Was macht der Arzt bei einer Ganzkörperuntersuchung?

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Was macht der Arzt bei einer Ganzkörperuntersuchung Der Arzt misst Blutdruck und tastet den Puls an Handgelenken oder am Hals, um Durchblutungsstörungen auszuschließen. Er untersucht die gesamte Hautoberfläche auf auffällige Muttermale oder Veränderungen im Rahmen eines Hautkrebsscreenings. In Deutschland leiden etwa 20-30 Millionen Menschen an Bluthochdruck, und jährlich erkranken über 230.000 neu an hellem Hautkrebs.
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Was macht der Arzt bei einer Ganzkörperuntersuchung?

Was macht der Arzt bei einer Ganzkörperuntersuchung umfasst mehr als einen kurzen Blick auf einzelne Beschwerden. Die Untersuchung dient der frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen, die lange unbemerkt bleiben. Wer die einzelnen Schritte kennt, versteht besser, warum regelmäßige Kontrollen für die eigene Gesundheit entscheidend sind.

Was macht der Arzt bei einer Ganzkörperuntersuchung?

Der Begriff Was macht der Arzt bei einer Ganzkörperuntersuchung ist in der Medizin nicht eindeutig definiert und kann je nach Alter, Risikofaktoren und Beschwerden stark variieren. Für die meisten gesetzlich Versicherten bedeutet dies den klassischen Check-up 35, der alle drei Jahre durchgeführt wird.

Dieser Gesundheits-Check konzentriert sich nicht auf High-Tech-Scans, sondern auf die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenproblemen. Der Arzt erfasst dabei Ihre Krankengeschichte, führt eine körperliche Untersuchung durch und analysiert Blut- sowie Urinwerte. Wichtig: Eine Ganzkörper-MRT gehört in der Regel nicht zur Standardleistung.

Das Anamnesegespräch: Mehr als nur Smalltalk

Viele Patienten unterschätzen diesen Teil. Sie denken, die Technik sei wichtiger als das Gespräch. Das ist falsch. Die Anamnese liefert oft entscheidende Hinweise, die kein Blutbild zeigen kann.

Ihr Arzt wird Sie nach aktuellen Beschwerden, Medikamenten und Ihrem Lebensstil fragen. Rauchen Sie? Wie viel Alkohol trinken Sie? Treiben Sie Sport? Besonders wichtig ist die Familienanamnese: Gab es Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Krebs bei Eltern oder Geschwistern?

Ich erinnere mich an meinen ersten Check-up mit Mitte 30. Ich dachte, ich sei topfit, verschwieg aber meinen hohen Stresspegel und die gelegentlichen Schlafstörungen. Erst als der Arzt gezielt nachhakte, kam heraus, dass mein Cortisolspiegel wahrscheinlich dauerhaft erhöht war. Seien Sie ehrlich - Ihr Arzt ist kein Richter.

Die körperliche Untersuchung: Von Kopf bis Fuß

Nach dem Gespräch folgt der körperliche Status. Hier prüft der Arzt Herz, Lunge, Bauch und Bewegungsapparat. Bezüglich der Körperliche Untersuchung Ablauf Arzt geht es darum, Abweichungen vom Normalzustand zu ertasten oder zu hören.

Herz, Kreislauf und Lunge

Der Arzt hört Herz und Lunge mit dem Stethoskop ab. Er achtet auf Rasselgeräusche beim Atmen oder unregelmäßige Herzschläge. Zudem wird der Blutdruck gemessen. Bluthochdruck ist tückisch, da er oft jahrelang keine Beschwerden verursacht, aber die Gefäße massiv schädigt.

In Deutschland leiden etwa 20-30 Millionen Menschen an Bluthochdruck, aber viele wissen es nicht. [1] Eine einfache Messung kann hier Leben retten. Auch der Puls wird an den Handgelenken oder am Hals getastet, um Durchblutungsstörungen auszuschließen.

Bauch und Organe

Beim Abtasten des Bauches prüft der Arzt, ob Leber oder Milz vergrößert sind oder ob Druckschmerz besteht. Dies kann unangenehm sein, sollte aber nicht wehtun. Wenn Sie hier empfindlich reagieren, sagen Sie es sofort.

Oft wird auch der Bewegungsapparat kurz geprüft: Reflexe, Wirbelsäule und Gelenke. Bei älteren Patienten kommen Tests zur Koordination und zum Gleichgewicht hinzu, um das Sturzrisiko einzuschätzen.

Laborwerte: Was Blut und Urin verraten

Hier passiert das, was viele Patienten am meisten fürchten - die Nadel. Aber keine Sorge. Es ist nur ein kleiner Pieks.

Beim Standard-Check-up (Gesundheitsuntersuchung ab 35) werden im Blut vor allem die Blutfettwerte (Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyceride) und der Nüchternblutzucker bestimmt. Diese Check-up Untersuchungsschritte geben Aufschluss über das Risiko für Arteriosklerose und Diabetes mellitus. Eine Urinprobe wird mittels Teststreifen auf Eiweiß, Glukose und Blutkörperchen untersucht, was Hinweise auf Nierenerkrankungen oder Diabetes liefern kann.

