Wie viele Herzstolpern am Tag sind normal?

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Normale Herzrhythmusvariationen, auch Extrasystolen genannt, treten täglich häufig auf. Experten betrachten etwa 500 solche Ereignisse pro Tag als üblich, was etwa 21 pro Stunde entspricht. Diese Vorkommnisse sind meist harmlos, insbesondere bei gesunden Personen.
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Herzstolpern: Wie viele sind normal und wann zum Arzt?

Ein flatterndes Gefühl in der Brust, ein Aussetzer, ein kurzes Stolpern – Herzrhythmusstörungen, medizinisch Extrasystolen genannt, kennt fast jeder. Doch wann sind diese harmlos und wann sollte man einen Arzt aufsuchen? Die gute Nachricht: In den meisten Fällen sind gelegentliche Herzstolperer kein Grund zur Sorge.

Experten gehen davon aus, dass bis zu 500 Extrasystolen pro Tag, also etwa 21 pro Stunde, im normalen Bereich liegen. Besonders bei jungen, gesunden Menschen treten diese häufig auf, ohne dass eine Erkrankung dahintersteckt. Sie entstehen durch zusätzliche, vorzeitige Herzschläge, die außerhalb des regulären Rhythmus auftreten. Auslöser können Stress, Koffein, Nikotin, Alkohol, Schlafmangel oder auch hormonelle Schwankungen sein.

Oftmals werden Extrasystolen gar nicht wahrgenommen. Manche Menschen spüren sie jedoch als unangenehmes Herzstolpern, -klopfen oder -poltern. Dieses Gefühl kann beängstigend sein, ist aber in den meisten Fällen harmlos.

Trotz der Harmlosigkeit vieler Extrasystolen gibt es Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist:

  • Häufigkeit: Treten die Herzstolperer sehr häufig auf, deutlich mehr als 500 pro Tag, oder in Salven, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
  • Begleitsymptome: Kommen zu den Herzrhythmusstörungen Symptome wie Schwindel, Atemnot, Brustschmerzen oder Ohnmacht hinzu, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.
  • Vorbelastung: Bei bestehenden Herzerkrankungen sollten Extrasystolen immer mit dem Kardiologen besprochen werden.
  • Verschlechterung: Nehmen die Herzstolperer an Intensität oder Häufigkeit zu, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.
  • Psychische Belastung: Führen die Extrasystolen zu starker Angst oder Beeinträchtigung der Lebensqualität, kann eine ärztliche Beratung und gegebenenfalls eine Therapie helfen.

Der Arzt kann mittels EKG, Langzeit-EKG oder Belastungs-EKG die Art der Rhythmusstörung genau diagnostizieren und die Ursache abklären. In den meisten Fällen sind keine weiteren Maßnahmen notwendig. Bei Bedarf können Medikamente verschrieben werden, um den Herzrhythmus zu stabilisieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Gelegentliche Herzstolperer sind in der Regel harmlos. Bei ungewöhnlicher Häufigkeit, Begleitsymptomen oder zunehmender Belastung sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen und die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Die Angst vor den Herzstolperern selbst kann die Beschwerden verstärken. Eine ausführliche ärztliche Aufklärung kann hier helfen, die Sorgen zu nehmen und die Lebensqualität zu verbessern.