Was Trinken bei Magen-Darm, wenn nichts drin bleibt?
Was trinken bei Magen-Darm, wenn nichts drin bleibt?
Ein Magen-Darm-Infekt ist unangenehm und zehrt an den Kräften. Besonders problematisch: Oftmals bleibt weder Essen noch Trinken im Körper, was schnell zu Dehydration führen kann. Doch gerade bei Durchfall und Erbrechen ist die Flüssigkeitszufuhr essentiell. Was also trinken, wenn selbst Wasser den Magen rebellieren lässt?
Der Schlüssel liegt in kleinen, schluckweisen Mengen und der richtigen Wahl des Getränks. Vergessen Sie große Schlucke – diese überfordern den gereizten Magen nur. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, über den Tag verteilt immer wieder wenige Milliliter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. So kann der Körper das Getränk besser aufnehmen.
Bewährte Hausmittel:
- Stilles Wasser: Die beste und einfachste Wahl. Zimmerwarm serviert, ist es meist gut verträglich. Alternativ können Sie abgekochtes und wieder abgekühltes Wasser verwenden.
- Leicht gesüßter Kräutertee: Fenchel, Kamille und Melisse wirken beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Süßen Sie den Tee mit etwas Honig oder Traubenzucker – das liefert zusätzlich Energie. Achten Sie jedoch auf eine milde Dosierung.
- Elektrolytlösungen: Diese sind in Apotheken und Drogerien erhältlich und gleichen den Verlust von Mineralstoffen wie Natrium und Kalium aus, die durch Erbrechen und Durchfall verloren gehen. Besonders bei starkem Flüssigkeitsverlust sind sie empfehlenswert. Auch selbstgemachte Lösungen mit Zucker, Salz und Kaliumpulver (nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker!) können hilfreich sein.
- Reisschleim: Obwohl es sich nicht um ein Getränk im klassischen Sinne handelt, kann Reisschleim den Magen beruhigen und gleichzeitig Flüssigkeit liefern. Kochen Sie Reis in viel Wasser und seihen Sie die Flüssigkeit ab. Diese können Sie dann schluckweise trinken.
- Verdünnte Fruchtsäfte (mit Vorsicht): Apfel- oder Karottensaft, stark verdünnt mit Wasser, können eine Option sein. Allerdings enthalten sie Fructose, die bei manchen Menschen den Durchfall verstärken kann. Testen Sie daher vorsichtig, ob Sie diese vertragen.
Absolut vermeiden:
- Kohlensäurehaltige Getränke: Die Kohlensäure reizt den Magen zusätzlich und kann Übelkeit und Blähungen verstärken.
- Kaffee und schwarzer Tee: Diese Getränke wirken entwässernd und sind daher kontraproduktiv.
- Alkohol: Alkohol belastet den Körper zusätzlich und verschlechtert den Flüssigkeitshaushalt.
- Säfte mit hohem Säuregehalt (z.B. Orangensaft): Die Säure reizt den Magen-Darm-Trakt.
- Milch und Milchprodukte: Diese können bei einem Magen-Darm-Infekt oft schlecht vertragen werden.
Wann zum Arzt?
Wenn Sie trotz der oben genannten Maßnahmen über mehrere Tage anhaltende Beschwerden haben, Blut im Stuhl oder Erbrochenem bemerken oder Anzeichen von Dehydration wie starkes Durstgefühl, trockene Schleimhäute, Schwindel oder Verwirrtheit auftreten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Besonders bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen ist eine schnelle medizinische Abklärung wichtig.
Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Im Zweifelsfall sollten Sie immer einen Arzt oder Apotheker konsultieren.
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