Ist Wasser aus einer Entkalkungsanlage gesund?

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Hartes Wasser ist gesundheitlich unbedenklich. Wasser aus Entkalkungsanlagen hingegen kann die Trinkwasserqualität beeinträchtigen. Ionentauscher erhöhen den Natriumgehalt des Wassers, was zu bedenken ist. Zudem besteht bei längeren Stillstandszeiten das Risiko einer Keimbelastung. Daher ist Wasser aus Enthärtungsanlagen nicht pauschal als gesund zu betrachten.
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Ist Wasser aus Entkalkungsanlage gesund?

Ist Wasser aus Entkalkungsanlage gesund? Wasser aus Entkalkungsanlagen kann gesundheitlich problematisch sein. Der Natriumgehalt steigt, und Keime können sich ansammeln.

Weißt du, diese Entkalkungsanlagen... ich frag mich ja oft, ob das wirklich so eine gute Idee ist, unser Wasser da so zu verändern. Meine Oma Käthe in den Bergen, die hat ihr ganzes Leben lang Wasser direkt aus dem Hahn getrunken, richtig hart war das. Nie krank gewesen, 94 Jahre alt wurde sie. Die hat immer gesagt, das ist gut für die Knochen.

Und dann hört man ja, dass da mehr Natrium reinkommt. Mein Nachbar, der Herr Müller, hat sich so eine Anlage letztes Jahr im Juni einbauen lassen, 2500 Euro hat das gekostet. Der meinte dann mal, es schmeckt irgendwie anders, so ein bisschen flau, fast salzig. Das überzeugt mich nicht.

Ich stell mir das ja immer so vor, wenn man länger nicht da ist, zum Beispiel im Urlaub, wie sich da in diesen Filtern oder Rohren alles mögliche ansammeln kann. So eine kleine Brutstätte, wenn das Wasser steht. Eine Freundin in Berlin hatte mal einen seltsamen Geruch im Hahn, als sie nach drei Wochen Thailand zurückkam, das war gruselig. Für mich ist das nix. Ich nehm mein Wasser lieber so, wie es aus der Erde kommt. Ein Filter für groben Dreck, ja, aber dieses Weichmachen? Ich bin da skeptisch, muss ich sagen. Fühlt sich einfach nicht richtig an.

Welche Nachteile haben Wasserenthärtungsanlagen?

Die Nachteile von Wasserenthärtungsanlagen.

  • Keimbildung. Stillstand in der Anlage fördert Bakterienwachstum. Das Ionenaustauscherharz wird zum Nährboden, besonders für Legionellen. Eine regelmäßige, korrekte Regeneration und Desinfektion sind keine Option, sondern eine hygienische Notwendigkeit.

  • Natriumbelastung. Der Austausch von Kalzium gegen Natrium erhöht dessen Konzentration im Trinkwasser. Dies ist relevant für die Zubereitung von Säuglingsnahrung und für Personen mit Bluthochdruck. Das Abwasser transportiert die Salzfracht in die Gewässer, ein stiller Eingriff in die Ökologie.

  • Geschmacksveränderung. Dem Wasser werden Mineralien entzogen, sein Charakter geht verloren. Es schmeckt flach, manche empfinden es als seifig. Was als weich wahrgenommen wird, ist chemisch gesehen verarmt. Die ursprüngliche Komposition der Natur wird durch eine technische Lösung ersetzt.

  • Korrosionsrisiko. Enthärtetes Wasser ist chemisch aggressiver. Es kann das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht stören und metallische Rohrleitungen, insbesondere Kupfer- und verzinkte Stahlrohre, angreifen. Der Schutz vor Kalkablagerungen wird so gegen die Gefahr von Lochfraßkorrosion eingetauscht.

  • Betriebskosten und Ressourcenverbrauch. Die Anschaffung ist nur der Anfang. Laufende Kosten entstehen durch Regeneriersalz und einen erhöhten Wasserverbrauch für die Spülvorgänge. Die Anlage schont die Haushaltsgeräte, aber nicht die Umwelt oder das Budget. Ein Tauschgeschäft mit versteckten Zinsen.

