Welche Kriterien muss Mineralwasser erfüllen?

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Mineralwasser muss bestimmte Schwellenwerte wichtiger Mineralien überschreiten. Ein Gehalt von über 600 mg/l Hydrogencarbonat verleiht ihm eine säureneutralisierende Wirkung. Hohe Sulfat- und Chloridgehalte, beide über 200 mg/l, tragen zum Geschmack bei und können die Verdauung fördern. Ein Calciumgehalt von mehr als 150 mg/l stärkt zusätzlich Knochen und Zähne.
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Das Geheimnis guten Mineralwassers: Mehr als nur H2O

Mineralwasser ist nicht gleich Mineralwasser. Während Leitungswasser in Deutschland streng kontrolliert wird und eine hohe Qualität aufweist, bietet Mineralwasser eine zusätzliche Dimension: seinen einzigartigen Mineraliengehalt. Doch welche Kriterien muss ein Mineralwasser eigentlich erfüllen, um sich von der Masse abzuheben und seinen gesundheitlichen Wert zu entfalten?

Anders als Tafelwasser oder Quellwasser, die lediglich Trinkwasserqualität aufweisen müssen, unterliegt Mineralwasser deutlich strengeren Anforderungen. Diese sind in der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) festgelegt. Die entscheidenden Kriterien drehen sich vor allem um die Herkunft, die Reinheit und natürlich den Gehalt an wertvollen Mineralien und Spurenelementen.

Der Ursprung: Geschützt und unverfälscht

Eines der wichtigsten Merkmale von Mineralwasser ist sein Ursprung. Es muss aus einer unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Quelle stammen. Dieser Ursprung muss behördlich anerkannt sein. Das Wasser wird direkt an der Quelle abgefüllt, um seine ursprüngliche Zusammensetzung zu bewahren. Jegliche chemische Behandlung, die die natürliche Zusammensetzung verändern würde, ist grundsätzlich verboten.

Die Reinheit: Natur pur im Glas

Mineralwasser muss von Natur aus rein sein. Das bedeutet, dass es keine schädlichen Verunreinigungen enthalten darf und seinen ursprünglichen Zustand beibehalten muss. Die MTVO legt hierfür strenge Grenzwerte für Schadstoffe fest, die deutlich unter den für Trinkwasser geltenden Werten liegen.

Die Mineralien: Das Herzstück des Mineralwassers

Der eigentliche Wert des Mineralwassers liegt jedoch in seinem Gehalt an Mineralien und Spurenelementen. Diese Stoffe sind essentiell für unseren Körper und tragen zu verschiedenen Funktionen bei. Dabei gilt: Je nach Herkunft und Gesteinsschichten, durch die das Wasser sickert, variiert die Zusammensetzung des Mineralwassers erheblich.

Einige wichtige Mineralien und ihre potentiellen Wirkungen sind:

  • Hydrogencarbonat: Ein Gehalt von über 600 mg/l kann eine säureneutralisierende Wirkung haben und so beispielsweise Sodbrennen lindern. Es unterstützt außerdem die Verdauung.
  • Sulfat und Chlorid: Ein Gehalt von über 200 mg/l beider Stoffe kann den Geschmack des Mineralwassers prägen und die Verdauung anregen. Sulfat wirkt zusätzlich leicht abführend.
  • Calcium: Ein Calciumgehalt von mehr als 150 mg/l kann zur Stärkung von Knochen und Zähnen beitragen. Besonders für Menschen mit erhöhtem Calciumbedarf, wie Kinder, Schwangere oder ältere Menschen, kann dies von Vorteil sein.
  • Magnesium: Magnesium ist wichtig für Muskeln und Nerven. Ein Gehalt von über 100 mg/l kann besonders für Sportler interessant sein.
  • Natrium: Natrium reguliert den Wasserhaushalt im Körper. Menschen mit Bluthochdruck sollten jedoch auf einen niedrigen Natriumgehalt achten.

Die Wahl des richtigen Mineralwassers

Welches Mineralwasser das "richtige" ist, hängt letztendlich von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Wer beispielsweise Wert auf eine gute Verdauung legt, kann ein Mineralwasser mit einem hohen Sulfat-Gehalt wählen. Wer seinen Knochen etwas Gutes tun möchte, sollte auf einen hohen Calcium-Gehalt achten.

Fazit

Mineralwasser ist mehr als nur ein Durstlöscher. Es ist ein Naturprodukt, das durch seinen einzigartigen Mineraliengehalt einen wertvollen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten kann. Die strengen Kriterien, die in der Mineral- und Tafelwasserverordnung festgelegt sind, garantieren die hohe Qualität und Reinheit des Mineralwassers. Bei der Wahl des passenden Mineralwassers lohnt es sich, einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen und ein Produkt zu wählen, das den individuellen Bedürfnissen entspricht. So kann man nicht nur seinen Durst stillen, sondern auch gleichzeitig etwas für seine Gesundheit tun.