Wird Asthma am Abend schlimmer?

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Der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus beeinflusst die Asthma-Symptomatik. Cortisol- und Histaminspiegel schwanken im Laufe des Tages, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Beschwerden, insbesondere Husten und Atemnot, in den Abendstunden führen kann. Dieser zirkadiane Einfluss ist ein wichtiger Faktor bei Asthma.
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Warum wird mein Asthma abends schlimmer?

Asthma ist eine chronische Erkrankung, die die Atemwege entzündet und zu Atembeschwerden führt. Viele Menschen mit Asthma bemerken, dass ihre Symptome abends stärker sind. Warum ist das so?

Die Antwort liegt in unserem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus, auch bekannt als zirkadianer Rhythmus. Dieser Rhythmus steuert verschiedene Körperfunktionen wie Schlaf-Wach-Zyklen, Hormonproduktion und Körpertemperatur. Auch die Asthma-Symptome werden von diesem Rhythmus beeinflusst.

Cortisol und Histamin – zwei wichtige Hormone

Zwei wichtige Hormone, die im Tagesverlauf schwanken und Asthma beeinflussen, sind Cortisol und Histamin.

  • Cortisol ist ein Stresshormon, das entzündungshemmend wirkt. Der Cortisolspiegel ist morgens am höchsten und sinkt im Laufe des Tages.
  • Histamin hingegen ist ein Entzündungsmediator, der die Atemwege verengt und zu Asthma-Symptomen führt. Der Histaminspiegel ist abends am höchsten.

Die Wechselwirkung von Cortisol und Histamin

Der sinkende Cortisolspiegel und der steigende Histaminspiegel im Laufe des Tages führen dazu, dass die Atemwege empfindlicher auf Reize wie Allergene, Rauch oder Kälte reagieren. Die Folge sind verstärkte Asthma-Symptome wie Husten, Atemnot und Engegefühl in der Brust.

Weitere Faktoren, die Asthma abends verschlimmern können:

  • Tageszeitliche Schwankungen der Luftfeuchtigkeit: Die Luftfeuchtigkeit ist in den Abendstunden oft niedriger, was die Atemwege austrocknen und Reizungen verstärken kann.
  • Allergien: Pollen, Hausstaubmilben und andere Allergene können in den Abendstunden stärker in der Luft vorhanden sein.
  • Stress: Stress kann die Freisetzung von Histamin fördern und Asthma-Symptome verstärken.

Was kann man tun?

Um Asthma-Symptome am Abend zu lindern, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Medikamentenplan einhalten: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die optimale Dosierung Ihrer Asthmamedikamente, um die Symptome in den Griff zu bekommen.
  • Allergien kontrollieren: Vermeiden Sie Kontakt mit bekannten Allergenen oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Allergietherapie.
  • Stress reduzieren: Finden Sie Techniken zur Stressbewältigung wie Yoga, Meditation oder Entspannungstechniken.
  • Gesundes Schlafverhalten: Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus und sorgen Sie für eine ruhige Schlafumgebung.

Fazit:

Der zirkadiane Rhythmus spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Asthma-Symptomen. Der sinkende Cortisolspiegel und der steigende Histaminspiegel in den Abendstunden tragen zu verstärkten Beschwerden bei. Durch die Beachtung der genannten Maßnahmen können Sie Ihre Asthma-Symptome am Abend besser kontrollieren.

Wichtig: Dieser Artikel ist nicht als Ersatz für die Beratung durch einen Arzt gedacht. Wenn Sie unter Asthma leiden, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, um eine individuell angepasste Therapie zu erhalten.