Wie bemerkt man Würmer bei Erwachsenen?

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Nachtschweiß und Juckreiz im Analbereich deuten oft auf einen Befall hin. Entzündungen und Ekzeme können sich durch Kratzen verstärken, was zu Schlafstörungen und tagsüber zu Konzentrationsschwierigkeiten führt. Eine ärztliche Untersuchung klärt die Diagnose.
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Würmer bei Erwachsenen: Unauffällige Plagegeister entlarven

Würmer, meist Madenwürmer (Oxyuren), sind häufiger als man denkt und befallen nicht nur Kinder. Auch Erwachsene können sich mit diesen Parasiten infizieren, oft ohne es zunächst zu bemerken. Die Infektion verläuft oft symptomlos oder mit so unspezifischen Beschwerden, dass sie leicht übersehen oder fehlinterpretiert werden. Doch ein rechtzeitiges Erkennen und Behandeln ist wichtig, um gesundheitliche Folgen und eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Ein typisches, aber nicht immer auftretendes Anzeichen für einen Wurmbefall sind nächtlicher Juckreiz und Brennen im Analbereich. Die weiblichen Madenwürmer wandern nachts aus dem Darm, um ihre Eier in den Hautfalten rund um den After abzulegen. Dieser Vorgang verursacht den charakteristischen Juckreiz, der oft zu Schlafstörungen führt. Durch das Kratzen können kleine Hautverletzungen entstehen, die sich entzünden und zu Ekzemen führen. Ein Teufelskreis beginnt: Der Juckreiz verstärkt sich, der Schlaf wird noch unruhiger und tagsüber leiden Betroffene unter Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Gereiztheit.

Neben Juckreiz können weitere, weniger spezifische Symptome auftreten, wie zum Beispiel:

  • Bauchschmerzen und Blähungen: Diese Symptome sind oft diffus und werden nicht direkt mit einem Wurmbefall in Verbindung gebracht.
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust: Ein starker Befall kann den Nährstoffhaushalt beeinflussen und zu Gewichtsverlust führen.
  • Scheidenentzündungen bei Frauen: Die Würmer können vom Analbereich in die Scheide gelangen und dort Entzündungen auslösen.
  • Nachtschweiß: Obwohl Nachtschweiß kein eindeutiges Symptom ist, kann er bei einem Wurmbefall auftreten.

Da die Symptome unspezifisch sind und auch auf andere Erkrankungen hindeuten können, ist eine Selbstdiagnose schwierig. Bei Verdacht auf einen Wurmbefall sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Die Diagnose erfolgt meist durch den sogenannten Klebestreifentest. Mit einem durchsichtigen Klebeband werden am Morgen, bevor der After gereinigt wird, mögliche Wurmeier aus den Hautfalten abgenommen und anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um die Verbreitung der Würmer zu verhindern und gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Die Therapie erfolgt in der Regel mit Medikamenten, die die Würmer abtöten. Zusätzlich sind Hygienemaßnahmen unerlässlich, um eine Reinfektion oder die Ansteckung anderer Personen zu vermeiden. Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen, insbesondere nach dem Toilettengang und vor dem Essen, sowie der tägliche Wechsel von Unterwäsche und Bettwäsche.