Was passiert mit Kohlensäure beim Kochen?

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Kohlensäure im Kochprozess wandelt sich in gasförmiges CO₂ um und verflüchtigt sich. Die im Wasser gelösten Mineralien, wie Magnesium und Kalium, bleiben hingegen im Gemüse zurück und bereichern dessen Nährwert. Ein geschmacklicher Einfluss ist jedoch eher subtil.
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Kohlensäure im Kochtopf: Mehr als nur Blubberblasen?

Wer schon einmal sprudelndes Mineralwasser zum Kochen verwendet hat, hat sich vielleicht gefragt, was eigentlich mit der Kohlensäure passiert, wenn die Hitze aufgedreht wird. Die Antwort ist eigentlich recht simpel: Sie verschwindet. Aber die Geschichte dahinter ist ein bisschen interessanter.

Kohlensäure (H₂CO₃) ist eine instabile Verbindung, die entsteht, wenn Kohlenstoffdioxid (CO₂) in Wasser gelöst wird. Sie existiert nicht lange in dieser Form, sondern zerfällt schnell wieder in CO₂ und Wasser (H₂O). Diese Reaktion ist temperaturabhängig. Je höher die Temperatur, desto schneller zerfällt die Kohlensäure.

Was passiert also beim Kochen?

Beim Erhitzen von kohlensäurehaltigem Wasser beschleunigt sich der Zerfallsprozess der Kohlensäure enorm. Das gelöste CO₂ wandelt sich in gasförmiges CO₂ um und entweicht als kleine Bläschen – das typische "Sprudeln", das wir sehen. Die Kohlensäure "verkocht" also, und das Wasser verliert seinen sprudelnden Charakter.

Und was passiert mit den Mineralien?

Sprudelwasser ist oft reich an Mineralien wie Magnesium, Kalium und Calcium. Anders als die Kohlensäure verflüchtigen sich diese Mineralien nicht beim Kochen. Sie bleiben im Wasser und werden vom Gemüse oder der Pasta, die Sie darin kochen, aufgenommen. Das kann sogar zu einer leichten Anreicherung des Nährwertes der gekochten Speisen führen.

Einfluss auf den Geschmack?

Der Einfluss von kohlensäurehaltigem Wasser auf den Geschmack der gekochten Speisen ist eher subtil. Einige Köche schwören darauf, dass kohlensäurehaltiges Wasser beispielsweise Gemüse knackiger macht. Wissenschaftlich belegt ist dies allerdings nicht. Der Unterschied im Geschmack, wenn überhaupt vorhanden, dürfte minimal sein und von der persönlichen Wahrnehmung abhängen.

Fazit:

Kohlensäure im Kochwasser ist also nichts, worüber man sich Sorgen machen muss. Sie verschwindet einfach in Form von CO₂. Die im Wasser gelösten Mineralien bleiben erhalten und können sogar den Nährwert der Speisen leicht erhöhen. Ob man nun sprudelndes oder stilles Wasser zum Kochen verwendet, ist letztendlich eine Frage der persönlichen Präferenz. Der entscheidende Faktor für ein gelungenes Gericht ist und bleibt die richtige Zubereitung!