Wie lange dauert eine Angina bis sie weg ist?

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Eine akute Angina klingt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Fieber sinkt oft schneller als die Halsschmerzen verschwinden. Die Schwellung der Mandeln kann jedoch länger anhalten.
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Wie lange dauert eine Angina? – Dauer, Verlauf und individuelle Unterschiede

Eine akute Mandelentzündung, umgangssprachlich als Angina bekannt, ist eine weit verbreitete Erkrankung, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird und mit unangenehmen Halsschmerzen einhergeht. Die Dauer einer Angina ist jedoch nicht einheitlich und variiert stark von Person zu Person. Eine pauschale Aussage wie "eine Angina dauert immer x Tage" ist daher irreführend.

Der typische Verlauf:

Im Allgemeinen klingt eine virale Angina innerhalb von einer bis zwei Wochen ab. Die ersten Tage sind meist am schlimmsten, mit starkem Halsschmerz, Schluckbeschwerden, möglicherweise Fieber und allgemeinem Unwohlsein. Das Fieber sinkt oft schneller als die Halsschmerzen. Die Schwellung der Mandeln kann jedoch noch einige Tage, bisweilen sogar eine bis zwei Wochen nach Abklingen der akuten Symptome bestehen bleiben. Ein leichtes Kratzen im Hals kann noch länger spürbar sein.

Bei einer bakteriellen Angina, die meist durch Streptokokken verursacht wird, kann die Erkrankung durch eine gezielte Antibiotika-Therapie deutlich verkürzt werden. Ohne Behandlung kann eine bakterielle Angina jedoch länger anhalten und Komplikationen wie eine Mittelohrentzündung oder eine rheumatische Erkrankung begünstigen. Die Behandlung mit Antibiotika verkürzt die Dauer der Erkrankung in der Regel deutlich, die vollständigen Beschwerden klingen aber dennoch oft erst nach einer Woche bis zehn Tagen ab.

Faktoren, die die Dauer beeinflussen:

Mehrere Faktoren beeinflussen die Dauer einer Angina:

  • Art des Erregers: Virale Anginen dauern in der Regel kürzer als bakterielle Anginen.
  • Immunsystem: Ein starkes Immunsystem verkürzt die Krankheitsdauer. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Angina länger anhalten und schwerwiegender verlaufen.
  • Behandlung: Eine frühzeitige und adäquate Behandlung mit Antibiotika (bei bakterieller Angina) verkürzt die Erkrankung deutlich.
  • Zusatzbeschwerden: Komplikationen wie Mittelohrentzündung oder eine Abszessbildung verlängern die Heilungszeit.
  • Individuelle Konstitution: Die individuelle Reaktion des Körpers auf die Infektion spielt eine entscheidende Rolle.

Wann zum Arzt:

Eine Angina ist zwar meist selbstlimitierend, dennoch sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn:

  • die Halsschmerzen extrem stark sind und keine Linderung erfahren.
  • hohes Fieber (über 39°C) besteht.
  • Schluckbeschwerden stark ausgeprägt sind und Flüssigkeitsaufnahme erschweren.
  • Atembeschwerden auftreten.
  • sich eitriger Belag auf den Mandeln zeigt (starker Hinweis auf eine bakterielle Infektion).
  • die Symptome länger als zwei Wochen anhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dauer einer Angina stark variieren kann. Während eine leichte, virale Angina innerhalb weniger Tage abklingen kann, kann eine bakterielle Angina oder eine Angina bei geschwächtem Immunsystem deutlich länger dauern. Bei anhaltenden oder stark ausgeprägten Symptomen ist immer ein Arztbesuch ratsam. Dieser kann die Ursache der Angina feststellen und eine geeignete Therapie einleiten.