Warum sagt man "Ich mache mich auf die Socken"?
"Ich mache mich auf die Socken" - Eine Redensart mit jagdlichem Ursprung
Wer kennt sie nicht, die Redewendung "Ich mache mich auf die Socken"? Doch was verbirgt sich hinter diesem scheinbar simplen Ausdruck?
Der Ursprung liegt tief in der Jägersprache verankert. "Socken" bezeichnete früher nicht nur die textile Fußbekleidung, sondern auch den unteren Teil der Hasenpfote, genauer gesagt die Fußsohle.
Wenn ein Hase vor Gefahr flüchtet, rast er mit schnellen Bewegungen davon, seine Socken sind es, die den ersten Kontakt zum Boden herstellen und den schnellen Fluchtweg ermöglichen.
Die Redewendung "sich auf die Socken machen" bedeutet also nichts anderes, als sich schnell und eilig fortzubewegen, ähnlich wie ein flüchtender Hase. Man "macht sich" sozusagen auf den Weg, und das mit der gleichen Geschwindigkeit und Eile, wie ein Hase vor seinen Verfolgern davongehuscht.
Heute wird der Ausdruck in der Alltagssprache verwendet, um auszudrücken, dass man kurzfristig und eilig eine bestimmte Tätigkeit aufnimmt oder an einen Ort geht.
So kann man beispielsweise sagen: "Ich mache mich jetzt auf die Socken, um noch schnell einkaufen zu gehen", oder "Ich mache mich auf die Socken, um den Bus zu bekommen."
Die Redewendung ist ein Beispiel dafür, wie sprachliche Ausdrücke aus der Jägersprache in den Alltag Einzug gehalten haben und heute noch verwendet werden, obwohl ihre ursprüngliche Bedeutung vielleicht nicht mehr so klar im Fokus steht.
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