Wie viel kostet ein Befundbericht beim Arzt?

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Art des Berichts / LeistungKostenErläuterung
Einfacher Befundbericht (kosten befundbericht arzt)5,36 EURHäufig berechnete Gebühr für einen einfachen Befundbericht
Ausführlicher schriftlicher Bericht17,43 EURBei Anwendung des üblichen 2,3-fachen Steigerungssatzes für ausführliche Berichte
Zusätzliche Schreibgebühren3,50 EUR pro SeiteOft anfallende zusätzliche Nebenkosten
Ärztliche HaftungInklusiveDie Kosten für den Bericht decken die Haftung des Arztes für den Inhalt
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Kosten Befundbericht Arzt: 5,36 € vs. 17,43 €

Viele Patienten sind überrascht, wenn sie für einen kosten befundbericht arzt zur Kasse gebeten werden. Die Gebühren richten sich nach der Art des Berichts und variieren je nach Umfang. Zudem decken sie die ärztliche Haftung für den Inhalt ab. Erfahren Sie in der folgenden Tabelle die genauen Kosten für einfache und ausführliche Befundberichte sowie Zusatzgebühren.

Die Kosten für einen ärztlichen Befundbericht im Überblick

Die Antwort auf die Frage nach den Kosten für einen Befundbericht beim Arzt hängt stark vom Umfang der Auskunft, dem Verwendungszweck und dem jeweiligen Abrechnungssatz ab. Es gibt hierbei keine pauschale Gratis-Leistung, da die Erstellung eines medizinischen Berichts über die reine Behandlung hinausgeht und einen separaten Verwaltungsaufwand darstellt.

Ein einfacher Befundbericht wird häufig mit 5,36 EUR abgerechnet, während ein ausführlicher schriftlicher Bericht beim üblichen 2,3-fachen Steigerungssatz 17,43 EUR kostet. Die konkrete Höhe richtet sich nach dem tatsächlichen Aufwand und der zugrunde liegenden Gebührenziffer. Maßgeblich ist dabei die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die je nach Umfang unterschiedliche Abrechnungssätze vorsieht.

Die Abrechnungsgrundlagen: Was steht auf der Rechnung?

In Deutschland erfolgt die Abrechnung für solche Leistungen nach einer festen Gebührenordnung. Jede ärztliche Tätigkeit ist einer bestimmten Ziffer zugeordnet, die wiederum einen festen Euro-Betrag hinterlegt hat. Seien wir ehrlich, Arztrechnungen sind für Laien oft unlesbar und wirken wie ein kryptischer Code.

Unterschiedliche Gebührensätze für verschiedene Berichte

Die Höhe der Rechnung richtet sich danach, wie tief der Arzt in Ihre Krankenakte eintauchen muss: Ziffer 70: Eine kurze ärztliche Bescheinigung oder ein einfaches Attest. Das kostet meist 5,36 EUR. Ziffer 75: Ein ausführlicher schriftlicher Befundbericht. Hier wird oft der 2,3-fache Satz berechnet, was zu den besagten 17,43 EUR führt. Ziffer 80: Ein schriftliches Gutachten. Dies ist die aufwendigste Form und kann bei einem hohen Steigerungssatz bis zu 61,20 EUR kosten.

Dazu kommen oft noch Nebenkosten. Zusätzliche Schreibgebühren werden oft mit 3,50 EUR pro Seite berechnet. [4] Das läppert sich. Ich dachte früher oft, das sei reine Abzocke für ein bisschen Tippen. Aber nach einem Gespräch mit einer befreundeten Ärztin verstand ich: Sie haftet mit ihrer Unterschrift für jeden Satz in diesem Bericht. Diese Verantwortung wird mitbezahlt.

Spezialfall: Berichte für Versicherungen und Rententräger

Nicht immer müssen Sie als Patient selbst in die Tasche greifen. Wenn die Anfrage direkt von einer Versicherung oder einem Sozialleistungsträger kommt, gelten oft Sonderregelungen oder Pauschalbeträge. Das nimmt den finanziellen Druck von Ihnen, verzögert aber manchmal den Prozess durch den zusätzlichen Papierkram.

Für Befundberichte an die Rentenversicherung gilt meist eine Pauschale von 36,26 EUR. [5] In diesen Fällen rechnet der Arzt direkt mit dem Träger ab. Wenn Sie jedoch selbst ein Gutachten für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung anfordern, gehen Sie meist in Vorleistung. Die Kosten können hier deutlich über den Standardsätzen liegen, wenn der Zeitaufwand extrem hoch ist. Nervig, aber wahr.

Spartipps: So vermeiden Sie unnötige Gebühren

Erinnern Sie sich an den rechtlichen Kniff, den ich eingangs erwähnte? Es geht um das Recht auf die Erstkopie der Patientenakte. Nach aktueller Rechtsprechung steht jedem Patienten eine erste Kopie seiner Akte - inklusive aller Befunde - kostenlos zu. Das ist oft die Rettung, wenn man nur die Daten schwarz auf weiß braucht und kein formelles, neu formuliertes Attest.

