Wie oft zum Frauenarzt mit 70?

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Auch im fortgeschrittenen Alter bleibt die gynäkologische Vorsorge relevant. Obwohl das Risiko für bestimmte Erkrankungen sinkt, besteht weiterhin eine geringe Wahrscheinlichkeit. Aktuelle Empfehlungen raten daher zu einer Untersuchung alle drei Jahre, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können.
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Gynäkologische Vorsorge mit 70: Wie oft ist ein Besuch beim Frauenarzt sinnvoll?

Das Erreichen des 70. Lebensjahres markiert einen bedeutenden Meilenstein, und während sich viele Aspekte des Lebens verändern, bleibt die Gesundheit eine Priorität. Oftmals wird die gynäkologische Vorsorge in diesem Alter als weniger wichtig betrachtet, was jedoch ein Trugschluss ist. Zwar sinkt das Risiko für einige Erkrankungen, die in jüngeren Jahren im Fokus stehen, doch bleiben andere gynäkologische Probleme relevant und erfordern regelmäßige Aufmerksamkeit.

Warum gynäkologische Vorsorge auch mit 70 wichtig ist:

  • Früherkennung von Krebserkrankungen: Obwohl das Risiko für Gebärmutterhalskrebs im Alter sinkt, besteht weiterhin die Möglichkeit, an anderen gynäkologischen Krebsarten wie Gebärmutterkörperkrebs oder Eierstockkrebs zu erkranken. Regelmäßige Untersuchungen können helfen, diese Erkrankungen in einem frühen Stadium zu erkennen, wenn die Behandlungschancen am besten sind.
  • Behandlung von Beschwerden: Nach der Menopause können sich verschiedene Beschwerden entwickeln, die die Lebensqualität beeinträchtigen können, wie z.B. Scheidentrockenheit, Harninkontinenz oder Senkungsbeschwerden. Der Frauenarzt kann hier beratend zur Seite stehen und geeignete Behandlungen empfehlen.
  • Beratung zur Hormonersatztherapie: Auch im höheren Alter kann die Frage nach einer Hormonersatztherapie aufkommen, beispielsweise zur Linderung von klimakterischen Beschwerden oder zur Osteoporoseprophylaxe. Der Frauenarzt kann die individuellen Risiken und Vorteile abwägen und eine fundierte Entscheidung ermöglichen.
  • Überwachung der allgemeinen gynäkologischen Gesundheit: Auch im Alter können sich Veränderungen im Intimbereich bemerkbar machen, die abgeklärt werden sollten. Dazu gehören beispielsweise Juckreiz, Brennen, Ausfluss oder Blutungen nach der Menopause.

Wie oft sollte man mit 70 zum Frauenarzt gehen?

Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage, da die Häufigkeit der Besuche von individuellen Faktoren abhängt. Als grobe Richtlinie empfehlen die meisten Fachgesellschaften jedoch eine gynäkologische Untersuchung alle drei Jahre.

Diese Empfehlung basiert auf der Annahme, dass das Risiko für bestimmte Erkrankungen im Alter sinkt. Allerdings ist es wichtig, diese Empfehlung nicht als starre Regel zu betrachten. In folgenden Fällen kann eine häufigere Kontrolle sinnvoll sein:

  • Bestehende Vorerkrankungen: Wenn Sie bereits an gynäkologischen Erkrankungen leiden oder in der Vergangenheit behandelt wurden, kann Ihr Arzt eine häufigere Kontrolle empfehlen.
  • Auffällige Symptome: Bei Auftreten von Beschwerden wie Blutungen nach der Menopause, Schmerzen im Unterleib, ungewöhnlichem Ausfluss oder anderen auffälligen Veränderungen sollten Sie umgehend Ihren Frauenarzt aufsuchen.
  • Familiäre Vorbelastung: Wenn in Ihrer Familie gehäuft gynäkologische Krebserkrankungen aufgetreten sind, kann eine engmaschigere Überwachung sinnvoll sein.

Was erwartet Sie beim Frauenarztbesuch?

Auch im Alter beinhaltet der Frauenarztbesuch in der Regel die folgenden Punkte:

  • Anamnese: Gespräch über Ihre Krankengeschichte, Beschwerden und Medikamente.
  • Körperliche Untersuchung: Abtasten der Brust, Untersuchung des äußeren Genitalbereichs und der Scheide.
  • Abstrich vom Gebärmutterhals: Dieser dient der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und wird in der Regel nicht mehr jährlich, sondern in größeren Abständen durchgeführt.
  • Ultraschalluntersuchung: Kann zur Beurteilung der Gebärmutter und der Eierstöcke durchgeführt werden.

Fazit:

Die gynäkologische Vorsorge ist auch mit 70 Jahren und darüber hinaus wichtig, um die Gesundheit zu erhalten und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Eine regelmäßige Untersuchung alle drei Jahre ist in der Regel ausreichend, aber bei bestehenden Risikofaktoren oder Beschwerden kann eine häufigere Kontrolle sinnvoll sein. Sprechen Sie offen mit Ihrem Frauenarzt über Ihre individuellen Bedürfnisse und vereinbaren Sie gemeinsam den für Sie optimalen Untersuchungsrhythmus. Denken Sie daran: Ihre Gesundheit ist auch im Alter wertvoll und verdient Ihre Aufmerksamkeit.