Was passiert mit den Mineralien im Wasser, wenn es kocht?

63 Aufrufe
Kochen verändert den Mineralgehalt von Wasser nicht. Die Menge an darin enthaltenen Mineralien bleibt gleich. Ob das Ergebnis angenehm schmeckt, hängt vom ursprünglichen Mineralgehalt ab. Destilliertes Wasser hingegen ist mineralienfrei.
Kommentar 0 Gefällt mir

Was passiert beim Kochen mit den Mineralien im Wasser?

Kochen verändert die chemische Zusammensetzung von Wasser – H₂O – nicht. Es wird lediglich Energie zugeführt, die die Wassermoleküle in einen gasförmigen Zustand (Dampf) versetzt. Die im Wasser gelösten Mineralien bleiben jedoch zurück. Das bedeutet, dass die absolute Menge an Mineralien im verbleibenden Wasser zwar gleich bleibt, ihre Konzentration aber zunimmt, da die Wassermenge durch Verdunstung abnimmt.

Dieser Effekt kann den Geschmack des Wassers beeinflussen. Enthielt das Wasser ursprünglich wenige Mineralien, kann das gekochte Wasser fad schmecken. War der Mineralgehalt hingegen hoch, kann sich der Geschmack durch das Kochen intensivieren und eventuell sogar unangenehm metallisch oder salzig werden. In Regionen mit hartem Wasser, also hohem Kalkgehalt, kann man das deutlich beobachten. Beim Kochen verdunstet das Wasser und der Kalk setzt sich als weißer Rückstand am Topfboden oder im Wasserkocher ab. Dieser Kalk war schon vorher im Wasser gelöst, wird aber durch das Kochen sichtbar.

Im Gegensatz dazu enthält destilliertes Wasser nahezu keine Mineralien. Es wird durch Verdampfen und anschließendes Kondensieren von Wasser hergestellt, wobei die Mineralien im Verdampfungsrückstand verbleiben. Kocht man destilliertes Wasser, bleibt die Mineralienfreiheit bestehen, und es verdampft einfach zu reinem Wasserdampf.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Kochen entfernt keine Mineralien aus dem Wasser, sondern konzentriert sie. Die Geschmacksveränderung hängt vom ursprünglichen Mineralgehalt ab. Destilliertes Wasser bleibt auch nach dem Kochen mineralienfrei. Es ist wichtig zu beachten, dass der im Wasserkocher oder Topf sichtbare Rückstand nicht verschwundene Mineralien darstellt, sondern lediglich die sichtbare Ablagerung bereits vorhandener Mineralien durch die Verdunstung des Wassers.