Anstatt also nach einem Befundbericht zu fragen, fragen Sie nach einer Kopie der letzten Untersuchungsergebnisse. Das spart die Gebühren für die Erstellung eines neuen Textes. Aber Achtung: Für jede weitere Kopie oder wenn der Arzt die Daten speziell für einen Dritten (wie einen Anwalt) aufbereiten muss, fallen wieder Gebühren an. Meist liegen diese für Kopien bei etwa 0,10 bis 0,50 EUR pro Seite, sobald das kostenlose Erstkontingent erschöpft ist.

Vergleich der gängigen Gebührenpositionen

Je nach Detailgrad der ärztlichen Auskunft unterscheiden sich die Kosten erheblich. Hier ist eine Übersicht der häufigsten Ziffern.

Kurze Bescheinigung (Ziffer 70)

  • Minimale schriftliche Auskunft, z.B. für Schule oder Arbeitgeber
  • 5,36 EUR
  • Ideal für einfache Bestätigungen ohne medizinische Begründung

Ausführlicher Bericht (Ziffer 75) - EMPFOHLEN

  • Detaillierte Anamnese, Diagnose und Therapieverlauf
  • 17,43 EUR
  • Standard für Versicherungsanfragen oder Facharztüberweisungen

Ärztliches Gutachten (Ziffer 80)

  • Umfassende wissenschaftliche Einordnung und Beurteilung
  • 61,20 EUR
  • Notwendig für Gerichtsprozesse oder Rentenanträge
Für die meisten privaten Zwecke reicht die Ziffer 75 völlig aus. Wer nur einen Nachweis für einen Termin braucht, sollte explizit nach Ziffer 70 fragen, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden.

Hannes und der Kampf mit der Versicherung

Hannes, ein 34-jähriger Architekt aus Berlin, benötigte für seine neue Krankentagegeldversicherung einen detaillierten Befundbericht über eine alte Sportverletzung. Er ging davon aus, dass sein Hausarzt dies im Rahmen der normalen Sprechstunde kostenlos miterledigt.

An der Anmeldung wurde er jedoch mit einer Rechnung über fast 25 EUR konfrontiert - inklusive Schreibgebühren und Porto. Hannes war verärgert und weigerte sich zunächst zu zahlen, da er sich abgezockt fühlte.

Nachdem er sich beruhigt hatte, erklärte ihm die Arzthelferin den Zeitaufwand für das Heraussuchen alter Akten. Hannes realisierte, dass er für eine einfache Kopie der alten OP-Berichte gar nichts hätte zahlen müssen, für die neue Zusammenfassung aber schon.

Am Ende zahlte er die 17,43 EUR plus Nebenkosten, erhielt aber innerhalb von zwei Tagen seinen Bericht und konnte die Versicherung erfolgreich abschließen. Seitdem fragt er immer zuerst nach Kopien der Originalbefunde.

Weiterführende Lektüre

Muss ich den Arztbericht wirklich selbst bezahlen?

Ja, wenn Sie den Bericht für private Zwecke (z.B. Sportverein, Reiserücktritt) anfordern, sind Sie der Auftraggeber und müssen die Kosten tragen. Bei Anfragen durch Krankenkassen oder Rentenversicherungen übernehmen diese meist die Kosten direkt.

Wie lange dauert die Erstellung eines Befundberichts?

In der Regel müssen Sie mit einer Bearbeitungszeit von 3 bis 10 Werktagen rechnen. Da Berichte oft außerhalb der Sprechzeiten verfasst werden, hängt die Dauer von der aktuellen Auslastung der Praxis ab.

Kann der Arzt die Herausgabe des Berichts verweigern?

Nein, laut Patientenrechtegesetz haben Sie ein Recht auf Einsicht in Ihre Akte und auf Kopien der Befunde. Der Arzt kann jedoch die Herausgabe des neu verfassten Berichts von der Zahlung der entsprechenden Gebühr abhängig machen.

Die wichtigsten Dinge

Prüfen Sie den Verwendungszweck

Fragen Sie sich, ob ein einfaches Attest für 5,36 EUR ausreicht oder ob es wirklich der ausführliche Bericht für 17,43 EUR sein muss.

Nutzen Sie Ihr Recht auf Erstkopie

Fordern Sie eine kostenlose Kopie Ihrer Untersuchungsergebnisse an, um die Erstellungsgebühr für einen neuen Bericht zu umgehen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Dokument darunter fällt, erfahren Sie hier, wie teuer ist ein Arztbericht in verschiedenen Situationen.
Kostenklärung im Vorfeld

Fragen Sie direkt bei der Anmeldung nach dem voraussichtlichen Gebührensatz, um Überraschungen bei Gutachten (bis zu 61,20 EUR) zu vermeiden.

Versicherungen einbinden

Lassen Sie Versicherungen Berichte direkt anfordern, damit diese die Pauschalen (oft 23,21 EUR) selbst mit dem Arzt abrechnen.

Zitate

  • [4] Privat-patienten - Zusätzliche Schreibgebühren werden oft mit 3,50 EUR pro Seite berechnet.
  • [5] Bundesaerztekammer - Für Befundberichte an die Rentenversicherung gilt meist eine Pauschale von 36,26 EUR.