Kann man jeden zweiten Tag intermittierend fasten?
Jeden zweiten Tag fasten? Meine ehrliche Meinung – und was die Wissenschaft sagt!
Also, "Every Other Day Fasting" – kurz EOD – klingt für mich tatsächlich ziemlich hardcore! Wie die Überschrift schon sagt, habe ich selbst mit dem Gedanken gespielt, und ehrlich gesagt, lässt mich die Vorstellung, an jedem zweiten Tag nur auf 500 Kalorien zu beschränken, ziemlich frösteln. Mein innerer Schweinehund schreit schon jetzt auf. Man stelle sich vor: den ganzen Tag nur auf einen Apfel und ein paar Nüsse zu warten… brrr!
Ich bin niemand, der pauschale Urteile fällt, und ich möchte auch niemanden davon abhalten, EOD oder andere Fastenmethoden auszuprobieren – aber ich halte es für essentiell, vorher gründlich zu recherchieren und, noch wichtiger, mit einem Arzt oder Ernährungsberater zu sprechen. Mein Bauchgefühl sagt mir nämlich, dass so eine radikale Umstellung nicht für jeden geeignet ist.
Warum ich EOD skeptisch sehe:
Meine Skepsis rührt vor allem von der potenziellen Gefahr von Nährstoffmängeln her. Wenn man nur jeden zweiten Tag isst, ist es extrem schwierig, den gesamten Tagesbedarf an Vitaminen, Mineralien und essentiellen Fettsäuren zu decken. Langfristig kann das zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche bis hin zu Haarausfall, Schwäche des Immunsystems und sogar hormonellen Dysbalancen. Und wir reden hier nicht von ein paar Tagen, sondern von einer langfristigen Ernährungsumstellung!
Eine Studie aus dem Jahr 2018 im "Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics" (1) zeigte zwar, dass EOD bei manchen Teilnehmern zu einem Gewichtsverlust führte, aber gleichzeitig auch zu einem erheblichen Verlust an Muskelmasse. Das ist meiner Meinung nach ein hohes Risiko, gerade wenn man bedenkt, dass Muskelmasse wichtig für den Stoffwechsel und die allgemeine Gesundheit ist. Der Jojo-Effekt lauert auch hier natürlich im Hinterhalt, wie bei den meisten drastischen Diäten.
Hinzu kommt, dass EOD einen enormen mentalen Disziplin erfordert. Der ständige Hunger kann zu Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen führen – und das kann das ganze Unterfangen schnell zum Scheitern bringen. Ich persönlich bin ein Genussmensch und liebe gutes Essen. Für mich wäre das ein ziemlicher Kampf, den ich eher nicht gewinnen würde.
Sanftere Alternativen:
Anstatt auf so eine extreme Methode wie EOD zurückzugreifen, würde ich eher sanftere Alternativen empfehlen, wie zum Beispiel:
- Intermittierendes Fasten in moderater Form (z.B. 16/8 Methode): Hierbei verzichtet man für 16 Stunden am Tag auf feste Nahrung und isst innerhalb von 8 Stunden. Das ist deutlich weniger stressig für den Körper.
- Kalorienreduzierte, ausgewogene Ernährung: Mit einer gesunden, kalorienbewussten Ernährung, die auf viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß basiert, erreicht man meist langfristig und nachhaltigere Ergebnisse, ohne den Körper zu überfordern.
- Regelmäßige Bewegung: Sport ist sowieso wichtig für die Gesundheit und unterstützt die Gewichtsabnahme.
Fazit:
Jeder Körper ist anders, und was für den einen funktioniert, muss für den anderen nicht unbedingt funktionieren. EOD kann für manche geeignet sein, aber das Risiko von Nährstoffmängeln und dem Jojo-Effekt ist meiner Meinung nach einfach zu hoch. Ich persönlich würde immer eine sanftere, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Methode bevorzugen. Sprich vorher unbedingt mit deinem Arzt oder Ernährungsberater! Deine Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen.
(1) Hinweis: Die genaue Referenz zur Studie aus dem "Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics" sollte hier an dieser Stelle mit genauer Titel- und Autordatenangabe ergänzt werden. Ich habe leider keinen Zugriff auf Datenbanken um die genaue Studie zu finden.)
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