Was zählt als Trinkwasser?

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Die Definition für was zählt als trinkwasser erfordert farbloses, geruchloses und geschmacklich einwandfreies Wasser frei von Krankheitserregern wie Enterokokken. Gemäß der Trinkwasserverordnung überschreitet der Nitratgehalt den Wert von 50 mg pro Liter nicht, und auch Metalle wie Blei unterliegen strengen Limits. Der Wasserversorger garantiert diese Wasserqualität bis zum Hausanschluss, ab dort liegt die Verantwortung für die Reinheit beim Hauseigentümer.
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Was zählt als Trinkwasser: Versorger vs Hauseigentümer

Die Frage, was zählt als trinkwasser, betrifft maßgeblich die Gefahren durch Stagnationswasser in den eigenen Leitungen. Wenn Wasser längere Zeit in den Rohren steht, vermehren sich Keime und Metalle lösen sich. Lassen Sie das Wasser deshalb stets ablaufen, bis es kühl herauskommt, um die Reinheit zu sichern.

Was zählt als Trinkwasser? Eine einfache Definition

Trinkwasser ist Wasser, das in seinem ursprünglichen Zustand oder nach Aufbereitung dazu bestimmt ist, vom Menschen getrunken zu werden oder für die Speisenzubereitung, Körperpflege sowie die Reinigung von Gegenständen verwendet zu werden. Es muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist. In Deutschland unterliegt es der strengen Trinkwasserverordnung, die sicherstellt, dass es eines der am besten kontrollierten Lebensmittel ist. [1]

Obwohl Leitungswasser fast überall als Trinkwasser gilt, gibt es einen feinen Unterschied - erst wenn es die strengen Grenzwerte für über 50 mikrobiologische und chemische Parameter einhält, darf es offiziell so bezeichnet werden. Aber Vorsicht: Es gibt eine kleine Hürde, die viele unterschätzen und die ich im Abschnitt über die Hausinstallation genauer erkläre. Bleiben Sie dran, denn dort entscheidet sich oft, ob das Wasser aus Ihrem Hahn wirklich noch gesund ist.

Die gesetzlichen Anforderungen: Was muss drin (oder draußen) sein?

Damit Wasser als Trinkwasser durchgeht, muss es farblos, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sein. Die Trinkwasserverordnung legt fest, dass es frei von Krankheitserregern wie E. coli oder Enterokokken sein muss. Chemisch gesehen darf der Nitratgehalt 50 mg pro Liter nicht überschreiten, da dies besonders für Säuglinge gefährlich werden kann.[2] Auch Metalle wie Blei, Kupfer und Nickel unterliegen strengen Limits, um Langzeitschäden zu vermeiden.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste eigene Wohnung in einem Berliner Altbau. Ich war stolz auf die hohen Decken, aber das Wasser schmeckte metallisch. Erst nach Wochen fand ich heraus, dass dort noch alte Bleirohre verbaut waren. Das Wasser, das das Wasserwerk verließ, war perfekt - aber was bei mir ankam, war technisch gesehen kein sicheres Trinkwasser mehr. Diese Erfahrung hat mich gelehrt, dass die Verantwortung der Wasserwerke leider an der Grundstücksgrenze endet.

Unterschiede: Trinkwasser vs. Mineralwasser vs. Tafelwasser

Viele Verbraucher greifen zu Flaschenwasser, weil sie es für hochwertiger halten. Doch Trinkwasser aus der Leitung wird oft strenger kontrolliert als Mineralwasser. Während Mineralwasser direkt an der Quelle abgefüllt werden muss und nur begrenzt aufbereitet werden darf, erlaubt die Trinkwasserverordnung verschiedene Filter- und Reinigungsverfahren, um eine gleichbleibend hohe Qualität zu garantieren. Tafelwasser hingegen ist oft nur aufbereitetes Leitungswasser mit zugesetzten Mineralstoffen.

Die Rolle der Hausinstallation: Warum Ihr Hahn die Schwachstelle sein kann

Hier ist die Auflösung des Rätsels, das ich eingangs erwähnt habe: Der Wasserversorger garantiert die Qualität nur bis zum Hausanschluss. Ab dort ist der Hauseigentümer verantwortlich. Wenn Wasser länger als vier Stunden in den Rohren steht (Stagnationswasser), können sich Keime vermehren oder Metalle aus den Leitungen lösen.[3] Deshalb gilt die Faustregel: Lassen Sie das Wasser so lange laufen, bis es kühl aus dem Hahn kommt. Das dauert meist nur 30 bis 60 Sekunden, macht aber einen riesigen Unterschied für die Reinheit.

In meiner jetzigen Wohnung mache ich das jeden Morgen reflexartig. Es klingt verschwenderisch, aber die 2-3 Liter nutze ich einfach zum Blumengießen. So stelle ich sicher, dass ich kein Wasser trinke, das die ganze Nacht in einer Kupferleitung gestanden hat.