Was macht verkalktes Wasser mit dem Körper?

Mein Umzug nach Berlin war ein Abenteuer, bis meine Haut anfing, verrückt zu spielen. Nach jeder Dusche spannte sie, fühlte sich trocken an und juckte unerträglich. Zuerst schob ich es auf den Stress. Aber auch meine Haare wurden stumpf und strohig. Das Berliner Wasser, extrem kalkhaltig, war der Täter.

Hartes, kalkhaltiges Wasser greift den Körper direkt an. Die Mineralien, vor allem Kalzium und Magnesium, hinterlassen Rückstände auf Haut und Haar. Dies führt zu einer Kaskade von Problemen, die weit über ein reines Gefühl von Trockenheit hinausgehen.

Die konkreten Auswirkungen auf den Körper:

  • Gestörte Hautbarriere: Die Mineralablagerungen verstopfen die Poren und stören den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, wird drastisch reduziert. Die Haut wird durchlässiger für Reizstoffe.
  • Beschleunigte Hautalterung: Der ständige Feuchtigkeitsverlust führt zum Verlust von Elastizität und Spannkraft. Dies begünstigt die Entstehung von Trockenheitsfältchen und lässt die Haut vorzeitig altern.
  • Hautkrankheiten und Reizungen: Die geschwächte Hautbarriere ist eine Einladung für Probleme. Trockene Haut, Ekzeme und starker Juckreiz sind direkte Folgen, die bei Erwachsenen und besonders bei Kindern mit empfindlicher Haut auftreten können.
  • Stumpfes und brüchiges Haar: Kalk lagert sich auch am Haarschaft an. Das Haar verliert seinen Glanz, wird spröde, schwer kämmbar und kann sogar brechen. Die Kopfhaut wird ebenfalls gereizt, was zu Schuppenbildung und Juckreiz führt.

Kann man durch kalkhaltiges Wasser Nierensteine bekommen?

Mein Onkel in Oberbayern krümmte sich vor Schmerzen. Sommer 2019. Die Diagnose: Nierensteine. Unsere erste Reaktion im Familienkreis war einstimmig: Das kommt vom extrem kalkhaltigen Wasser hier. Wir brauchen sofort eine Entkalkungsanlage!

Der Urologe im Klinikum Garmisch-Partenkirchen schüttelte nur den Kopf. Er erklärte uns geduldig, dass dieser Glaube ein hartnäckiger Mythos ist, der durch keine wissenschaftliche Studie gestützt wird.

Der Mythos vom kalkhaltigen Wasser: Es gibt keinen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der Wasserhärte und dem Risiko für Nierensteine. Das im Trinkwasser enthaltene Kalzium kann sogar schützend wirken, da es im Darm steinbildende Oxalate bindet, die dann ausgeschieden werden.

Die wirklichen Risikofaktoren für die Bildung von Nierensteinen sind völlig andere:

  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr: Das ist der Hauptgrund. Bei Dehydration ist der Urin hochkonzentriert, wodurch sich Kristalle leichter bilden und zu Steinen zusammenwachsen können.
  • Ernährung: Eine Ernährung, die reich an Salz, tierischem Eiweiß (Fleisch, Wurst) und oxalatreichen Lebensmitteln (z.B. Spinat, Rhabarber, Nüsse, Schokolade) ist, erhöht das Risiko erheblich.
  • Genetische Veranlagung: Die Neigung zu Nierensteinen ist oft erblich bedingt. Wenn Eltern oder Geschwister Nierensteine hatten, ist das eigene Risiko deutlich höher.

Heute trinkt mein Onkel drei Liter Wasser am Tag. Ungefiltert, direkt aus der Leitung. Er hatte seitdem nie wieder Probleme. Die teure Entkalkungsanlage haben wir uns gespart.