hauptbecken-Anrainer (Die primären 6)

- Direkte Küstenlinie am breiten, zentralen Becken des Roten Meeres

- Saudi-Arabien, Jemen, Ägypten, Sudan, Eritrea, Dschibuti

- Große Überseehäfen, maritime Handelsrouten und ausgedehnte Fischereizonen

Golf von Aqaba-Staaten (Die erweiterten 2)

- Zugang ausschließlich über den schmalen nordöstlichen Meeresarm

- Israel, Jordanien

- Strategische Nischenhäfen und intensiver internationaler Tauchtourismus

Für allgemeine geografische Fragen lautet die Standardantwort sechs Länder. Wer jedoch geopolitische oder navigatorische Präzision sucht, muss Israel und Jordanien über den Golf von Aqaba zwingend mitzählen.

Logistik-Herausforderung in Aqaba: Ein Hauch von Realität

Tarek, ein 42-jähriger Logistikmanager in Amman, stand im Sommer vor einem massiven Problem. Seine Firma musste dringend Maschinenteile importieren, doch der Frachter steckte aufgrund von Routenänderungen im südlichen Roten Meer fest.

Sein erster Versuch war die Umleitung über einen großen ägyptischen Hafen am Hauptbecken. Das Ergebnis war bitter: Bürokratische Verzögerungen an den Grenzen kosteten ihn zwei Wochen Zeit und Tausende Dollar zusätzliche Gebühren.

Der Durchbruch gelang erst, als er die Fracht auf ein kleineres Feederschiff umladen ließ, das gezielt den Golf von Aqaba ansteuerte. Er nutzte Jordaniens einzigen, extrem kurzen Küstenabschnitt.

Die Ware erreichte den Hafen von Aqaba schließlich mit nur drei Tagen Verspätung. Tarek realisierte, wie verdammt wichtig diese mageren 26 Kilometer Küstenlinie für die gesamte Wirtschaft seines Landes sind.

Das wichtigste Ergebnis

Die magische Sechs

Am eigentlichen Hauptbecken des Roten Meeres liegen genau sechs Staaten, aufgeteilt auf die afrikanische und die asiatische Seite.

Nördliche Erweiterung beachten

Israel und Jordanien haben über den Golf von Aqaba ebenfalls funktionellen Zugang zum Roten Meer, was die Gesamtzahl auf acht erhöht.

Saudi-Arabien dominiert die Küste

Mit über 1.800 Kilometern Küstenlänge kontrolliert das Königreich den größten Teil der östlichen Uferregion.

Ausnahmen

Welches Land hat die längste Küste am Roten Meer?

Saudi-Arabien besitzt mit rund 1.830 Kilometern die mit Abstand längste Küstenlinie am Roten Meer. Das Land nimmt damit fast die gesamte östliche Seite des Meeresbeckens ein.

Gehören Israel und Jordanien zu den Ländern am Roten Meer?

Ja, allerdings nur im erweiterten Sinne. Sie grenzen nicht an das breite Hauptbecken, sondern besitzen Küstenabschnitte am Golf von Aqaba, einer nördlichen Verlängerung des Roten Meeres.

Wenn Sie sich für die Dimensionen interessieren, erfahren Sie hier, Wie breit ist das Rote Meer an der breitesten Stelle?

Welche afrikanischen Länder grenzen an das Rote Meer?

Auf der afrikanischen Westseite liegen insgesamt vier Staaten: Ägypten im Norden, gefolgt vom Sudan und Eritrea sowie Dschibuti an der südlichen Meerenge.