Warum gerührt und nicht geschüttelt?
Warum gerührt und nicht geschüttelt? Man, diese Frage! Immer wieder! Also, für mich… gerührt ist einfach… stilvoller, oder? Geschüttelt… das ist so… ich weiß nicht… zu hektisch! So ein Martini, der muss doch elegant sein. Ruhig. Klar. Wie ein stiller See. Stell dir vor, du nippst an diesem kühlen, perfekten Getränk, und dann… Eissplitter. Bäh! Die ganze Harmonie ist dahin. Der Gin, oder Wodka, je nachdem, der soll doch sanft auf der Zunge zergehen, nicht von winzigen Eisstückchen bombardiert werden, oder? Und diese trübe Flüssigkeit, die man dann manchmal hat… ne, danke! Gerührt… das ist was anderes. Da entfaltet sich das Aroma so richtig. Rein. Klar. Man schmeckt jeden einzelnen Bestandteil… Erinnert ihr euch an den Martini, den wir letztes Jahr in der kleinen Bar in Rom getrunken haben? Der Barkeeper, so ein älterer Herr mit silbernem Haar… der hat den Martini gerührt, ganz langsam, konzentriert… fast meditativ. Und der Drink… der war einfach göttlich! Ich hab mal irgendwo gelesen, dass geschüttelt irgendwie 20% mehr verwässert als gerührt… keine Ahnung, ob das stimmt, aber es fühlt sich irgendwie richtiger an, gerührt. Es ist… ach, ich kann’s nicht erklären. Es ist einfach… Klasse. Pure Klasse. So wie James Bond… naja, okay, der hat’s ja geschüttelt… aber ich bleibe trotzdem beim Rühren. Ist einfach MEIN Ding. Punkt.
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