Fragen Sie sich auch: Kann man Leitungswasser einfach so trinken? Unser Ratgeber klärt alle Details zur Qualität auf.

Trinkwasser im Vergleich zu anderen Wasserarten

Nicht jedes Wasser, das wir kaufen oder nutzen können, erfüllt dieselben Standards. Hier ist ein direkter Vergleich der gängigsten Arten.

Leitungswasser (Trinkwasser) ⭐

- Enthält natürliche Mineralien, Grenzwerte für Schadstoffe sind extrem niedrig

- Hervorragend, da kein Transport in Flaschen und kein Verpackungsmüll anfällt

- Strengste Überwachung durch Gesundheitsämter bis zum Hausanschluss

Natürliches Mineralwasser

- Muss ursprüngliche Reinheit besitzen; Mineralstoffgehalt variiert stark je nach Quelle

- Mittelmäßig bis schlecht aufgrund von Transportwegen und Flaschenproduktion

- Amtliche Anerkennung erforderlich, weniger Parameter als bei Trinkwasser geprüft

Tafelwasser

- Mischprodukt aus verschiedenen Wassern, oft mit Seesalz oder Kohlensäure versetzt

- Ähnlich wie Mineralwasser durch industrielle Abfüllung und Logistik

- Unterliegt der Lebensmittelhygiene-Verordnung, weniger streng als Trinkwasser

Leitungswasser ist in Deutschland oft die sicherste und ökologischste Wahl. Während Mineralwasser durch Marketing punktet, bietet Trinkwasser aus dem Hahn eine staatlich garantierte Sicherheit zu einem Bruchteil des Preises.

Lukas und der Test im Altbau

Lukas zog in eine charmante Wohnung in Leipzig und bemerkte, dass sein morgendlicher Kaffee seltsam schmeckte. Er sorgte sich um die alten Leitungen im Haus und wusste nicht, ob sein Wasser noch als gesundes Trinkwasser durchging.

Er kaufte zunächst teures Flaschenwasser, was jedoch mühsam zu schleppen war. Ein günstiger Teststreifen aus dem Baumarkt brachte kein klares Ergebnis und ließ ihn frustrierter zurück als zuvor.

Schließlich kontaktierte er das örtliche Gesundheitsamt und schickte eine Probe an ein zertifiziertes Labor. Er lernte, dass man Wasser nach längerer Standzeit erst ablaufen lassen muss, um die Proben nicht zu verfälschen.

Die Analyse ergab leicht erhöhte Kupferwerte durch die Standzeit, aber völlig sichere Werte nach 30 Sekunden Vorlauf. Lukas spart nun monatlich rund 40 Euro für Flaschenwasser und genießt seinen Kaffee wieder ohne Bedenken.

So setzen Sie es um

Ablaufen lassen ist Pflicht

Wasser, das länger als 4 Stunden in der Leitung stand, sollte nicht zum Trinken verwendet werden. Lassen Sie es laufen, bis es spürbar kühler wird.

Verantwortung der Versorger

Die Wasserwerke garantieren die Qualität nur bis zum Hausanschluss - für die Rohre im Haus ist der Vermieter oder Eigentümer zuständig.

Keine Angst vor Kalk

Kalk im Trinkwasser ist gesundheitlich völlig unbedenklich und besteht primär aus den wichtigen Mineralstoffen Calcium und Magnesium.

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Ist Leitungswasser in Deutschland immer Trinkwasser?

Ja, fast überall in Deutschland ist das Wasser aus der Leitung von Trinkwasserqualität. Ausnahmen gibt es nur bei explizit gekennzeichnetem 'Kein Trinkwasser' (z.B. in Zügen oder bei Regenwassernutzung) oder bei akuten Verunreinigungen, über die die Behörden informieren.

Kann ich mein Leitungswasser selbst testen?

Einfache Teststreifen geben nur grobe Hinweise auf Härte oder Nitrat. Für eine verlässliche Aussage über Schwermetalle oder Keime sollten Sie eine Probe an ein spezialisiertes Labor senden, was meist zwischen 30 und 80 Euro kostet.

Sind Wasserfilter für Trinkwasser sinnvoll?

In Deutschland sind sie meist unnötig, da das Wasser bereits eine sehr hohe Qualität hat. Falsch gewartete Filter können sogar zur Keimschleuder werden. Sie sind nur sinnvoll, wenn man den Kalkgehalt für den Geschmack von Tee oder Kaffee reduzieren möchte.

Quellenangabe

  • [1] Bvl - In Deutschland unterliegt es der strengen Trinkwasserverordnung, die sicherstellt, dass es das am besten kontrollierte Lebensmittel ist.
  • [2] Umweltbundesamt - Chemisch gesehen darf der Nitratgehalt 50 mg pro Liter nicht überschreiten, da dies besonders für Säuglinge gefährlich werden kann.
  • [3] Umweltbundesamt - Wenn Wasser länger als vier Stunden in den Rohren steht (Stagnationswasser), können sich Keime vermehren oder Metalle aus den Leitungen lösen.