Ein großes Blutbild, das auch Leber- oder Schilddrüsenwerte umfasst, gehört übrigens nicht automatisch dazu. Viele Ärzte bieten dies als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an, die Sie selbst zahlen müssen.

Hautkrebsscreening: Ein wichtiger Zusatz

Oft wird der Check-up mit einem Hautkrebsscreening kombiniert. Dabei inspiziert der Arzt die gesamte Hautoberfläche auf auffällige Muttermale oder Veränderungen. In Deutschland erkranken jährlich über 230.000 Menschen neu an hellem Hautkrebs - [2] Früherkennung ist hier extrem effektiv.

Kassenleistung vs. Private Zusatzleistung (IGeL)

Viele Patienten sind unsicher, was die Krankenkasse zahlt und was privat abgerechnet wird. Hier ist der Unterschied.

Check-up 35 (Kassenleistung)

  • Ca. 15-20 Minuten
  • Anamnese, körperliche Untersuchung, Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Urinstatus
  • Kostenlos für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren (alle 3 Jahre)
  • Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes

Erweiterter Check-up (IGeL)

  • 30-60 Minuten
  • Zusätzlich EKG, Ultraschall, großes Blutbild, Lungenfunktionstest
  • Selbstzahler (Preise variieren stark, oft 50-200 Euro)
  • Detailliertere Bestandsaufnahme, auch ohne konkreten Verdacht
Der Standard-Check-up reicht oft aus, um grobe Risiken zu erkennen. Wenn Sie jedoch spezifische Sorgen haben oder familiär vorbelastet sind, kann ein erweiterter Check-up sinnvoll sein. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt über Kosten und Nutzen.

Thomas und der 'stille Killer'

Thomas, ein 42-jähriger Architekt aus Berlin, fühlte sich eigentlich kerngesund. Er ging nur zum Check-up, weil seine Frau ihn drängte. Sein einziger 'Fehler': Er arbeitete oft 60 Stunden die Woche und aß unregelmäßig.

Beim Check-up maß der Hausarzt einen Blutdruck von 160/95 mmHg. Thomas winkte ab - er sei nur aufgeregt. Doch auch bei der zweiten Messung und im 24-Stunden-Monitoring blieben die Werte hoch. Er war schockiert, denn er spürte absolut nichts.

Thomas musste lernen, dass Bluthochdruck nicht wehtut. Er stellte seine Ernährung um (weniger Salz, mehr Gemüse) und begann, zweimal pro Woche zu joggen. Anfangs fiel es ihm schwer, die Arbeit früher zu verlassen.

Nach sechs Monaten hatte sich sein Blutdruck auf 135/85 mmHg eingependelt - ganz ohne Medikamente. Er gab zu: Ohne den Check-up hätte er wohl erst bei einem Herzinfarkt reagiert.

Schnelle Fragen & Antworten

Muss ich mich bei der Untersuchung komplett ausziehen?

In der Regel ja, bis auf die Unterwäsche. Für das Abhören von Herz und Lunge muss der Oberkörper frei sein, für das Abtasten der Leistenpulse auch der Hosenbund gelockert werden. Beim Hautkrebsscreening ist eine Ganzkörperinspektion notwendig - aber keine Sorge, Ärzte gehen hierbei professionell und diskret vor.

Tut die Ganzkörperuntersuchung weh?

Nein, überhaupt nicht. Die Untersuchung ist nicht invasiv. Lediglich die Blutabnahme ist ein kurzer Pieks. Das Abtasten des Bauches kann sich etwas unangenehm anfühlen, wenn Sie sehr kitzelig sind oder Organe gereizt sind, ist aber normalerweise schmerzfrei.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja, gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle drei Jahre Anspruch auf den Check-up 35. Für Menschen zwischen 18 und 34 Jahren zahlt die Kasse die Untersuchung einmalig. Individuelle Zusatzleistungen (IGeL) müssen Sie jedoch selbst tragen.

Schnelle Zusammenfassung

Früherkennung rettet Leben

Viele Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes verursachen anfangs keine Beschwerden - der Check-up macht sie sichtbar.

Ehrlichkeit ist Pflicht

Verschweigen Sie im Anamnesegespräch keine Lebensgewohnheiten; Ihr Arzt kann Ihnen nur helfen, wenn er das Gesamtbild kennt.

Kennen Sie Ihren Anspruch

Ab 35 Jahren zahlt die Kasse alle drei Jahre. Nutzen Sie dieses Recht, auch wenn Sie sich gesund fühlen.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt nicht die ärztliche Beratung oder Behandlung. Die medizinischen Standards und Kostenübernahmen können sich ändern. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an Ihren Arzt.

Querverweise

  • [1] Hochdruckliga - In Deutschland leiden etwa 20-30 Millionen Menschen an Bluthochdruck, aber viele wissen es nicht.
  • [2] Krebshilfe - In Deutschland erkranken jährlich über 230.000 Menschen neu an hellem Hautkrebs.